Bienenbart am Flugbrett

  • Guten Morgen


    Bei uns im Rheinland sind wir vom Frühling kopfüber in den Hochsommer gesprungen - alles was zwei und vier Beine halt, liegt japsend im Schatten, nur die Mädels mit sechs Beinen sind schwer in der Linde am schuften. Bei der nächsten Durchsicht wird das Volk, das noch im Warmbau ist, auf jeden Fall auf Kaltbau umgedreht (quadratische Beuten DN haben Vorzüge), die haben noch mehr zu kämpfen als die anderen. Aber jetzt zu meiner Frage: Gestern hingen zwei größere Bienenbärte am Flugbrett des Volkes, dass noch in Warmbau ist. Die anderen hatten zwar auch ein Flugbrett voller sterzelnder (= ventilierender) Bienen, aber keinen Bart. Unser Bienenvater erklärte uns, dass das die Flugbienen seinen, die im Moment wegen der zu hohen Temperaturen nicht in den Stock wollen/sollen, um's dort nicht noch mehr aufzuheizen.


    Ist das die einzige Erklärung für den 'Bart', oder gibt's noch andere Gründe?


    Sonnige Grüße


    Hedwig

  • Hallo,
    bei mir in der Eifel ist es auch so.
    Ich lasse die Bienen aber im Warmbau.
    Las Sie sich doch auf dem Flugbrett versammeln. Wir gehen doch auch auf die Terasse wenn es warm ist.
    Bei mir im Imkerverein haben das auch einige.
    Ist völlig normal.


    Grüße Bobby78

  • Hallo Bienenfreunde,


    heute 34°C im Schatten, das ist bekanntlich auch die Bruttemperatur im Stock. Meine drei Beuten mit Hochwaben im Warmbau stehen in der prallen Sonne, Fluglochöffnung 69 cm<sup>2</sup>.
    Von Bienenbärten keine Spur, auch das Fächeln nicht stärker als sonst; aber sehr starker Flugverkehr der Wassersammlerinnen, denn Honigtau und Nektarquellen sind bei dieser Temperatur wohl eingetrocknet?


    Viele Grüße
    Frieder

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Das Vorlagern soll auch eine Eigenart der alten dunklen Biene sein. Dort galt es als Vorzeichen von Schwärmen. (vor allem bei der Heidebiene).

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.