Honig hat Körnchen trotz Rührmaschine

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    ich habe auch Honig für den Mellitherm. Wie bekomm ich den schön cremig? Mein Plan wäre durch Mellitherm laufen lassen, mit Seihtuch, gleichzeitig im Eiswasser kühlen, dann impfen und mitm Rührer zweimal am Tag rühren. Würde ihn in nen Raum lagern mit Außentemperatur.

    Impfen mit ca. 5-10% feinstcremigen Impfhonig (ich nehme 2,5kg auf 40kg), dann gut durchrühren, 1/2 Tag stehen lassen, noch einmal durchrühren, dann abfüllen. So mache ich das mit Sommerhonigen.

    Gruß Ralph

    und das reicht? Also füllst du flüssig ab

  • Deswegen schreib ich ja, 'kommt sehr auf den Honig an'. Je nach Waldanteil oder was sonst gerade seltsames blüht. Reine Linde geht super, stimmt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich bin auch gerade dabei meinen Lindenhonig zu verarbeiten. Im Eimer war er jetzt sehr grob kristallisiert. 3 1/2 Eimer = 1 voller 40 Kg Hobock. Der wird bei mir nicht erhitzt sondern nur lange genug und kräftig gerührt:


    Nach 1 1/2 Stunden mit dem Doppelpropeller auf höchster Stufe ist er chremig:


    Beim Rühren setze ich ANC-Kopfhörer auf und höre ein Hörbuch... der Kraftmischer liegt dabei mit einem Handtuch gepolstert auf dem linken Bein, mit rechts ein bischen hin und her lenken, ist nicht anstrengend, aber ein Haltegestell wäre eigentlich auch mal ganz nett.

    Danach kann der Honig in 80 Gläser abgefüllt werden.

    Nach 2 Wochen bei 5°C im Kühlschrank war er fest und läuft nicht gegen den Deckel. Jetzt konnte ich ihn im Auto transportieren, in die kühle Garage stellen und die nächsten 3 Eimer verarbeiten und wieder 80 Gläser abfüllen...

    Der Honig ist wirklich schön chremig geworden und hat das volle Aroma. :)

  • Kruppi : Kraftmischer 90 min. wirklich ununterbrochen bei Volllastbetrieb mit Doppelflügelrührstab in einer bereits kristallisierenden 40kg-Honigmasse? Wie heiß wird der Mischer dabei? Warum hast Du Dich gegen Intervallrühren entschieden?

    Welche Langzeiterfahrungen hast Du mit solchem intensiv und lange gerührten Honig (Lagerfähigkeit, Phasentrennung, grobe Rekristallisation etc.)?

  • Die Maschine hält erstaunlicher Weise durch und bläst nur angenehme warme Luft aus. Ist die einfachste "Einhell" aus dem Imkerhandel. Der Honig hatte ca. 17,4% Wassergehalt. Meine letzten Gläser mit Honig von 2018 sind seit 1 1/2 Jahren bei Zimmertemperatur gelagert unverändert mit trockener Oberfläche ohne Phasentrennung. Hier ein eben aufgenommenes aktuelles Foto:


    Links der "grobe" (da gibt es eben auch Fans von...) und rechts der feine.

  • Darum rühre ich schräg eingetaucht mit schwebendem Propeller... wie gesagt die Maschine liegt dabei locker auf, wird kaum bewegt und stößt auch nicht gegen die Wandungen oder auf den Boden.

  • Darum rühre ich schräg eingetaucht mit schwebendem Propeller... wie gesagt die Maschine liegt dabei locker auf, wird kaum bewegt und stößt auch nicht gegen die Wandungen oder auf den Boden.


    Ich habe bei mir immer den Eindruck, als wäre am Rand des Hobbocks der festere Honig. Wenn ich dann nur in der Mitte rühre, habe ich die Sorge, dass ich den Honig am Rand nicht mitnehme und unterrühre, sondern dass ich eher in der Mitte einen gut durchgerührten Trichter bekomme.

    Von daher muss ich schon auch mit dem Rührer am Rand entlang gehen. Ich nutzt aber auch keinen Doppelpropeller, sondern eine Spirale, bei der der Rand alles andere als scharfkantig ist.


    Schlimm?


    VG Axel

  • ...dass ich den Honig am Rand nicht mitnehme und unterrühre...

    Das denke ich auch meistens und schalte so nach 10 Minuten die Maschine kurz aus und benutze den Rührer wie einen Auf-und-ab zum umrühren, eine Seite runter, andere Seite hoch, aber ohne am Rand zu kratzen, alles einmal kurz vermischt damit nicht irgendwo ein Klumpen bleibt und dann weiter rühren, nur in der Mitte. Nach 1 Stunde sieht es bei mir meistens schon gut aus und nach 1 1/2 Stunden schön fein.

    Wichtig ist meiner Meinung nach auf jeden Fall den Honig gleich abzufüllen und dann im Glas sofort gut und lange zu kühlen, damit er fein auskristallisiert. Die beiden Honige auf dem Foto sind nur unterschiedlich lange gekühlt worden! Der "grobe" wurde schon nach 3 Tagen wieder aus dem Kühlschrank genommen und der feine war mehrere Wochen drin.