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    Hallo,


    Dann ev. noch der Vergleich der über diese Zeit genutzten Baumhöhlen mit den Beuten, die heute in materialsparender Form zum Verkauf / Einsatz kommen, ist doch wohl nicht ernstgemeint?

    Was macht das für die eng sitzende Wintertraube für einen Unterschied?

    DenUnterschied macht der Wärmedurchgang durch 22mm bzw. 100 / 200 /400mm Holz.

    Ein wärmerer Körper strahlt in einer kälteren Umgebung WÄRME ab.

    Wie sonst kühlt die Wintertraube von etwa 25 auf etwa 15 Grad ab?

    Und wo ist das häufiger? In einer dünnwandigen oder in einer dickwanstigen „Behausung“?

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo Harald,

    eine dicke Beutenwand isoliert besser als eine dünne, es kommt außerdem auf das Material an (Wärmeleitfähigkeit). Aber auch Luft ist ein schlechter Wärmeleiter (Gase im allgemeinen), hier ist die ruhende Luft gemeint. Luft zirkuliert in einem geschlossenen Raum wenn sie unterschiedliche Temperaturbereich (Eärmequelle) aufweist (Entropie 1. HS der ThD). Warme Luft steigt nach Oben (geringere Dichte), da leichter. Ist die Beute oben nicht ganz dicht, entweicht die Wärme mit der Luft (Kaminwirkung). Ansonsten kühlt sie Oben ab und fällt nach Unten. Es kommt deshalb nicht so sehr auf die Seitenwände sondern auch die Abdeckung an. Entscheidend ist aber nicht die Beutenwand sondern das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen der Wintertraube! In einer idealen Wintertraube (Kugel) Wächst die Oberfläche mit steigendem Rafius in der 2. Potenz das Volumen aber zur 3. Potenz. Das heißt je größer die Kugel um so weniger Bienen sind verhältnismäßig im „Außendienst - Oberfläche) und um so mehr sitzen gerade im Warmen. Hieraus folgt, je mehr Bienen in der Wintertraube um so niedriger die Frequenz des Aufwärmprozesses. Daraus folgt geringerer Stoffwechsel = längere Lebenserwartung der Winterbienen. Die AußenwandDicke spielt im Winter nicht die maßgebliche Rolle.So die Theorie.

    Grüße aus der Börde

  • Entscheidend ist aber nicht die Beutenwand sondern das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen der Wintertraube!

    So ist es und darum benötigen stärkere Völker auch relativ zu schwächeren Völkern weniger Energie (kJoule / 1000 Bienen). Die Kiste und die Dicke der Außenwandung ist bei aktuellen Temperaturen weniger entscheidend, sofern sie Schutz gegen Wind und Wetter bietet. Das tun alle gängigen Beuten. Die Isolierung erfolgt derzeit nicht durch die Kastenwandung, sondern durch die unbewegte Luft in / zwischen den Waben. Das ist im Baum mit 40 cm Wanddicke so wie auch bei Holzbeuten mit 2 cm.


    Verlassen die Bienen die Wintertraube aufgrund steigender Temperaturen, kommt der Isolationseffekt der Wandung immer mehr zum tragen. Das kann man bei der Durchlenzung gut beobachten, wenn man Styroporbeuten mit Holzbeuten vergleicht.


    Ist ja alles bekannt...

  • Bin ja kein Physiker oder dergleichen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei einer mehrere Wochen bis Monate dauernden Zeitperiode mit Temperaturen deutlich unter 25°C eine wesentliche Rolle spielt, ob eine Beutenwand 2cm oder 5cm dick ist.


    Georgie Danke für Deine Ausführungen! Diese kann sogar ich verstehen und nachvollziehen. :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Besser als meine Vorredner hätte ich es nicht erklären Können :daumen:

    Danke dafür.

    Und keinimker , wir sind hier beim Thema -20°C und nicht 2 Monate weiter, wenn das Brutgeschäft schon möchtig am laufen ist:wink:

  • Hallo,

    mir ist bekannt, dass wir über Wintertemperaturen reden.

    Nur eine Anmerkung: Wenn es auf die Dämmwirkung des Deckels ankommt, und die Dämmung gutgenug ist, warum kühlt die warme, aufsteigende Luft an diesem genügend gedämmten Deckel ab?

    Und die abgekühlte Luft, die sich nun an den Beutenwänden nach unten bewegt, kühlt weiter ab und es wird der Kondensationspunkt erreicht = Kondenzwasser schlägt nieder. Früher oder später je nach Eigentemperatur der Beutenwand.

    Da soll es aber in Abhängigkeit von der Wandstärke keinen Unterschied geben.

    Da werde ich prüfen: Zargen aus 4mm Sperrholz!


    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo Harald,

    bitte richtig lesen! Von keinem Unerschied war nicht die Rede, sondern was bei -20 C relevant ist. Und es war die Frage nach 20, 100 oder 400 mm Holz. Fakt ist, der Innenraum bleibt im Winter solange die Wintertraube kompakt ist kalt, sehr kalt. Habe das mit Infrarotthermometer gemessen. Probiere Sperrholz aus, ein Problem bekommst Du erst wenn die Völker in Brut gehen und die Wintertraube sich auflöst.

    VG Jörg

  • Na gut. Ich tu’s nicht.

    Hast Du bei 100 oder 200mm gemessen?

    Und, warum ist die Wintertraube, die außen wärmer ist als ihre Umgebung, der einzige Körper, der keine Strahlungsverluste haben soll.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • ... und die verklammern außen nicht?

    Bei Minusgraden!

    Aaaalso nun , wat is een " Wintertraube"


    - Temperatur des Kerns der Wintertraube zwischen 20 und 30°C bei Außentemperaturen unter 0° C

    zwischen 17 und 25°C bei Außentemperaturen von 0°-6° C


    - Temperatur der Randschicht zwischen 5° und 10° C


    Das starke Absinken der Temperatur der Wintertraube zur Randschicht hin bewirkt eine Verringerung der Temperatur Differenz zur Umgebung. Die Verringerung der Temperatur Differenz zieht einen

    starken Rückgang der strahlungsbedingten Wärmeverluste nach sich.

    Die Bienen sorgen also durch ihren fortwährenden Austausch im "Innen-" und "Außendienst" dafür,

    dass einerseits die Äußeren nicht verklammen, sie andererseits sich auch nicht zu Tode (ab)strahlen.

    Das würde nämlich geschehen , wenn die Randschicht ebenso warm wäre, wie der Kern.

    Ich war am Bücherregal für Dich, Harald. Die Quelle habe ich Dir ja in einem früheren Thread genannt.

    Schönen Abend an alle :).

  • - Temperatur der Randschicht zwischen 5° und 10° C


    Das starke Absinken der Temperatur der Wintertraube zur Randschicht hin bewirkt eine Verringerung der Temperatur Differenz zur Umgebung. Die Verringerung der Temperatur Differenz zieht einen

    starken Rückgang der strahlungsbedingten Wärmeverluste nach sich.

    Ergänzend ist die Umgebungstemperatur direkt in der Nähe der Traube aufgrund der nicht bewegten Luft höher als an den Außenwänden. Es gibt also zusätzlich noch ein Temperaturgefälle Oberfläche Wintertraube - angrenzende Wabengassen - Futterwaben - Außenwände, wenn auch ein sehr geringes.

  • Hallo zusammen,

    es ist schon ein Wunder wie das der BIEN hinbekommt.

    Aber alle Erklärungen sind Versuche.

    Es bleibt für mich dabei: Die Beutenqualität ist Dreh- und Angelpunkt. Dabei spielt die Wandung keine untergeordnete Rolle. In naher Zukunft wird ein’ges neu gedacht werden.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich erinnere mich irgendwo gelesen zu haben, das die minimale Wandstärke der Beute 18mm sein soll und da gibt es dann auch keine größeren Probleme im Frühjahr.


    Ich weis ja nun nicht was Randschicht bedeutet, aber bei 5°C ist meiner Meinung nach, eine Biene tot.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)