5. Internationale Öko-Imkereikonferenz

  • Liebe Imkerinnen und Imker,


    obwohl ich (noch) kein Öko-Imker und wahrscheinlich nicht die Zielgruppe bin, fand ich die Vortragsthemen und Referenten der 5. Internationale Öko-Imkereikonferenz (https://organicapis.uni-hohenh…Broschuere_Bientagung.pdf) spannend und habe mich deshalb angemeldet. Vielleicht mal etwas anderes zu den üblichen Betriebsweisenvorstellungen bei vielen Imkerversammlungen, die natürlich auch interessant sein können. Wenn man sich die Übernachtung sparen kann, finde ich die Veranstaltung preislich sehr in Ordnung.


    Ich wollte mal in die Runde fragen, ob sonst noch jemand hingeht. Falls Interesse besteht würde ich auch meine Erkenntnisse mancher Vorträgen hier teilen.


    Grüße vom Apidät

  • Hallo,

    das wäre natürlich sehr schön, wenn Du dir die Mühe machst.

    Für mich wäre es sehr spannend, etwas über natürliche Aspekte der Bienenhaltung zu erfahren.

    z.Bsp. Der Vortrag zum Wärmehaushalt könnt sehr interessieren.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

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  • Hallo Zusammen,

    ich habe mich kurz entschlossen an der Samstagsveranstaltung teilzunehmen.

    Anmeldung ist raus.

    Ich werde mich auf meine alten Tage zwar nicht mehr wesentlich umorientieren und auch nicht umstellen (Beuten, Rähmchengrößen oder sogar Rasse), aber seinen Horizon kann man, solte man, immer erweitern.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Und jetzt wie war Euer Eindruck?

    Ich halte mich noch etwas zurück. Muss min. eine Nacht darüber schlafen.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Und jetzt wie war Euer Eindruck?

    Ich halte mich noch etwas zurück. Muss min. eine Nacht darüber schlafen.

    Gruß Eisvogel

    Organisation (Räumlichkeiten, Verpflegung, Unterlagen...) außer dem Zeitmanagement finde ich sehr gut und professionell.


    Vorträge schwanken für mich von sehr interessant, lustig, hätte länger und intensiver sein können bis nicht relevant und/oder nichts Neues.


    Grüße vom Apidät

  • Unter dem Vortrag "Ethische Gesichtspunkte in der Imkerei" konnte ich mir ja nicht viel vorstellen...

    Genial die Frau!

    Fazit: Bienen brauchen freie Landschaft, brauchen die Weite.

    Eine Empfehlung für die Imker: Land (Hektar) für die Bienen fordern, nicht nur Blühstreifen.

    Ein besserer Ausdruck wäre: Imkerethik, nicht Bienenethik. Dies ist in Zusammenhang mit der Pflanzenethik, also Agrarethik zu sehen. Das heißt, dass Versuche künstlich Pollen für die Bestäubung zu produzieren und per Flugzeug abgeworfen werden soll, äußerst "unethisch" ist.

    Einen guten Hinweis, aus der Pädagogik der Aufklärung, fand ich: Lernen an, nicht von den Bienen.

    Zitat: " Er bzw. sie übernimmt Vorsorgeleistungen. ... Dabei ist das Tierwohl des Volkes, nicht der einzelnen Biene entscheidend."

    Weiterhin richtete sich ihr Augenmerk auf den Zusammenhang der ökologischen Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Bienen. Das gehört bei jeglicher Betrachtung zusammen.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Mir hat es sehr gut gefallen. Es waren fast schon zu viele Vorträge, d.h. alles relativ geballt, zu wenig Zeit für Fragen aber in Summe ein gelungener Tag zu einem sehr fairen Preis.

    Ein schöner Tag an dem ich mich zusammen mit Gleichgesinnten voll und ganz dem Thema Bienen widmen durfte. Hat Spaß gemacht... :)

    OT: Auf dem Rückweg noch den langersehnten DWS bei sehr sympathischen Forenmitglied abgeholt. Hat den "Bienen-Tag" sehr schön abgerundet.


    Grüße,

    Tobias

  • Hallo Zusammen,

    die Veranstaltung fand ich gut organisiert und das Themenspektrum (Samstag) gut zusammengestellt.

    Die Qualität der einzelnen Vorträge war sehr weit gestreut. Wer öfters in Hohenheim ist kannte die Vorträge der Mitarbeiter der Landesanstalt für Bienenkunde, leider nichts Neues. Die beiden Damen stellten ihre schon länger publizierten Dissertationen vor.

    Dr. Wallner einen guten Rundblick über seine Untersuchungen zu Rückständen in Wachs und Honig und den Überblick was seit 40 Jahren in Zuge der Varroabekämpfung in die Bienenvölker eingebracht wurde und wie lange diese Präparate im Wachsgedächtnis gespeichert sind.


    Für mich die besten Vorträge waren aber die von Dr. Büchler und Dr. Meixner aus Kirchheim.

    Dr. Büchler berichtete zu sehr guten Erfolgen zur Varroatoleranzzucht und den Hinweisen zur Brutunterbrechung im Sommer (Schwarmsituation). Frau Dr. Meixner zum Thema Viren und ihre Verbreitung im Volk und der schlimme Einfluß der Varroa zur Virenvermehrung im Volk.

    Dr. Büchler hat aus meiner Sicht mehr Ethikaspekte in seinen Vortrag eingebracht als Prof. Karafyllis die eigentlich zu diesem Thema hätte sprechen sollen. Der Aufruf an die Imker „freiheitliches Land für Bienen zu fordern“ war sehr populistisch; die Ethik ging leider in Allgemeinsätzen unter.


    Der aus meiner Wahrnehmung grauslichste Vortrag war der von Frau Mayer aus Berlin. Einen solchen Vortrag, am Thema vorbei, chaotisch vorgetragen, ohne Konzept auf einer „Internationalen Öko-Imkereikonferenz“ war eine Zumutung.


    Ich wollte ursprünglich an keinem der vier angebotenen Workshops teilnehmen. Nachdem aber der WS von J. Binder wieder im eigentlichen Hörsaal stattfand hatte ich mich entschlossen teilzunehmen.


    Allen „Schiedern“ sei gesagt: Wer im Februar hier im Forum die Frage stellte „Wann schiedet Ihr?“ kann ich aus diesem Binder-Vortrag mit geben: Geschiedet wird zusammen mit der Winterbehandlung im November!, geht in einem Aufwasch. Immerhin hat er seinen Vortrag in gedruckter Form verteilt.

    Leider kam er in seinem eigentlich interessanten Vortrag auch nicht ohne Spitzen zu anderen „Imkergrößen“ (Büchler, Liebig/Aumeier, Pfefferle etc.) aus. Er hat mich leider sehr an den Vortragsstil von H. Beer erinnert. Als er dann am Ende seines Vortrages auch noch glaubte den anwesenden Demeter-Imker Michael Weiler vorführen zu müssen habe ich den Saal verlassen.


    Ist leider etwas länger geworden.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

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  • Demeter-Imker Michael Weiler vorführen zu müssen

    Das hat aber nicht funktioniert :S

    Der Ball ging zurück. U.A. wurde eine gezeigte Pollenwabe angezweifelt, was von deutlichem Sachverstand Michael Weilers im Gegensatz zu Binder zeugte :)

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...