Auffüttern

  • Hallo,
    wann muß ich eigentlich mit dem Auffüttern der Bienenvölker beginnen. Wie lange sollte das Auffüttern dauern (innerhalb von wieviel Tagen) und wieviel Futter sollte jedes Volk bekommen. Ich weiß zwar das diese Frage "etwas früh" gestellt ist, aber ich möchte mich rechtzeitig informieren. Z. Zt. stehen meine Bienenvölker im Wald, wo auch ein sehr reichhaltiges Angebot besteht (Brombeeren, Faulbaum etc.). Nach der Waldtracht will ich die Völker wieder zu meinem Heimatstand bringen, dort ist dann aber keine großartige Tracht mehr vorhanden.
    Wie lange dauert die Waldtracht eigentlich an?


    Über Ratschläge würde ich mich freuen.

  • Hallo Biene 25, Die Einfütterung solltest Du unmittelbar nach dem Abernten Deiner Völker beginnen. Als Faustregel gilt je Wabe im Wintersitz ein Kilo Futter. Gib das Futter in zwei bis drei größeren Gaben. Wenn Du keine gute Tracht bei Dir zuhause hast, warum läßt Du Deine Völker nicht im Wald? Der Wald bietet den Bienen immer was.Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,
    habe seit 3 Monaten 1 Jungvolk bei uns im
    Garten stehen. Ich bin mir beim Auffüttern nicht schlüssig, wieviel Zuckerwasser ich geben soll und ob ein Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Fütterungen eingehalten werden sollte.
    Kann mir jemand weiterhelfen ?

  • Hallo Uwe,
    bin auch Anfänger, möchte dir trotzdem mein Vorgehen beschreiben. Vielleicht kann ja ein alter Hase noch was dazu sagen. Ich habe dieses Jahr zwei Ableger gebildet, die immer gefüttert wurden und mittlerweile auf einer Zarge, 10 Zanderwaben sitzen. So werde ich auch einwintern. Habe letzte Woche mit dem Auffüttern begonnen und jedem die Futtermenge von 8l Zuckerwasser (Verhältnis 3:2,=6kg Zucker) gegeben, die innerhalb von wenigen Tagen aufgenommen wurden. Nun werde ich bis Mitte September warten und dann die zweite Futtergabe verabreichen, gleiche Menge, gleiches Verhältnis. Habe gehört, dass bei zu schneller Auffütterung eines Ablegers, der auf einer Zarge sitzt, evtl. zu wenig Platz für Brut bleibt und die Entwicklung (Individuenzahl) der Winterbienen darunter leidet.


    Gruß Magnus

  • Immer wieder wird "Futter" und Zucker verwechslt. Ist eingetragenes Winterfutter gemeint oder Zuckerwasser?. Wenn pro Wabe 1 Kg gefüttert werden soll, dann handelt es sich wohl um Zucker-Trockensubstanz(Z-TS). 1 Liter Zuckerwasser 3:2 enthält 800 Gramm Zucker. Jetzt ist die Rechnung einfach. Da ein kleines Volk relativ mehr Futter benötigt als ein großes, geht die pauschale Rechnung mit einem Kilo je Wabe nicht auf. Ich füttere Einetagern 15 Liter Zuckerwasser (= 12 Kg Z-TS), Zweietager bekommen 25 Liter (= 20 Kg Z-TS).
    Apiinvert enthält 1 Kg Z-TS, was auch geringere Verarbeitungsverluste für die Bienen zur Folge hat. Deshalb füttere ich bei Apiinvert (bzw. Ambrosia Sirup) Einetagern 10 Liter, Zweietagern 16 Liter. Sitzen die Völker zu Beginn der Einfütterung arg trocken, bekommen sie auch mal 1-2 Liter mehr. Aber das reicht dann immer.

    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

  • Hallo,
    ich füttere meine Völker mit einer selbst hergestellten Zucker-Wasser-Lösung (3:2) auf. Mein eines Volk (knapp zwei Zargen) braucht jetzt schon fasst zwei Wochen für eine Lösung mit 5 kg Zucker-Trockensubstanz. Ich habe während des Auffütterns eine Varroabehandlung gemacht.
    Woran kann es liegen, dass das Volk die Lösung nur so langsam aufnimmt? Wie kann ich es evtl. beschleunigen?
    Vielen Dank im voraus
    :smile: Paul

  • Hallo Paul,


    mit was hast Du denn gegen Varroa behandelt? Evtl. mit AS? Dann kann es sein dass Deine Zuckerlösung sauer wurde. (Das bedeutet Du kannst sie wegschmeißen.)
    Wärend einer AS Behandlung niemals naß füttern!


    Oder eine andere Möglichkeit wäre das Deine Mädels keinen Platz mehr haben um das Futter einzulagern - hast Du das überprüft?


    Notrmalerweise sollte ein starkes Volk 6 Liter Futterlösung in 2-3 Tagen weghaben.


    Gruß
    Franz

  • Hallo Paul!


    Falls du mit einer Futterzarge fütterst, schau doch mal nach, ob die Folie richtig zurückgeschlagen ist.
    Ich hatte nämlich genau das gleiche Problem. Bei einem meiner Völker war die Folie zurückgerutscht und hatte den Zugang zur Futterzarge versperrt.


    Gruß Botze

  • Hallo Paul !


    Überprüfe mal ob das Volk noch eine Weisel besitzt, schlechte Futteraufnahme wäre ein Zeichen hierfür (schau auch mal nach dem Gesamtzustand des Volkes wie Gesundheit oder Bienen/Raumverhältnis). Zuckerwasser kann mit der Zeit verderben (Schlierenbildung), war die Futtermenge der Volkesstärke angemessen ?


    Hallo Franz !


    Deinen Ausführungen muß ich leider wiedersprechen. Gerade bei einer AS Behandlung ist es wichtig das auch offenes Futter in den Völkern ist. Das das Futter übersäuert ist kann ich mir kaum vorstellen.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Frank Osterloh am 2002-09-12 15:01 ]</font>

  • Hallo Frank,


    ich wiedersprech Dir nicht, offenes Futter im Volke ist auch vollkommen OK. Das ist aber meist schon eingedickt und hat einen geringeren Wassergehalt.
    Ich habe mehr von "angebotenen" Futter gesprochen. Ob dies wärend einer AS Behandlung schaden nimmt ist nicht nur vom Wassergehalt des Futters abhängig, sondern auch davon mit was man füttert - sprich ob die AS großflächig an die Futterlösung kommt.


    Um diese Gefahr auszuschalten füttere ich nie wenn ich mit AS behandle. Vor allem nicht wenn ich Futter verwenden möchte welches einen hohen Wassergehalt hat.



    Gruß
    Franz

  • Hallo Franz,


    ich konnte bei der bei mir heimischen Imkerart folgendes Beobachten:
    Futtereimer mit Apiinvert (flüssig) in Leerzarge, darauf mit 2 Holzleisten zur „Unterlüftung“ ein Schwammtuch mit mit 60% AS. Funktioniert.


    Gruß


    Matthias

  • Hallo Miteinander,


    offenes Futter ist grundsätzlich falsch, da es die AS bindet und die Wirkung sehr verschlechtert. Richtig ist, dass sich bei der AS Dauerbehandlung ein Futterkranz zwischen dem AS Gefäß un den Bienen (Brut) befinden sollte.

  • Hallo,


    danke Franz Xaver - ich dachte schon ich sei der einzige der Anleitungen und Untersuchungsergebnisse zur AS Behandlung ließt.


    Leider ist offenes Futter im Bienenvolk oft nicht zu vermeiden, wenn man aber ein paar Tage nach dessen Einlagerung wartet ist der Wassergehalt schon geringer - und das Wasser bindet die AS, nicht der Zucker.


    Apiinvert ist ein relativ trockenes Futter - aber auch hier würde ich keine AS Behandlung parallel machen. Negative Beeinträchtigungen beim Verzehr eines "AS-haltigen" sprich sauren Futters ist im Frühjahr oft nicht mehr zu erkennen.


    Wenn ich von AS Behandlung spreche meine ich AS-Stoßbehandlung mit dem Schwammtuch. Eine Langzeitbehandlung mach ich nicht.



    Gruß
    Franz