Königinnenzucht planen für die Belegstelle

  • Moin,

    Ich möchte gerne dieses Jahr ein paar Königinnen ziehen. Da ich mir das mit dem Umlarvlöffel nicht nicht so recht zutraue, möchte ich mir Zuchstoff holen und später die Königinnen zu Belegstelle bringen. Da ich aber beides anmelden muss, bin ich ein bissel bei der Terminierung am schwimmen.

    Mein Problem: die Abgabe Larven erfolgt am 8.6. Schlupf wäre also am 20.6 und zur Belegstelle ginge es am 24.6. Die Anlieferung erfolgt aber immer Samstags also am 22.6. Der 29.6 wäre ja schön zu knapp bemessen. ist das nicht zu früh oder ist das relativ variabel mit der Belegstelle? Die Hochzeitsflüge finden doch vom 7 bis 10 Tag nach Schlupf statt! So habe ich es zumindest beim Königinnenzuchtkurs gelernt. Die Belegstelle wirbt damit das man seine dort gekauften Larven dann auch dort begatten lassen kann.

    Gruß

    Martin

  • Die Hochzeitsflüge finden doch vom 7 bis 10 Tag nach Schlupf statt!

    Nein, nach 10 Tagen ist die Königin oft schon in Eilage.

    Nach dem Zusammenstellen des Begattungsvölkchens sobald wie möglich zur Belegstelle!

    Ansonsten kann man das doch mit "3-5-8" gut rechnen: Spätestens 13 Tage nach dem Umlarven schlüpft die Königin.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Moin Martin,


    bitte den zuchtstoffabgebenden Imker doch, gemeinsam umzularven, so siehst und lernst du auch noch was :).


    Im Zweifel ist der Züchter etwas flexibler als die Belegstelle, deshalb würde ich prüfen, ob du Zuchststoff nicht auch so erhalten kannst, dass es mit den Terminen besser hinhaut.


    So wie du es darstellst scheint es doch aber eigentlich zu passen, denn wenn am 20.06. Schlupf wäre würde eine Anlieferung am 22.06. klappen. Geht der 22.06. bei dir nicht ? Geschlechtsreif ist die Königin schon nach einigen Tagen nach Schlupf, eine Woche ist da schon zu lang.


    Das ist halt das Problem in der Imkerei, der Imker muss sein Leben um die Bienentermine planen ;) Alternativ larvst du einfach eine Woche später um, dann passt es auch am 29.06.


    Beste Grüße


    Peter

  • Hallo Martin,

    Mein Problem: die Abgabe Larven erfolgt am 8.6. Schlupf wäre also am 20.6 und zur Belegstelle ginge es am 24.6. Die Anlieferung erfolgt aber immer Samstags also am 22.6. Der 29.6 wäre ja schön zu knapp bemessen.

    Das sollte eigentlich passen.

    Normalerweise plant man die Königinnenzucht immer nach den Beschickungsterminen der Belegstelle. Heißt, wenn du am 22.6. beschicken würdest, sollten deine Königinnen 2-3 Tage vorher schlüpfen und in die Begattungseinheiten gesetzt werden.


    Wenn du am 8.6. umlarvst dann kannst du auch direkt am 20.6. deine Begattungseinheiten bilden. Letztes Jahr musste ich auch den Umlarvtermin bei mir um einen Tag nach hinten schieben, da hatte ich auch nur 2 Tage Kellerhaft, war kein Problem.


    Der 29.6. ist zu spät. Die Königin wird ca. 5-7 Tage nach dem Schlupf brünftig und möchte dann ausfliegen. Da würde ich nicht gegenarbeiten.


    Grundsätzlich ist die Königinnenzucht Terminarbeit. Da gibt es nicht viel zu rütteln und zu schieben. Und Umlarven ist jetzt nicht so das Hexenwerk, frag doch mal in deinem Verein oder in deiner Umgebung nach ob dir das ein Imker zeigen kann. Dann einfach Zuhause mal probieren.


    Gruß Chris

  • Die Larven werden von denen abgegeben , die auch für die Belegstelle zuständig sind die Termine sind Fix ( Belegstelle Rommerskirchen). Ich kann auch Planen. Das Problem welches ich nur hatte war eben das eigentlich die Belegstelle erst am 24 dran wäre. Deswegen ja auch meine Frage ob das etwas variabel ist. Das mit dem Umlarveln werde ich dieses Jahr auf jeden Fall üben. Im Kurs hat waren von 10 Larven 6 angenommen worden also fürs erste mal schon ganz nett😁.

    Gruß

    Martin

  • Umlarven ist nicht das Problem.

    Bevor du aber mit Edellarven und Belegstelle anfängst würde ich dir raten erst mal mit eigenen Völkern das Umlarven und vor allem die weitere Vorgehensweise zu üben!

    Du wirst sonst enttäuscht sein, von schlechter/keiner Annahme, von Rückbau, von Verbau der Zellen, von leer geflogenen Begattungskästchen u.s.w. Auf Anhieb wird da wahrscheinlich keine einzige brauchbare Königin bei raus kommen. Nächster Versuch dann erst ein Jahr später...

    Fang also gleich im Mai an zu üben, damit es im Juni dann halbwegs was werden kann.

  • die Vorgehensweise ist mir bekannt. Und ob ich nun nen paar € für Larven ausgebe fällt auch nicht ins Gewicht. Natürlich erwarte ich beim ersten mal keinee 100 Prozent Quote. Und nur Übung macht irgendwann den Meister.

    Gruß

    Martin

  • Wenn man nicht gerade 2 linke Hände oder Probleme mit den Augen ist das Umlarven nicht das Problem.

    Was in meinen Augen wichtiger ist, ist der Aufbau gescheiter Pflegevölker. Du kannst noch so gut umlarven, wenn der Pfleger nix taugt wird das nix. Was du hier sparst kannst du kannst du nicht mehr aufholen.


    Gruß Chris

  • die Vorgehensweise ist mir bekannt.

    Aber nur theoretisch. Imkerstart 2017 mit 3 Ablegern und 1 Volk steht in deinem Profil... Damit hast du 2018 sicherlich noch keinen Sammelbrutableger erstellt. Es geht auch nicht um die verschwendeten Euros für die Larven, sondern um die verschwendete Zeit, wenn du erst Ende Juni loslegen willst.

  • Hey,

    Edellarven und Belegstellen reißen es meiner Meinung nach nicht umbedingt raus, ich würde dieses jahr erst mal einen sammelbrutableger erstellen, pro wabe die du rein tust zwei larven, also zb mit 10 waben 20 larven, mit 5 waben 10 larven, weniger als 5 waben würde ich nicht machen. Dann larvst du um von dem Volk welches dir am besten vorkommt. Wenn die larven nach einem Tag nicht angenommen wurden -egal- einfach nochmal umlarven. Und dann einfach standbegatten. Wenn dieses Jahr alles klappt( was es beim ersten mal nie tut, zumindest bei mir) probier nächstes Jahr Belegstellengegattung und wenn du den dreh mit dem Züchten raus hast( geb dir mal zwei drei Jahre zeit dazu) dann probier mal Edellarven, aber erhoffe dir nicht zu viel davon^^ Gruß Flo

  • Ich würde sofort und immer 'Edellarven' nehmen, aber die ersten Jahre vermutlich standbegatten. Man lernt dabei enorm viel und die Bienen werden besser. Es ist wirklich keine Raketentechnik, und je mehr und öfter man das macht, desto schöner ist das Ergebnis. Gekaufte Larven haben den Vorzug, daß sie Dich disziplinieren. Wenn Du das für Dich 'brauchst', geh deswegen auch direkt auf die Bekegstelle. Aber dann richtig, Rommerskirchen ist wie Standbegattung :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es gibt bei dir in der Nähr dich bestimmt den ein oder anderen Züchter.


    Wenn du jetzt 3 Völker hast, im Frühling bzw. zur Zuchzsaison geeignete kannst du kam einen Sammelbrutableger machen.

    Dann heißt es direkt arbeiten per offenen Starter/Finisher (würde ich sowieso empfehlen, ist wesentlich einfacher und unkomplizierter als die Arbeit per Sammelbrutableger).


    Wenn du einen Züchter in der Nähe hast, dann sprechen mal mit ihm, ob er dir Angepflegte Zellen verkaufen würde und ob du dir die gesammte Anzucht bei ihm mit Angucken kannst.

    Dann bekommst du von ihm 24 Stunden vorgepflegte Zellen und sparst dir den Starter (den wirklich kritischen Teil der schnell daneben geht). Typischer Preis für An gepflegte Zellen wäre Larvenpreis x2 (meist 1€ + 0,5€ für den Stopfen, am besten kaufst du dir dafür einen Rahmen aus dem Nicot System, wenn dir die Zucht gar nicht liegt, wirst du den wieder gut los und es ist der Standard in Deutschland).


    Die Angepflegten Zellen, hängst du dann Zuhause in den Honigraum des nach Anleitung vorbereiteten Finisher, Käfigst am 5 Tag und wartest den Schlupf ab oder verwertet die Zellen.


    Ob du wirklich Königinnen zur Belegstelle schicken willst ist deine Sache und würde ich nicht von deiner Imkerzeit abhängig machen. Wenn du aber nur 2-3 Völker hast, würde ich das lassen, mach lieber ein paar Völker, die echte Arbeit mit Belegstellenköniginnen braucht einfach eine breitere Basis und nur ein paar Königin von der Belegstelle zu haben, bringt dich nicht weiter.

    Im nächsten Jahr hast du dann sowohl mehr Erfahrung und Bienen und man kann über einen sinnvollen Belegstellenbesuch reden.

    Erwarte von einer Belegstellenkönigin bloß keine Wunderleistungen, die wirklich leistungsfähigen Königinnen gibt es in der F1

  • Hi!


    Naja ob sich Königinvermehrungfür den Kleinimker mit bis zu X Völkern lohnt würde ich verneinen. Mit 30 Euro kriegt man doch schon ne flotte Königin für die nächsten zwei Jahre!


    Fürs Erlebnis und die Freude kann ich aber jedem nur raten zumindest ab und an eigene Königinnen zu ziehen - Selektion im kleinen Rahmen kann ja auch stattfinden, nur erhebliche Verbesserungen wird man damit kaum erzielen können.


    Umlarven von einer Reinzuchtkönigin macht Sinn, aber dann brauchst du nicht auf eine Gebrauchsbelegstelle, sondern läßt die bei dir am Stand begatten. F1-Effekt!


    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)