Drohnenmilch

  • Hallo again,

    habe nun aus dem Absperrgitter einer Heroldsbeute ein U gebogen, passt genau in meine Zander Kunststoff-Futtertaschen. Dort hinein kommt die ausgeschnittene Drohnenwabe und mit einem Holz-T Presse ich diese zusammen. Die Zellen brechen zusammen und der Saft spritze rechts und links direkt und NUR gegen die Wand der Futtertasche. Vier Waben presse ich nacheinander. Das Wachs bleibt unten als "Brikett" übrig, wird platzsparend eingefroren und wird so geruchsfrei auf das nächste Einschmelzen. Die Drohnenmilch wir auch portioniert eingefroren und von der Igelstation liebend gerne abgeholt.

  • wBienen : Vielen Dank für das Vorstellen dieser ebenso einfachen wie interessanten Lösung!

    Folgende Fragen:

    - Die Futtertasche läßt wieviel Abstand zum Preßgitter (zu den Seiten und nach unten zwischen Boden der Futtertasche und Boden des Preßgitters)? Kannst Du Lieferant/ArtNr. der verwendeten Produkte nennen?

    - Wie lange hast Du praktische Erfahrung damit? Kannst Du ggf. Optimierungsmöglichkeiten bereits absehen? Gibt es Korrosionserscheinungen am Metallgitter?

    - Wie schmilzt Du die Preßkuchen ein und kannst Du über die Ausbeute/Restabfallmenge v.a. im Vergleich zum Ausschmelzen von leeren BrW etwas sagen?


    p.s.: Hat jemand Erfahrungen mit dem zentrifugieren von DrW gemacht z.B. mit einer Haushaltzentrifuge?

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  • Hallo Ribes,

    zwischen Futtertasche und Gitter ist nicht viel Platz, da ich das Gitter-U nicht weiter fixiere wird es beim Pressen auch nach außen gebogen und liegt dann an der Futtertasche an. Die Futtertasche ist eine Standard Zweirahmen-Tasche im Zander-Maß, das Gitter ist in dem Maß für die Heroldsbeute und passt von der Breiter dann genau rein. Das Gitter ist verzinkt und Rost habe ich bislang auch an den Gittern die ich in den Beuten nutze noch nicht gehabt. Nach drei Waben entleere ich die Presse und gebe die Drohnenmilch in einen Eimer, einfrieren tue ich portionsweise in leeren Frischkäse-Döschen, die ich immer wieder nutze und fülle. Die gefroren Blöcke sammeln ich in einem Gefrierbeutel bis ich einige Liter zusammen habe und es lohnt es zur Igelstation zu bringen. Den Presskuchen friere ich zunächst auch ein und sammle so platzsparend das Wachs bis ich den Dampfwachsschmelzer das nächste Mal brauch. Dann einen Tag vorher zum auftauen schon da hinein und mit dem ausschmelzen der Waben wird dann auch der Presskuchen flüssig und von den Drohnenresten getrennt.

    Es bleibt eine gewöhnungsbedürftige Arbeit, aber der Wunsch mit der Arbeit der Bienen noch etwas nützliches zu verbinden treibt mich zu der Extra-Arbeit und das Feedback der Igelstation motiviert mich es weiter zu tun. Das Reinigen der Gerätschaften mache ich mit Regenwasser im Garten, nicht lecker aber man gewöhnt sich daran.

    Was die Optimierung angeht, es geht sicher besser, aber ich möchte keinen weiteren Aufwand betreiben, so dass ich es zunächst so weiter praktiziere, bin aber sehr interessiert wenn es weiter/ andere Erfahrungen gibt.

    Gruß

    Markus

  • wBienen : Lieber Markus,

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das Heroldgitter hat die Maße: 477 x 405 mm? Die Futtertasche eine Innenlichte von 420 x 220 x (60 ...80, da konisch) mm?

    Steht das Gitter -> der Preßkuchen dabei in der Drohnenmilch oder ist nach unten noch genügend Platz für Dr-Milch aus 3 DrW?

    Ich shreddere die tiefgefrorene DrBrut mit der "Bienenbrot-Erntemaschine" von Wilara, die ich aber gern bei kühlen Außentemperaturen betreibe, die es im Sommer nicht gibt (#53, 59):


    Drohnenmaden zubereiten


    Wenn meine Gefrierkapazitäten schwinden, wäre die von Dir vorgeschlagene Erntemethode eine Alternative für mich.


    Mit imkerlichen Grüßen - ribes