Honig hat Körnchen trotz Rührmaschine

  • Hallo zusammen,


    ich stehe vor einem Rätsel. Es geht um Frühtrachthonig mit viel Löwenzahnanteil. Er war fest, ich habe ihn angetaut und im Melitherm verflüssigt. Dann habe ich ihn in die Lysonrührmaschine gegeben, in der er alle drei Stunden langsam rührt. Er ist von cremiger Konsotenz, jedoch spürt man wieder Kristalle. Kann das an eine bestimmten Honigsorte liegen ?


    Viele liebe Grüße

  • Der Schlüssel in der Frage von WFLP ist das Wörtchen bevor!


    Wenn nicht, sind die Kristalle beim 1. Auskristallisieren bereits entstanden. Du wirst den Honig komplett aufschmelzen müssen und die Kristallisation neu starten müssen (unter Rühren in deinem Rührer), sonst bleiben dir die Körner erhalten. Kaputtrühren kannst du die Körner nicht.


    Gruß
    Ludger

  • Der Melitherm verflüssigt ihn doch aber komplett wieder

    Wie kommst Du denn darauf? So kenn ich das nicht... (Was denkst Du warum es ein Seihtuch für den Melitherm gibt?)


    Der Schlüssel in der Frage von WFLP ist das Wörtchen bevor!

    Genau, Löwenzahnhonig muss man vor- oder besser während der Kristallisierung cremig rühren - damit gar keine großen Kristalle entstehen, danach wird das nichts mehr... - alles was später kommt ist Murks :-) (außer Du kochst den Honig - was dann mehr als Murks ist, das ist dann schon fast ein Verbrechen ;-) ...)

  • Wie kommst Du denn darauf? So kenn ich das nicht... (Was denkst Du warum es ein Seihtuch für den Melitherm gibt?)


    Der Schlüssel in der Frage von WFLP ist das Wörtchen bevor!

    Genau, Löwenzahnhonig muss man vor- oder besser während der Kristallisierung cremig rühren - damit gar keine großen Kristalle entstehen, danach wird das nichts mehr... - alles was später kommt ist Murks :-) (außer Du kochst den Honig - was dann mehr als Murks ist, das ist dann schon fast ein Verbrechen ;-) ...)

    Nur für mich als noch nicht Melithermbesitzer zum Verständnis:

    Wenn man das Seihtuch verwendet, sind keine groben Kristalle mehr vorhanden?

    Danach evtl. impfen und rühren. Danach feincremiger Honig.

    Richtig?

  • Richtig. Ich habe diese Woche das gleiche Problem gehabt, vermutlich auch mit Löwenzahnhonig. Davon gab es dieses Jahr reichlich im Flugbereich der Bienen. Vorher habe ich ebenfalls nicht gerührt. Nachdem ich den Honig durch den Meltherm (inkl. Seihtuch, das wird ja mitgeliefert) verarbeitet habe war er komplett flüssig und kristallfrei, wie nach dem Schleudern.

    Geimpft habe ich ihn mit einem extrem "feinschmelzigen" bzw. cremigen Rapshonig und danach wurde er noch 2 bis 3-mal gerührt. Man muss bei den jetzigen Kellertemperaturen nur darauf achten das der Honig nach dem Impfen schnell genug im Glas ist und nicht im Abfüller fest wird. Im Sommer hat man dazu meist "etwas" mehr Zeit. Das Ergebnis ist absolut super, d.h. ein feincremiger Honig.


    Vorher habe ich versucht den Honig im Wasserbad bei Temperaturen bis an die Grenze von 40 Grad aufzutauen. Das hatte leider keinen Erfolg. Die Kristalle waren einfach zu groß. Im testweise danach abgefüllten Glas konnte man erkennen, das der Honig im oberen Bereich zu 2/3 flüssig war und sich im unteren Bereich die Kristalle abgesetzt haben.


    D.h. das allerletzte Mittel war dann nur noch der Melitherm mit Seihtuch.

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)

  • Bei einer kleinen Menge an Kristallen ist es auch das bessere und schnellere Verfahren. Bei ca. 6-7 Kg nicht auflösbarer grober Kristalle verstopft das ganz fix das Spitzsieb.

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)

  • Das stimmt - wenn das "Eichhörnchen" immer Zeit zum Nachfüllen hat. ;-)

    Das Funktionsprinzip ist ja das gleiche.

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)

  • Daß das Eichhörnchen sich ein Melitherm und das gekühlt/beheizte Rührwerk von WET kaufen konnte, war ein langer Weg. Aber für mehr als zehn Jahre waren Spitzsieb und Spitzsiebheizung hier völlig ausreichend.

    Das stimmt - wenn das "Eichhörnchen" immer Zeit zum Nachfüllen hat. ;-)

    Irgendwas ist ja immer. Allerdings bin ich in der Phase auch fix weg von den unsäglichen 40kg Hobbocks. Aus Gründen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife