Unerklärliche (?) Gewichtszunahme im Januar

  • Hallo zusammen,


    da mich ein bisschen die Sorge quält, ob meine Bienen wegen des langen Flugbetriebs im Herbst noch genug Futter haben, wiege ich im Moment etwas kurzfristiger.


    Im Januar hatte ich 'eigentlich' eine Gewichtsabnahme von 1-2kg erwartet. Aber was zeigt sich heute: Meine Bienen (bzw. die Beuten) habe in den letzten drei Woche ca. 1kg an Gewicht zugelegt.

    Auch wenn ich lange überlege, komme ich auf keine Erklärung und hoffe, ihr könnt mir etwas sagen.

    Alle Völker scheinen übrigens wohlauf zu sein, unter der Folie sieht man sie dicht gedrängt sitzen und das Kondenswasser werte ich mal als Anzeichen eines Brutbetriebs.

    Vielen Dank vorab!

    Axel

  • Oder der Wind hat Schnee in die Beute (Unterboden) geweht und ist dort gefroren, das gleicht sich aber wieder aus wenn es jetzt taut.

    Ein anderer Fehler kann beim Ablesen passiert sein, wenn man die Zugwaage etwas schräg hält, ist mir auch schon passiert. Deshalb wiege ich bei Unklarheiten noch ein zweites Mal.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin Axel,
    ähnliches habe ich bei mir auch bei einem Volk feststellen müssen.


    Nachdem ich hierfür keine Erklärung hatte, habe ich es erstmal für mich unter Wiegefehler eingestuft.


    Um den 10 Feb. 2019 steht der nächste Wiegetermin bei mir an und wird hoffentlich Klärung bringen. Es war jedenfalls noch soviel Futter vorhanden, dass ich mir da keine großen Sorgen machen müsste.
    Schnee und soetwas kommt für unsere Region in diesem Jahr nicht in Frage.

    Grüsse von der Nordseeküste aus Cuxhaven
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Viele Grüße an Neus.

    Hier im Rheinland war auch endlich auch mal Winter.

    Leider schon wieder vorbei.

    Die Erklärungen waren eigentlich schon da. Schnee und Eis auf Dechel und Bodenschieber sowie die entsprechende Feuchtigkeit haben wohl ihre Wirkung entfaltet.

    Jetzt gehen die Temperaturen auch schon wieder hoch.

    Schau dir einfach mal die Schwankungen bei den Waagen von KIV Heinsberg an..

    Kein Grund zur Sorge.

    Viel Erfolg

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Mich würde der Beutentyp und das Material interessieren, denn Holzbeuten - vor allem unbehandelt nehmen eine Menge Feuchtigkeit auf, die beim Wiegen berücksichtigt werden muss - in den letzten Tagen / Wochen hat es sehr hohe Luftfeuchtigkeit und Dauerregen gegeben, so dass nicht nur die Beuten, sondern auch Rähmchen und Futter Wasser ziehen. Ich habe auch Bedenken was die Versorgung angeht – vor allem bei den Einzargern (Zander). Auch die Zweizarger können zur Futterfalle werden, wenn die Bienen auf der Brut gebunden sind und nicht dem Futter folgen können.

    Gruß

    Markus

  • na dann widerlege meine These gerne, ich bin davon überzeugt - andere offenbar auch:

    http://www.holzfragen.de/seiten/ausgleichsfeuchte.html

    https://www.nordholz-berlin.de…24030_hfm_nordholz_ha.pdf

    Es wäre doch hilfreich, wenn wir hier etwas dazulernen könnten - mich würde interessieren wie hoch der Gewichtsunterschied und damit die Unsicherheit beim Wiegen maximal sein kann.

    Gruß

    Markus

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  • Hallo, nur mal so, der Wassergehalt lufttrocken Holzes liegt bei 12-15%. Wenn die Wagstockbeute 15 kg HoLzanteil besitzt, so entspricht 1% = 15000g / 100 = 150g! Eine Gewichszunahme > 0,5 kg sind darüber nicht erklärbar!

    VG Jörg

  • Ich vermute ja eher, dass Kondenswasser innen an Beutenwand und kalten Rähmchen mitgewogen wird. Zudem zieht der Futtervorrat in den bereits geöffneten Zellen Wasser. 10% mehr Wasser im Futter einer Futter-Wabe Futter sind bereits mehr als 200g zusätzlich in der Wabe bei Dadant.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ja und zusätzlich wird Wasser vom Holz aufgenommen und nur die Überschüsse werden als Kondenswasser z.B. an der Folie sichtbar. Insofern wäre es sehr spannend zu verstehen wieviel Gewichtsschwankung zwischen feuchtem und sehr trockenem Wetter in und an der Beute hängt und wie schnell das Wasser aufgenommen und abgegeben wird. Ich werde jetzt mal eine Trockene Zarge aus dem Keller wiegen und dann rausstellen ....