Königinnenzucht planen für die Belegstelle

  • Naja ob sich Königinvermehrungfür den Kleinimker mit bis zu X Völkern lohnt würde ich verneinen. Mit 30 Euro kriegt man doch schon ne flotte Königin für die nächsten zwei Jahre!

    Natürlich lohnt sich das für den Kleinimker. Allein die Erfahrungen die man bei der Aufzucht von Königinnen sammelt lohnen sich.

    Lass mal eine Larve ~1€ kosten, dann hast du danach die Wahl ob Belegstelle oder nicht. Und wenn Belegstelle hat Ralf recht, dann auf eine sichere, ansonsten geht auch Standbegattung.

    Die besten Königinnen für deinen Standort / Imkerei kannst nur du selbst machen, auch schon in einem relativ kleinen Rahmen. Dauert dann halt etwas länger.



    Gruß Chris

  • Wer halt einfach mal von einer heiß geliebten Königin nachziehen will, kann auch "Bogenschnitt" oder "Eistreifen" in diesem Internetz suchen. Da braucht es dann auch keine zusätzliche Technik wie Nicot etc. pp., und beim Umlarven kann man auch keine Fehler machen :-)


    Wenn man ein saftiges Pflegevolk bauen möchte, dann scheint mir die Methode vom Michael Palmer gut geeignet (eine Suche bei YouTube hilft für Anschauungsmaterial) und auch für Anfänger umsetzbar zu sein.


    Ich möchte das mit der Vermehrung dieses Jahr auch mal testen, ohne viel davon zu erwarten. Parallel werde ich mir (teilweise noch unbegattetes) Material bei den Profis bestellen. Allein das Erstellen von Begattungseinheiten, zeichnen, Einweiseln etc. sind ja schon Techniken, die man erst einmal erlernen muss, bevor es richtig rund gehen kann.

    Aber einen Zuchtrahmen habe ich trotzdem schon vorbereitet ;-)

  • Wofür möchtest du die Königinnen denn einsetzen?

    Willst du die verkaufen, dann eher Belegstelle.

    Willst du die Kö's rein für dich, dann würde ich Standbegatten lassen.

    Wie schon geschrieben, gibt es bis zu dem Punkt der Begattung auch schon eine Menge Punkte, auf die man bei der Kö-Zucht achten muss.

    Frage ist halt auch, wie hoch der Aufwand für die Belegstelle ist, z.B. Landbelegstelle oder Inselbelegstelle, welche Einheiten, Transport, etc.

    Meine ersten Kö's hab ich übrigens auch über eine Landbelegstelle begatten lassen, war damals auch Teil des Kurses;-)

    Zeitlich finde ich passt das doch soweit ganz gut:

    08.06. umlarven, ca. 20.06. Schlupf, in Begattungseinheiten bringen, 22.06. zum Transport, 24.06. effektiv zur Belegstelle.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Rommerskirchen ist wie Standbegattung :)

    Moin Ralf,

    das mag für jemanden wie dich (und deine direkten Nachbarn) stimmen. Aber du hast >100 Völker mit mindestens brauchbaren Herkünften auf deinen Ständen. Das ist nur sehr bedingt mit den Verhältnissen einer klassischen Standbegattung zu vergleichen.


    Aber du hast natürlich Recht: Rommerskirchen ist eine Gebrauchsbelegstelle, die bietet keine kontrollierte Anpaarung im Sinne einer Zuchtplanung. Wenn man in diese Richtung gehen will, ist Rommerskirchen kaum besser, als Standbegattung.


    Aber was Fortbildung, Gesprächsmöglichkeit, Erfahrungsaustausch etc. angeht, scheint auf Rommerskirchen eine recht gute Stimmung zu herrschen. Gerade für den Anfänger im Bereich Königinnenzucht - optimal.


    Gruß
    Ludger

  • die Vorgehensweise ist mir bekannt.

    Aber nur theoretisch. Imkerstart 2017 mit 3 Ablegern und 1 Volk steht in deinem Profil... Damit hast du 2018 sicherlich noch keinen Sammelbrutableger erstellt. Es geht auch nicht um die verschwendeten Euros für die Larven, sondern um die verschwendete Zeit, wenn du erst Ende Juni loslegen willst.

    Nun 3 Völker sind es nicht mehr ganz, Zur Zeit sind es 15 und geplant sind dieses Jahr auf 25 zu erweitern.
    Sicherlich habe ich nochtr keinen Sammelbrutableger erstellt, da ich bisher meine Königinen gekauft habe. Nun möchte ich aber es selbst versuchen.

  • Ich würde sofort und immer 'Edellarven' nehmen, aber die ersten Jahre vermutlich standbegatten. Man lernt dabei enorm viel und die Bienen werden besser. Es ist wirklich keine Raketentechnik, und je mehr und öfter man das macht, desto schöner ist das Ergebnis. Gekaufte Larven haben den Vorzug, daß sie Dich disziplinieren. Wenn Du das für Dich 'brauchst', geh deswegen auch direkt auf die Bekegstelle. Aber dann richtig, Rommerskirchen ist wie Standbegattung :)

    OK Rommerskirchen wäre nun auch nicht die einzige Möglichkeit. Aber ich sehe das auch so, das man mit gekauften Dingen immer anders umgeht. Natürlich könnte das alles auch zuhause selbst durchspielen, aber ich WILL (Füße stampfen) die Edellarven. :)

    Gruß

    Martin

  • Ich glaube, es geht auch nicht um die Edellarven, das hält rase und zumindest auch ich für sinnvoll.

    Es geht um Standbegattung zuhause oder halt Belegstelle. Hier hat rase nur angemerkt, dass Rommerskirchen wie Standbegattung ist/sein könnte.

    Aber wie auch schon geschrieben, alleine wegen Infos und den Kontakten keine verkehrte Anlaufstelle.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • was Fortbildung, Gesprächsmöglichkeit, Erfahrungsaustausch etc. angeht, scheint auf Rommerskirchen eine recht gute Stimmung zu herrschen. Gerade für den Anfänger im Bereich Königinnenzucht - optimal.

    Das ist ein richtig wichtiger Punkt! Danke! Wir haben hier bei uns tatsächlich ganz gute Bedingungen, weil hier viele guten Völker stehen. Nicht nur meine, zum Glück. Wir haben da leider nicht genug (desbezüglich autark zu sein bezl. Völkerzahl und Topographie wäre natürlich der Hit :) ). Da sind wir meilenweit von weg. Aber Rommerskirchen fand ich schon im Ansatz ein skurriles Ansinnen. Den Punkt mit der Didaktik, der Stimmung usw. hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Superwichtig!

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