5. Internationale Öko-Imkereikonferenz

  • Manchmal geht man zu früh!

    Danke für die Info.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo zusammen,


    mir hat das Programm am Samstag gut gefallen. Leider war die Zeit für Fragen zu knapp bemessen. Einige Diskussionen sind dadurch abgewürgt worden. Nicht gut fand ich, dass der englischsprachige Teil in einem anderen Gebäude stattfand und man nicht einfach zwischen den Vorträgen wechseln konnte. Der Haupthörsaal war etwas klein.


    Die Anregung von Frau Karafyllis, Landforderungen für Bienen bei Kommunen zu stellen, klang utopisch, ist aber spannend. "Think big!"


    Erika Mayr hat die Problematik der hohen Bienendichte in Berlin dargestellt. Es ist unklar wer wo imkert. Viele Kleinstimker registrieren sich nicht und sind nicht in Vereinen organisiert. Die Situation ist etwas chaotisch. Sie regte an, ein digitales/soziales Netzwerk zur Organisation zu bilden, um die Dynamik in Berlin evtl. auch als Vorteil nutzen zu können. Das klang aber noch nicht sehr konkret.


    Matthieu Guichard aus der Schweiz sagte, dass VSH (varroasensitive Hygiene) Merkmale schon sehr lange untersucht werden, aber kein klarer Fortschritt zu erkennen sei (auch beispielweise existierten kaum Publikationen zu fehlgeschlagenen Langzeitexperimenten), auch SMR (suppressive mite reproduction) sei nichts Neues. Dagegen sah Ralph Büchler in seinem Vortrag eine langsame aber stetige positive Entwicklung, merkte aber auch an, dass Selektion und Haltung eng zusammenhingen (Auslassen der Winterbehandlung könnte bewirken, dass parasitierte Drohnen nicht fit genug seien, um bei der Paarung zum Zug zu kommen und dadurch deren Reproduktion verhindern.) Herrn Guichards Gedanke, dass neben der Trachsituation, den Pestiziden, etc. auch Imker zur Umwelt eines Bienenvolks gehören, stimmt natürlich.


    Interessant fand ich die Anmerkung von Stefan Mandl, dass die Tendenz zum Schwärmen mit dem Alter des Wabenbaus zusammenhinge.


    Viele Grüße,

    Michael

  • Lieber Eisvogel,

    ich wollte Michael Weiler nicht vorführen! Wir hatten verabredet, daß ich ihm gegen Ende meines Vortrags das Wort erteile! Also bitte Maß halten beim Urteilen, wenn keine Hintergrundkenntnisse da sind. Leider kam dann - weil insgesamt die Redezeit vorbei war - doch kein wirklicher Austausch mehr zustande. Sein Urteil über die Wabe war nicht korrekt, denn die Waben waren von einem nichtgeschiedenen Volk. Sonst hätte ich sie ja wohl kaum als Beispiel für ein nicht geglücktes Überwintern gezeigt. Aber ich wollte ihn selbstverständlich nicht bloßstellen. Und schon gar nicht öffentlich.

    Jürgen Binder

  • Damit alle mitdiskutieren oder die Diskussion zumindest nachvollziehen können, wäre das Bild dieser Wabe hier im Forum oder als externer Link sehr hilfreich.


    Ich kann mich trotz Anwesenheit beim Vortrag leider auch nicht mehr im Detail daran erinnern.


    Vielen Dank und


    Grüße vom Apidät