Volksbegehren Artenvielfalt in Bayern

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    Hallo Werner,


    ja in der Stadt läuft es besser. Die Zahlen sind aber von gestern.


    Gruß


    Jürgen

    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." (Karl Valentin)

  • Amape Jetzt setze ich mich also nicht ein, weil ich das Ding nicht unterstütze? Vorurteile sind schlimmer, als Dummheit.

    Wenn wir etwas tun wollten, dann müsste jeder bei sich anfangen und nicht wieder einen anderen Schuldigen finden. Hier werden die Bienen vorgeschoben, aber eigentlich hat das Ding nicht wirklich etwas mit diesen zutun. Man wird manipuliert. Da setze ich mich lieber hin und denke einfach nach.


    Ich bin ja in NRW und darf so oder so nicht teilnehmen. Doch bin ich gespannt.

  • Der Bauer ist auch nicht schuld, aber der bewirtschaftet nun mal das Feld zunehmend in einer Weise, die man besser ändern sollte, wenn man auch in 20 Jahren noch etwas Natur haben will.

    1. Der Bauer- wer ist das?

    2. man - wer ist das?

    3. etwas Natur - das gibt es nicht! Seit Ackerbau betrieben wird, und Waldwirtschaft auch, gibt es an diesen Stellen die Kulturlandschaft.

    Natur ist nur dort anzutreffen wo der Mensch bisher (!) nicht eingegriffen hat.

    Wir wären schon ein Stück weiter, wenn es gelingen würde wenigstens etwas von den Kulturlandschaften zu erhalten.

    Die Fichten-Monokulturen haben aber keineswegs etwas mit der Kulturlandschaft "Wald" zutun. Dafür sind sie viel zu jung. Die Auewälder an der Elbe sind den Rinder-, Ziegen- und Schafherden der vergangenen 200 bis 300 Jahre zum Opfer gefallen. Das was dort zu erleben ist, ist Kulturlandschaft!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Night Shadow : Es behauptet niemand, dass man nix tut, wenn man nicht unterschreibt. Es wird auch nicht reichen zu unterschreiben und zu erwarten, dass alles andere bleibt wie bisher. Ich habe lediglich angemerkt, dass ich nicht warten will bis ein neuer Anlauf alle Probleme löst, wenn es jetzt zumindest in einem Bereich einen Anfang gibt, der in die richtige Richtung geht.


    Ganz ehrlich glaube ich auch, dass wir Dinge ändern müssten, die noch in anderen Bereichen liegen, weil man da noch viel mehr rausholen kann. Der von dir angesprochene Verkehr wäre eines davon. Der Verpackungswahnsinn, Flächenverbrauch,...


    Es wird niemand davon abgehalten, selbst mehr zu tun. Im Gegenteil - es ist sogar notwendig. Ich mache das in vielen Bereichen auch, aber in anderen siegt dann doch die Bequemlichkeit oder der Taschenrechner.

    Natürlich könnte ich komplett auf Kunststoffverpackungen verzichten, aber solange sie noch üblich sind, ist der Aufwand für den völligen Verzicht unverhältnismäßig. Natürlich könnte ich auch mit dem Bus in die Arbeit fahren, wenn ich ein Vielfaches an Fahrt und vor allem Wartezeit investiere... Immerhin bemühe ich mich schon um weniger Verpackung, Autofahrten..., aber meine Anstrengungen sind mit höheren Kosten oder besseren Alternativen sicher intensiver. Wird das Benzin teurer, wird der ÖPNV attraktiver, weil sich die Abwägung Bequemlichkeit - Kosten ändert.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • keinimker : Der Bauer ist ein Landwirt, der davon lebt. Der wird durch den Kostendruck mittlerweile meist dazu gezwungen, das Maximum aus seinem Betrieb rauszuholen, auch wenn er (Bauer und Betrieb) langfristig Schaden nimmt - sonst ist der Hof eben schon kurzfristig zu. Das ist der Eindruck, den ich mit allen Landwirten aus meinem Bekanntenkreis gewinne.


    Man sind wir als Konsumenten. Wir haben nicht mehr die Zeit, zu warten bis sich das nur durch Einsicht und Nachfrage im Laden ändert. Das muss man mit Politik und Gesetzen regeln. Nachhaltigkeit kann man mit Steuern steuern - wird der ökolog. Fußabdruck berücksichtigt, wird plötzlich der Bioapfel vom Hof um die Ecke wieder konkurrenzfähig zum weit gereisten Importapfel aus der Agrarfabrik mit dem illegalen Einwanderer als Arbeiter. Es wollte auch keiner die teuren Filter im Kraftwerk, die teuren Katalysatoren im Auto, das Benzin ohne Blei, das alle Motoren kaputt macht... - das hätten wir auch alles nicht, wenn man gewartet hätte, bis die umweltbewussten Konsumenten genug Nachfrage dafür bringen, dass die Hersteller es nur noch so anbieten. Ja, wir zahlen es alle heute mit den höheren Preisen. Wir zahlen aber auch alle die Steuern für Subventionen, den Unterhalt für Mittellose, die Soforthilfe für Umweltschäden...


    Ja, es gibt nur noch wenig Naturlandschaft in Europa. Zynischerweise wollen wir ja die Kulturlandschaft erhalten, indem wir natürliche Sukzession aufhalten. Wir mähen auch Streuwiesen, weil sie sonst verbuschen und langfristig Waldflächen werden.

    Für Biodiversität braucht es aber verschiedene Natur/Kulturlandschaften, die halbwegs stabil gehalten werden oder über die normale Sukzession müssen die Lebensbereiche langsam wandern. Wir wollen aber nicht, dass eine Stadt zerfällt und über die Stationen Brache - Wiese - Buschland - Wald hier die Sukzession stattfindet, während man daneben Wald für eine neue Stadt rodet. Also erhalten wir die verschiedenen Landschaften. Das hat lange funktioniert, weil man nicht so große Flächen beherrschen konnte. Heute kann man mit dem Harvester schnell riesige Waldflächen wegmachen, schnell riesige Feldflächen bearbeiten...da kann man auch ständig was an der Natur umbauen. Nur die blöden Viecher und (Wild)Pflanzen sind dann immer so langsam bei der Wiederbesiedlung nach dem Umbau und der Einstellung des natürlichen Gleichgewichts, dass sie davon aussterben.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Gestern war der Präsident vom Bayrischen Imkerverband Stefan Spiegl zu Gast in der Münchner Runde:

    https://www.br.de/nachrichten/…it-um-die-details,RHMmrD9


    In meinen Augen hat er keine gute Figur gemacht und ist ziemlich blass geblieben. Anstatt direkt darauf hinzuweisen, dass es um die Honigbienen eigentlich gar nicht geht, sondern das Thema viel größer ist, verheddert er sich mit irgendwelchen Ausführungen zur Varroa und der Entwicklung von Völkerzahlen. Die Diskussion bleibt damit größtenteils auf die be-imkerten Insekten beschränkt.

    Schade, große Chance verpasst, wieso schickt man da keinen hin, der da richtig argumentieren kann und dem Bauernverband und der Ministerin kontra gibt? Da hätte man lieber den Walter Haefeker eingeladen, der hat mit solchen Auftritten mehr Erfahrung und weiß wie man sich äußert und Themen platziert.


    Fun fact:

    Der Bauernpräsident Wolfgang Heidl betont extra wie sehr er Blühstreifen und Blühpatenschaften unterstützt, denn er ist ja "vom ersten Tag dabei".

    Letztes Jahr hat das in meiner Erinnerung noch anders geklungen: Pakt erzürnt Bauernpräsident

  • Heute Mittag gibt es eine Pressemitteilung zum Zwischenstand nach dem Wochenende.
    Kenner gehen davon aus, dass die notwendigen 950.000 Unterschriften am Wochenende (viele Rathäuser hatten offen) geknackt wurden.
    :-)

    https://volksbegehren-artenvie…de/presse/presse-alle-pm/

    Oh, das wäre SO klasse wenn die das schaffen würden!!!!


    Die Daumen sind schon ganz platt vom Drücken....


    M.