• Ich weis ja nun nicht was Randschicht bedeutet, aber bei 5°C ist meiner Meinung nach, eine Biene tot.

    Die Randschicht der Wintertraube ist gemeint. Dort verklammt keine Biene, weil ja, wie bekannt, die Bienen fortwährend wechseln. Einfach genial, wie die Bienen organisiert sind.

  • Zitat aus dem Bienenlexikon Ausgabe 2002:

    Die Temperatur der Randbereiche darf nicht unter 7-8°C absinken. Bienen die längere Zeit dieser Temperatur ausgesetzt sind, sterben ab.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo ich noch mal, habe 1973/74 einen Versuch gemacht, indem ich eine gut isolierte Trogbeute gebaut habe, darin links und rechts ein Volk eingewintert und in einem Mittelraum ab Anfang März mit einer 25 W

    Glühbirne geheizt habe. Zusätzlich 5 m davor eine Schutzdach mit Wasser und Sojamehl aufgestellt und beides mit Infrarot beheizt. Das Ergebnis war, kein Entwicklungsvorsprung gegenüber der Normbeute 52 in Blockaufstellung.

    VG aus der Börde

  • Bruder Adam schrieb in einem seiner Bücher übers Isolieren der Beuten.

    Ich glaube ein Amerikanischer Imker hatte diesen "Trend" damals gestartet.

    Dabei wurden die Beuten z.B. mit einer dicken Laubschicht umgeben.

    Die Überwinterung war Problemlos damit, auch Schimmelte keine der Waben.

    Nur wollten die Völker alle im Frühjahr nicht in Schwung kommen.

    Bei Versuchen im Winter darauf lief es ebenso ab.


    Er hatte wohl auch versuche mit verschiedenen Wandstärken gemacht ohne große Unterschiede zu erkennen.


    Eventuell brauchen die Damen ja die Kälte als Signal nach dem Motto ein Winter ohne längere Minusgrade kann noch nicht vorbei sein also nur vorsichtig brüten.


    Hier wäre es interressant zu wissen wie sich Arten verhalten die keinen Winter kennen.


    In Russland wo -20 und weniger jetzt nicht so ungewöhnlich ist sollen Völker schon mal einen zusätzlichen Schutz bekommen wurde mir von dort abstammenden erzählt.

  • Zitat aus dem Bienenlexikon Ausgabe 2002:

    Die Temperatur der Randbereiche darf nicht unter 7-8°C absinken. Bienen die längere Zeit dieser Temperatur ausgesetzt sind, sterben ab.

    Hallo Drobi,

    passt doch :u_idea_bulb02:


    - Temperatur der Randschicht * zwischen 5° und 10° C

    * der Wintertraube

    Angaben, auch in der wissenschaftlichen Literatur, schwanken immer etwas. Ist doch nachvollziehbar,

    vor Allem wohl auch, wenn das untersuchte "Objekt" ein lebendiger Organismus ist.

  • Da sie sich nie an Bücher halten....

    Ich denke dickere Wände helfen kurzzeitige Hochs und Tiefs abzuschwächen (pralle Sonne, eiskalte Windböen).

    Vermutlich is es wie Salz.

    Zu wenig schmeckt nicht und ist tödlich, genauso wie zu viel.

    Was genau richtig ist, ist für jedem anders, nach Laune, Gericht, Körperzustand und Herkunft abhängig.

  • Hallo, habe nochmal Rescherchiert und nachgedacht, ich überwintere mit 22 mm Beutenwand und zweizargig. Derzeit sitz die Wintertraube zu 2/3 in der untereren Zarge, darüber sind ca. 12 bis 15 kg Futter. Diese Menge speichert Wärmenergie, besitzt aber schon aufgrund der Masse eine gewisse Trägheit und gleicht somit die Stocktemperatur bei Schwankungen der Außentempatur aus. Man könnte das berechnen, wobei die spezifische Wärmekapazität des Futters, deren Masse und die Temperaturdifferenzen, Bientraube zur Umgebung, Temperaturdifferen Innen zu Außen und die Wärmeleitfähigkeit von Außenwand und Deckel sowie der offene Boden einfließen. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass es der Bien nicht schafft, diese Futtermenge im Winter mit zu heizen. Wir haben doch Physiker unter uns, rechnet es doch mal nach.

    VG Jörg

  • Die Bienen überwintern am sichersten wenn sie das Futter über dem Kopf haben. Jörg da passt doch alles.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo, habe nochmal Rescherchiert und nachgedacht, ich überwintere mit 22 mm Beutenwand und zweizargig. Derzeit sitz die Wintertraube zu 2/3 in der untereren Zarge, darüber sind ca. 12 bis 15 kg Futter. Diese Menge speichert Wärmenergie, besitzt aber schon aufgrund der Masse eine gewisse Trägheit und gleicht somit die Stocktemperatur bei Schwankungen der Außentempatur aus. Man könnte das berechnen, wobei die spezifische Wärmekapazität des Futters, deren Masse und die Temperaturdifferenzen, Bientraube zur Umgebung, Temperaturdifferen Innen zu Außen und die Wärmeleitfähigkeit von Außenwand und Deckel sowie der offene Boden einfließen. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass es der Bien nicht schafft, diese Futtermenge im Winter mit zu heizen. Wir haben doch Physiker unter uns, rechnet es doch mal nach.

    VG Jörg


    kurzzeitige Peaks in der Brutnesttemperatur bis zu 38C°


    Gelegentlich heizen sie alles auf nach dem hier... ob zum verflüssigen oder nur zum transport oder sowohl als auch sei dahingestellt.