Lohnt sich ein Imkerschild an der Haustür?

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    Hallo GdBK,

    geht's nicht noch eine Spur dramatischer? Was sollen den diese Unterstellungen, dass ich schlampige Imkerei (Lebensmittelherstellung) betreibe? Da liegt die Sünde wohl im Auge des Betrachters. Selbstverständlich habe ich nichts zu verbergen. Also lass mal Luft raus.

    Es geht einfach nur darum, dass man es als kleiner Privatverkäufer nicht unbedingt auf dem Schirm hat, dass ein Verkaufsschild Öffentlichkeit herstellt, mit all' dem, was das mit sich bringen kann. Die mögliche Kontrolle war nur ein Aufhänger, ich dachte, dass sei aus dem Kontext klar ersichtlich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Adams

  • Hallo Manuel,


    mein Honigschild hatte keinen Erfolg.


    Ich habe dann irgendwann angefangen samstags einen kleinen SB-Verkaufsstand mit einer offenen Vertrauenskasse an das Gartentor zu stellen. Anfangs wurde dann häufig wegen Wechselgeld geklingelt. Einige klingeln auch, weil sie ihren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht vertrauen und das Geld lieber persönlich abgeben wollen.

    Die hierbei gewonnenen Stammkunden klingeln nun auch unter der Woche das ein oder andere Mal. Das hält sich aber in Grenzen. Denn die Leute wissen inzwischen, dass der SB-Verkaufsstand am Samstag steht. Sie kaufen dann früh auf dem Weg zum Bäcker oder in Verbindung mit den Wocheneinkauf bei der Imkerei Engel ihren himmlisch guten Honig. :)


    Viele Grüße aus den verschneiten Nürnberg

    Matthias

  • Hallo,


    Llecter / Ralf Adams


    Nichts unterstelle ich - ich frage nur nach,

    und das ist an dem "WAS" und dem "?" doch klar zu erkennen.


    Aber das meine Nachfrage so wie von Euch beantwortet wird,

    lässt mich an eine Weisheit meiner Altvorderen denken:


    "Der getroffene Hund bellt !"


    ... und welchen (Kontrolleur-)Punkt habe ich bei Euch getroffen ?


    Und die eigentliche Frage(n) bleiben durch Euch unbeantwortet ....


    Llecter

    Bei Dir war noch kein Kontrolleur,

    wie ich Deinem Schreiben in #35 entnehmen kann.

    Denn Du unterstellt da gerade Diesem und der Behörde etwas ....


    Persönlich finde ich Deinen abschließenden Satz:

    "Das mein Honig in Ordnung ist, weiß ich auch ohne Kontrolleur."

    äußerst Arrogant.

    Ist Dein Honig und/oder deine Honiggewinnung/-verarbeitung schon mal in irgend einer Art geprüft worden ?

    Hinweis:

    Unser Honig wird jährlich untersucht, ob mit oder ohne Schild an der Haustür !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Bienenknecht schrieb:

    Nichts unterstelle ich

    :/

    Bienenknecht schrieb:

    "Der getroffene Hund bellt !"

    Bienenknecht schrieb:

    ... und welchen (Kontrolleur-)Punkt habe ich bei Euch getroffen ?

    War wohl so eine Art Vorahnung :D

    Zitat

    Persönlich finde ich Deinen abschließenden Satz [...] äußerst Arrogant.

    So einen Kommentar und dann einen Beitrag wie den oben zu verfassen... Genau mein Humor :)

    Zitat

    Und die eigentliche Frage(n) bleiben durch Euch unbeantwortet ....

    Vielleicht habe ich ja keine Lust auf diesem Niveau zu diskutieren, zudem ist das ein völlig anders Thema und wir sind hier eh weit weg vom eigentlichen Thema... Sorry für den Off-Topic. Dennoch, es tut mir leid, wenn ich dir mit meinem Beitrag zu Nahe getreten bin und entschuldige mich dafür.


    Zum Thema selbst kann ich mich auch nur wiederholen. Angst vor Kontrollen braucht man sicher nicht zu haben, drauf freuen muss man sich deswegen aber auch noch lange nicht. Das Imkerschild würde ich daher vor allem dann dran machen, wenn es mir gefällt und, ganz wichtig, wenn ich aufkommende Kundenwünsche auch bedienen kann. Entweder durch hohe Anwesenheitszeiten oder eine Art Kasse des Vertrauens. Wer 2x umsonst geklingelt hat versucht es beim dritten Mal wohl woanders.


    Eines meiner Projekte für dieses Jahr ist auch die Entwicklung eines personalisierten Logos für einen hohen Wiedererkennungswert um dem Kunden zu signalisieren: hier gibt es nicht irgendeinen Honig sondern DEN Honig :) Mit einem entsprechenden Logo auf einem individualisierten Schild (wie aus dem schönen Beispiel von Waldfrau ) verspreche ich mir dann auf Dauer auch etwas mehr Erfolg als vom gelben Klassiker. Aber das sind bisher nur Hoffnungen und keine Erfahrungen.

  • Hallöchen Llecter ,

    ich denke auch ein personalisiertes Schild ist mehr wert als der 0815 gelbe Klassiker. Wie in den Beiträgen vorher schon erwähnt, sollten Schild/ Etiketten/ Visitenkarte/ Onlinepräsenz einen gemeinsamen Nenner, einen Wiedererkennungswert haben, zB. ein Logo.

    Und für alle die den Kostenfaktor scheuen: ich habe für mein A3-Schild 29€ bezahlt. Der Rahmen ist Marke Eigenbau von mir (Material 6€?), für die Ewigkeit vom Mann meines Herzens einbetoniert :S.

    Überschaubarer Betrag für eine schöne Aussenwerbung!


    Liebe Grüße

    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Zum eigentlichen Threadthema:


    Ich denke die paar Euro für ein Schild sollten sich irgendwann ausgezahlt haben. Und das Risiko dass sich mal ein Nachbar nur deswegen beschwert (vorher sind ihm die Bienen gar nicht aufgefallen) oder ein Kontrolle zu erdulden sind meiner Meinung nach gering. Sehe die Schilder auf dem Land bei uns in Niederbayern regelmäßig. Wär das so ein Problem wär das nicht der Fall.


    Und nun:

    Ihr seit also nicht bei der Tierseuchenkasse und dem Vetreinäramt gemeldet ?

    Beim Veterinäramt schon und Betriebsnummer habe ich auch beantragt.
    Aber von der Tierseuchenkasse hör ich jetzt zum ersten Mal.
    Grade aber nachgeguckt: Bei uns in Bayern sind Bienen dort weder beitrags- noch meldepflichtig und im Meldeformular ist deswegen auch keine Möglichkeit diese anzugeben. Ist das bei euch in Hessen wohl anders?


    Wobei da ich gerade folgendes gelesen habe, sollte ich mich trotzdem mal erkundigen wegen einer freiwilligen, beitragsfreien Anmeldung:

    • Bei nicht beitragspflichtigen Tierarten - z.B. Bienen, Gehegewild und Ziegen - trägt der Freistaat Bayern im Ergebnis 100 % der Entschädigungszahlungen; hier ist die Bayerische Tierseuchenkasse nur für die Festsetzung und Auszahlung der Leistung zuständig.

    Also Danke für den Hinweis!

  • Ich habe nichts zu verbergen, alles ist ordnungsgemäß gemeldet und dokumentiert, aber danke trotzdem für den Hinweis mit eventuellen Kontrollen ;):thumbup:

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland an der Grenze zum Märkischen Kreis

  • Hallo,

    Beim Veterinäramt schon und Betriebsnummer habe ich auch beantragt.

    Aber von der Tierseuchenkasse hör ich jetzt zum ersten Mal.
    Grade aber nachgeguckt: Bei uns in Bayern sind Bienen dort weder beitrags- noch meldepflichtig und im Meldeformular ist deswegen auch keine Möglichkeit diese anzugeben. Ist das bei euch in Hessen wohl anders?


    Tierseuchen-Kasse für Bienen in Hessen:


    Meldepflicht besteht für alle Bienenvölker >LINK

    - für die im Landesverband hessischer Imker organisierten wird das mit der jährlichen Völkermeldung gemacht

    - nicht organisierte Imker müssen dies selbst machen


    Beitrag zur Tierseuchenkasse in Hessen >Link Beitragssatzung

    - der Beitrag ist derzeit ausgesetzt


    Hinweis: das kein Beitrag bezahlt wird, befreit ausdrücklich nicht von der Meldepflicht in Hessen

    Aus dem Nachbarlandkreis (in NRW) weiß ich das die dort 10,-€ pauschal bis 10 Völker an die Tierseuchenkasse zahlen, das muß jeder für sich selbst bestimmen, hier hilft der örtliche Verein.

    Das es in Deutschland auch vereinzelt eine "Meldefreiheit" für Bienen bei der TSK wie bei Euch gibt, wußte ich nicht.



    Veterinär-Ämter:

    Meldepflicht mit Standort Angabe besteht,

    teilweise wird dies für organisierte Imker von Ihrem Ortsverein übernommen (dann reicht dem örtlichen AmtsVet die Adresse des Imkers),

    ist aber von AmtsVet Bereich zu AmtsVet Bereich recht unterschiedlich.

    z.B. kommt zur Futterkranzprobe hier im Landkreis der bestellte BSV,

    im Nachbarkreis ein MA vom AmtsVet der außer einem "Schnellkurs" beim BI, keine Ahnung von Bienen hat

    beim hessischen AFB Monitoring macht das hier und da der BSV ...


    BTW: Imker in Hessen bekommen, wenn sie sonst keine Landwirtschaft betreiben, keine Betriebsnummer. Auch nicht unbedingt wenn man wie wir noch andere Tiere bei der TSK/AmtsVet meldet.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.