Gegen Bienen allergisch?

  • Meine Güte...
    Das was Edgrr hier beschreibt sind ganz normale Reaktionen auf einen Stich. Die sind mal mehr und mal weniger starkt.
    Wenn ich tags zuvor einer über den Durst getrunken hatte, waren die für gewöhnlich stärker. Anderesmal war kaum was festzustellen. Je nach Tagesform von Biene und Imker.

    Wenn das allergisch werden sollte, kommt es zu Reaktionen am ganze Körper. Bei mir ging's los mit Jucken im Nacken, Kniekehlen, Armbeuge... bis es dann irgendwann (nach Stich im Finger) bis hin zu Nesselausschlag überall, Atemnot, anschwellender Zunge ging... Todesangst sag ich euch.
    Bis dato hat mit dann glücklicherweise das flüssige Kortison aus dem Notfallset geholfen. Den Epenephrininjektor musste ich glücklicherweise noch nie anwenden...

    Sobald ne Reaktion am ganzen Körper stattfindet, sofort zum Arzt und als Imker darauf bestehen nicht ohne Notfallset nach Hause zu gehen. Das erste hatte mir sogar der Hausarzt verschrieben, ohne dass irgendwelche Blutuntersuchungen, etc. notwendig waren.

    Dannach Termin beim Allergologen. Die meisten Dermatologen machen das mit.
    Dort wird ne Blutuntersuchung und nen Pricktest gemacht. Davor darf man aber mind. 6 Wochen keinen Stich bekommen haben, da sonst das Ergebnis nicht aussagekräftig ist.

    Und danach ging's bei mir zur Hyposensibiliserung 3 Tage in Krankenhaus. Aktuell gibt's immernoch alle 4- 6 Wochen eine Giftspritze...
    und Toi, toi, toi... die letzten 3 Piekser waren dieses Jahr ohne irgendwelche nennswerten Reaktionen und ich werde schon wieder leichtsinnig und lasse sogar hin und wieder den Schleier weg, wenn's Richtung Beute geht.

    Gruss David

  • Solange die Reaktion lokal bleibt, kein Grund zur Besorgnis.

    In 2 Jahren lachst du unter Umständen über die anfänglichen Reaktionen. 2 nichtallergische Kumpels wollen sich trotz Kuschelbienen nach 3 Jahren nicht von ihrem Schleier und Handschuhen abnabeln. Wenn die mal gestochen werden bekommen die Schwellungen die ich seit 2-3 Jahren nicht mehr hatte. Provozieren sollte man es natürlich nicht.


    Gruß Chris

  • Hände wie aufgeblasene Handschuhe hatte ich vor 2-3 Jahren auch mal. War beim umsetzten von Völkern die ich gekauft hatte. War noch sehr früh am morgen und es nieselte. 7 Stiche in eine Hand und die Schwellung legte los :D


    Heute schwillt es wenn überhaupt, nur noch minimal an. Stiche sind eh selten geworden. 9 von 10 Stichen bekomm ich ab wenn ich aus versehen ne Biene quetsche.

  • Eigentlich bekomme ich auch seit zwei Jahren keine Schwellungen mehr. Aber gestern stach mich eine, als ich sie nicht mal eben wegwischen konnte. Sie hatte also alle Zeit der Welt und sie hat sie genutzt. Lang und gründlich. Den hintersten, fiesesten letzten Gifttropfen noch rausgedrückt, sich nochmal lustvoll reingedreht, damit es auch richtig tief geht und weh tut. Jetzt habe ich genau so eine oben beschriebene Hand wie ein aufgeblasener Handschuh. Den gleichzeitig erfolgten Stich an der anderen Hand sah man nach einer Stunde schon nicht mehr. Kann also zwischendurch auch anders aussehen.

  • Hallo, ich habe mal meinen Hausarzt nach einem Wespenstich besucht und er hat mir erstmal das schwache Zeug gegen die Reaktion verschrieben(Cetinitrin und irgend ne Salbe), hat nichts gebracht, also ich wieder hin und es gab Kortisontabletten. Am nächsten Tag Schwellung(war schon der ganze Arm geschwollen) komplett weg.


    Parallel habe ich immer beobachtet wie mein Hund Bienen am Boden gesucht und gefressen hat ohne irgendwas zu haben. Kurz gegrübelt und dann kam es mir, mein Hund hat Morbus Eddisen und bekommt seit 3 Jahren Täglich 2 Sorten Kortison(jeden Monat 60€ ;() aber es hilft und das auch gegen das Bienengift. Quasi mein Hund ist Immun.


    Nun kam es wie es kommen musste und ich ergatterte 3 Stiche auf einmal in die Hand und die wurde wieder dick, also das Kortison eingeschmissen und nen paar Stunden später alles gut.


    Jetzt habe ich immer eine Packung Kortison(gleich beim Tierarzt mit gekauft^^) zuhause und wenn ich merke das die Schwellung wandert greife ich drauf zurück. Und natürlich helfe ich damit auch aus, meinem Vater haben sie neben sein Auge gestochen und am Tag drauf (Sonntag) war die eine Gesichtshälfte komplett zugeschwollen, sah eigentlich lustig aus. Hätte es aber nicht gemusst doch er wollte das Kortison nicht gleich. Sonntag kam er doch drauf zurück:D.


    Aber vielleicht mal in die Runde gefragt, bin ich das einzige Weichei hier was eine unnötige Schwellung betrifft?


    Gruß Henry

  • Hi,


    bei mir bleibt es leider nicht bei Schwellungen...


    Aber bitte vorsicht mit Cortison. Das Zeug ist nicht ganz ohne, vor allem


    wenn es häufiger genommen wird.


    Gruss Joachim

  • Aber vielleicht mal in die Runde gefragt, bin ich das einzige Weichei hier was eine unnötige Schwellung betrifft?

    Nein. Aber ich bin auch ein extremes Weichei, was Cortison angeht. Wenn es nicht unbedingt sein muss, muss es nicht sein (abgesehen davon gehört es wirklich in die Hände eines Arztes!) und für, bzw. eher gegen Anschwellungen bei Bienenstichen gibt es gute Alternativen. Da das hier aber ein öffentliches Forum ist werde ich schön brav meinen Mund halten, bzw. auf den Fingern sitzen, denn ich bin keine Ärztin.

  • hatte zuletzt auch einige dicke Schwellungen.. vor allem an Gelenken. wie Knie und Knöchel.

    Seltsamerweise sieht man bei mir im Gesicht rein gar nichts .. auch wenns erstmal scheiße unangenehm ist.


    verstehe auch noch nicht ganz wieso ich an den Gelenken so empfindlich bin.

    Falls jemand hier eine sinnvolle Erklärung hat - nur raus damit.

    Angeblich hat unsere Familie ein erhöhtes Rheuma-Risiko. Vllt hängts iwie damit zusammen.

    Vllt gibts Unterschiede aufgrund gewisser Vorbelastungen und unterschiedliche Reaktionen könnten ein Indiz auf andere Krankheiten sein.

    Klingt schräg.. und nein ich bin kein Arzt.

  • Erstmal schnell gegoogelt, Cortison mit „c“ stimmt, Danke.


    Ja natürlich sollte man sich Gedanken machen egal vor welchen Medikamenten. Bin regelmäßig beim Nierendoktor wegen ner Erbkrankheit und hab den gefragt was ich vielleicht auf Grund meines Nierenproblems beachten soll bezüglich Medikamente und er meinte bei meiner körperlichen Situation brauche ich mir keinen Kopf machen was ich nehme.


    Natürlich muss Art und Menge dem Zweck angepasst sein aber so viel Intelligenz sollte jeder besitzen.


    Ich brauche auch nicht bei jedem Stich Cortison und nehme es auch nicht regelmäßig eins. Wenn ich aber Gefahr laufe nach einem Stich vom Wochenende am Montag nichtmal mehr nen Kugelschreiber halten zu können hab ich es lieber zuhause als Stunden in der Notaufnahme zu sitzen und auch noch Zeit der Ärzte zu verplempern, welche sich auch um andere Probleme kümmern könnten.


    Zumal auch nicht viele Arbeitgeber drauf stehen, wenn man regelmäßig auf sowas krank geschrieben ist. Oder ich muss wirklich bei Black.peterle als Parkettleger anfangen😂.

  • Solange die Reaktionen auf die Stichregion begrenzt bleiben, handelt es sich wohl nicht um eine Allergie.


    Nichtallergische Reaktionen können auch heftig ausfallen - je nach Giftmenge + Einstichtiefe/Stichdauer bzw. Körperregion, Nachbehandlung (Kühlen -><- zusätzlich reizen) und Reaktionstypus des Stichopfers. Sie sind aber nicht lebensgefährlich im Unterschied zu mancher Allergiereaktion.

    Ich habe an mir und Anderen heuer den sogen. Stichheiler ("bite away") ausprobiert. Nach Beschreibung ist er möglichst schnell nach dem Stichereignis anzuwenden. Er erhitzt für 3 bzw. 5 sec. die Einstichstelle punktuell auf 51 Grad und soll so das injizierte Insektengift zersetzen. Nach meinen ersten Beobachtungen funktioniert das recht eindrucksvoll, danach so gut wie sympomfrei. Man muß nur bereit sein, den etwa mit dem Stichschmerz vergleichbaren Schmerz während des frei wählbaren Anwendungsintervalls von 3 sec (für empfindliche Körperstellen oder Personen) oder 5 sec. auszuhalten (bei Kindern ggf. schwierig).

  • Guter Tipp mit dem Bite Away. Werde ich mal probieren.

    Nach allem was ich hier so lese bin ich wohl auch nicht allergisch. Und ich dachte schon die Schwellungen weisen darauf hin.

    Komisch ist nur, ich habe vor einem Jahr fast garkeine Schwellungen gehabt, mittlerweile reagiert der Körper heftiger. Ich dachte das ist die beginnende Allergie.

  • Guten Morgen,


    Den Bite Away habe ich seit einer Woche, wurde mir von nem Kumpel empfohlen, der schwört drauf. Kann aber erst von einem Stich berichten. Habe den Bite Away ca. 5 min. Nach dem Stich in den Oberarm angewendet und siehe da der Juckreiz und die beginnende Schwellung verschwanden binnen weniger Stunden. Am nächsten Tag wurde die Stelle um den Stich dann rot und begann zu jucken, am Folgetag war alles wieder weg. Welchen Anteil der Bite Away zu dem Verlauf beigetragen hat kann ich jetzt noch nicht sagen. Wird aber weiter beobachtet.


    Mit freundlichen Grüßen

    Henry

  • 5 min Wartezeit sind für die Anwendung des Stichheilers sehr lang. Da hat sich ein großer Teil des Insektengiftes längst im umliegenden Gewebe verteilt und wird vom Gerät nicht mehr erreicht. Der Schmerz bei der Erhitzung solch großer Gewebearreale auf 51 Grad wäre wohl auch viel zu groß für eine Alternativanwendung.