Wohin geht die Reise? ...ohne Mittelwände, ohne Medikamente, ohne Reinzucht, ohne DNM, ohne Schleuder...

  • :)

    Ich mach mir keine Sorgen um Dich, aber es lesen ja vielleicht Leute mit, die man vor Dünnsinn zumindest mal warnen kann. Aber ich hab schon verstanden, das Ihr in Eurer Blase lieber nicht gestört werdet. Nix für Ungut ;)



    OT (siehe auch das Zitat!)

    Was richtig nervt: immer diese Sticheleien und - viel schlimmer - permanenten Vorurteile, Ab-/und Beurteilungen. Schubladendenken. Nicht zu fassen. Ich versteh` echt nicht, was das soll.


    Und natürlich: Nix für ungut

  • Jaja, so ist das mit der Lesekompetenz und der Blase:

    Was richtig nervt: immer diese Sticheleien und - viel schlimmer - permanenten Vorurteile,

    Ich hab lediglich eingewendet...

    Ich denke mal, wenn Ameisensäure die Varroamilbe tötet, dann tötet sie sicher auch andere nützliche Mitbewohner im Bienenvolk.

    Das ist ganz sicher so! Zum Beispiel Tracheenmilben.

    ...das AS neben den anderen 'nützlichen Mitbewohnern'(?) wie Varroen auch Tracheenmilben tötet. Ist halt nicht immer so einfach. Ob jemand Honig ernten will oder nur Bienen streicheln ist mir völlig egal. Solange die Bienen gesund bleiben, kann wegen mir jeder machen, was er will. Such Dir ein anderes Feinbild.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • aber nächstes Mal zerkleinere ich erst die Waben und lasse sie über Nacht abtropfen, bevor ich den Rest ausquetsche. Auf diese Weise kann ich verhindern, dass meine Völker nicht an Schadwachs zugrunde gehen.

    Das musst du dem geneigten Leser erklären.


    remstalimker

    Also, anstatt die ausgeschnittenen Waben direkt in der Obstpresse auszuquetschen, würde ich sie erst mal zerkleinern, vielleicht bis zu einem groben Brei, und über Nacht den meisten Honig durch z. B. einen Hobbock mit Bohrlöchern im Boden und über ein Doppelsieb in einen weiteren Hobbock oder so abtropfen lassen. Den abgetropften Brei könnte ich dann später noch auspressen. Den auspressten Wachsklumpen aus der Presse dürften die Bienen dann noch in einer Futterzarge zerbröseln und auslecken. So meine Fantasie.

    Schadwachs vermeide ich dadurch, dass ich kein Wachs für die Völker wiederverwende, weder fremdes noch eigenes. Es geht ja nicht nur um gepanschtes Wachs, sondern auch um Gifte aus der Landwirtschaft, die sich auch im eigenen Wachs via Honig anreichern und der Bienenbrut schaden. Beim Recyclen des Wachses wird der Schadstoffanteil immer höher. So verkaufe ich lieber mein Wachs und überlasse es der Industrie, was sie damit machen will. Aber wenn sich die Imkerschaft das Wachs immer wieder in die Bienenvölker holt, wird nach der Varroa bald die nächste Katastrophe über die Imker kommen. Vielleicht ist es besser, die Bienen bauen zu lassen und weniger Honig zu haben (falls dies nicht doch ein Mythos ist), als nachher gar keine Völker. Die Korbimker waren mit ihrer Ausbeute auch zufrieden.

  • Es geht ja nicht nur um gepanschtes Wachs, sondern auch um Gifte aus der Landwirtschaft, die sich auch im eigenen Wachs via Honig anreichern und der Bienenbrut schaden. Beim Recyclen des Wachses wird der Schadstoffanteil immer höher.

    Der im Wachs endende Anteil von PSM & Co. ist nicht zu vernachlässigen, dürfte aber im Vgl. zum toxischen Anteil im Pollen relativ gering sein. Letzterer wirkt dann auch direkt über das Futter auf die akt. Brut.

  • Hallo ManfredT,

    das habe ich schon gemacht, dazu einige Fotos im Anhang. Meine Erfahrungen daraus:

    - Meine Presse ist zu klein und schwach,

    -Waben vor dem Pressen in großem Kübel mit antikem Kartoffelstampfer aus der Landwirtschaft zu einem Brei stampfen,

    - Abtropfen lassen empfehle ich nicht, unnötiger Arbeitsgang, wenn größere Presse vorhanden, am besten Obstpresse mit Luftdruck (allerdings Höhe Anschaffungskosten).

    - Den gestampften Honig bis zum Pressen warm halten.

    - Trester auswaschen, das Auslecken in aufgesetzter Zarge ist für die Bienen und Imker mit zu viel Arbeit verbunden, mach ich nicht wieder.

    - Nur unbebrütete Honigwaben verwenden außer bei Heidehonig da klappt das nur in sehr guten Jahren.

    VG aus der Börde

  • Vorweg, es gibt Pressen mit Wasserdruck, die schaffen das locker.


    Zum Thema:

    Unser Honig kann nicht besser sein als unsere Umwelt. Ich suche nicht 25 km² Bioanbaugebiete, welche es in D nicht gibt. Obwohl solche immer Kunden versprochen und Bioimkern empfohlen werden. 1995 bin ich fromm geworden und habe kein Fremdwachs reingenommen. Und siehe, mein Wachs liegt unter der Nachweisgrenze laut Hohenheim auch mein Honig liegt unter der weitaus feineren Auflösung bei der Gaschromatographie. Das heißt nicht, dass er frei von Umweltverunreinigungen ist. Man muss die Grenzen des Machbaren sehen. Wenn jetzt ab und zu einer hippelig wird, liegt es daran, dass einige Anfänger auf die Bauernfängerei mancher Heilsbringer reinfallen und die Imkerei von anno Tobak neu erfinden wollen. Jetzt kann man sich nur so mühen und die heile Imkerwelt verkünden der Honig wird nicht besser. Sicher kann man stolz sein auf "seinen" Honig, welchen man den Bienen geklaut hat aber besser als der seines Kollegen, welcher keine synthetischen Mittel reinkippt, ist er auch nicht. Ich musste da schon schmunzeln, wenn auf einmal das Absperrgitter Auferstehung feiert. Im Honigraum Mittelwände gebraucht werden. Ob es letztlich um Karmapunkte geht oder man eine Guru sein will, möchte ich nicht sagen. Gerne wäre ich einer aber ich schaffe es nicht.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

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  • - Meine Presse ist zu klein und schwach,

    Ja, ganz entschieden; vor allen hat der Korb zu wenig Löcher.

    Bei einem passenden Edelstahlpresskorb kannst Du übrigens auch das Presstuch weglassen. Das ist nicht erforderlich und erschwert das Pressen. Anders als bei Kernobst müssen keine Pflanzenzellen aufgebrochen werden, sondern nur Honigzellen.

    -Waben vor dem Pressen in großem Kübel mit antikem Kartoffelstampfer aus der Landwirtschaft zu einem Brei stampfen,

    Bei einer vernünftigen Presse völlig unnötig. Gematsche wird das auch so genug.


    - Trester auswaschen, das Auslecken in aufgesetzter Zarge ist für die Bienen und Imker mit zu viel Arbeit verbunden, mach ich nicht wieder.

    Lohnt bei einer ordentlichen Presse nicht. Der Presskuchen muss dann ziemlich trocken sein. Ab damit in den Dampfwachsschmelzer!


    Nur unbebrütete Honigwaben verwenden außer bei Heidehonig da klappt das nur in sehr guten Jahren.

    Ja, entschuldige mal! Wir schleudern doch auch keine bebrüteten Waben, dann werden wir sie erst recht nicht pressen, weil hier deutlich mehr aus der Waben in den Honig kommt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • "Kein Ding ist so dumm, dass es nicht doch find sein Publikum"

    Gar nicht dumm, sondern eine interessante Möglichkeit, sich mit seinem Produkt abzuheben. Merke: Marketing fängt beim Produkt an.

    Bei milden Honigen ist der Geschmacksunterschied deutlich.

    Ich muss keinem Kunden erklären, wie sich mein Honig von anderem unterscheidet. Die Bezeichnung Presshonig genügt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)