Nosema/Ruhr? Eure Hilfe ist gefragt

  • Selbstverständlich. Nicht am eigenen Stand, aber bei einigen Jungimkern. Man muß diese Erfahrung auch nicht selber machen, wenn man die Erfahrungen Anderer aufmerksam zur Kenntnis nimmt und sich die Populationsdynamik von Bien und Milben vergegenwärtigt, z.B.:

    http://www.immenfreunde.de/docs/milbenwunder-2009.pdf



    Ich lese hier ein Nein mit Verweis auf Anfänger, deren Völker ja gewöhnlich länger als 3 Jahre leben.

  • Ich weiß garnicht, wie man heute ohne Beuteskorpion überhaupt noch Imkern kann!? Wer die züchtet, kann sich ein goldenes Näßchen verdienen. Aber hurtig, bevor die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Einfach nur überflüssig.

    Ja, find ich ja auch! Da sterben jedes Jahr tausende Völker, weil der Imker, aus welchen Gründen auch immer, seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Soweit, so schlimm. Aber anstatt da anzusetzen, das Problem klar zu benennen und damit hoffentlich abzustellen, betreten irgendwelche Träumerle die mediale Bühne und versuchen, ein bisschen Aufmerksamkeit abzugreifen.

    Zitat

    Einfach nur überflüssig

    Das Problem waren augenscheinlich die fehlende Winterbienen, also die unzureichende Sommerbehandlung. Ich sag es mal ganz provokant, daß Völker im Herbst/Frühwinter sterben ist überflüssig. Das ist heute, mit gegebenem Wissen u. Technik, vermeidbar.


    Was nichts damit zu tun hat sind: die Aufstellung (Einzel-, Reihe-, oder Blockaufstellung), die Wandstärke der Beute, offene oder geschlosse Böden, Thermoschiede, Skorpione, whatsoever.


    Hier geht es um die Beherrschung des imkerlichen 1x1. Danach kommt laaaange nix. Dann kommen eine genehme Kiste und noch viel später, der Luxus einer 'Betriebsweise'. Vielleicht kann man an dem Punkt anfangen, sich über die Bienenrasse Gedanken zu machen.


    Was mich zur Weißglut treibt, ist wenn Leute die es selber (noch*) nicht können, andere kirre machen mit ihren spinnerten Ideen und die Bienen das ausbaden. Am Schluss sind es natürlich immer PSM, Reinvasion oder Wachs.


    '*Noch', weil manche lernen es nie, und entdecken dann den Imker als lohnenderes Objekt als die Bienen.


    Nochmal: Das Völker im Herbst/Frühwinter abkratzen ist nicht die Normalität! Nicht an der Varroa, nicht an Räuberei, nicht an Futtermangel. Mäuse sind auch unnötig. Bei vier bis zehn Völkern ist auch Zeitmangel keine Ausrede. Wenn diese Baustellen abgedeckt sind, überleben die Bienen ziemlich sicher. Ich kann mich heuer an keinen Fall hier im Forum erinnern, wo die leere Kiste nicht vermeidbar gewesen wäre. Und in keinem einzigen Fall wären Einzelausstellung, dicke Isolierung, oder Skorpione eine Lösung gewesen


    Und Du keinimker kommst mir mit 'überflüssig'!?


    :/

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich sag es mal ganz provokant, daß Völker im Herbst/Frühwinter sterben ist überflüssig. Das ist heute, mit gegebenem Wissen u. Technik, vermeidbar.

    Also da bin ich nicht ganz bei dir, weil da einige äußere Einflüsse mitspielen. Siehe Spättracht bei und dadurch werden keine Winterbiene erzeugt, sondern nur Trachtbienen. usw. Flugbienenverluste bei ungünstigem Wetter bei Spättracht. usw.

    Hatte ich vor 3 Jahren, 5 Völker Herbstverluste und ich imkere nicht erst seit gestern.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Standortfaktoren spielen leider immer wieder eine Rolle- bzgl der Nähe zu Ackerflächen kam es im letzten Spätsommer zu überraschenden Ausfällen an einem Stand.

    Da helfen nur mehrere Stände im ausreichenden Abstand, um solche Standortfaktoren oder ein AFB-Sperrgebiet auszugleichen.