Abtötungs-Anordnung durch den Amtstierarzt - Erfahrungsberichte von AFB-Bekämpfungen im Winter gesucht!

  • Es wird doch grundsätzlich der gesamte Stand saniert sowie die umliegenden der Nachbarimker oder hab ich das falsch in Erinnerung?

    6 Faulbrut Ausbrüche in diesem Jahr sprechen doch für sich.

    Hi,


    richtig, der komplette Stand wird saniert. Wobei bei Völkern, bei denen durch eine Beprobung


    keine Sporen festgestellt werden, kein Handlungsbedarf besteht. Im Maximalfall werden diese


    Völker verkunstschwarmt, aber auf keinen Fall abgetötet. Wichtig ist in einem solchen Fall eine


    gemeinsamt, koordinierte Vorgehensweise.


    6 "Faulbrut Ausbrüche" können auch durchaus 6 Imker sein, welche aus einem


    Sperrgebiet geflohen sind, um der Willkür eines Veterinärs zu entkommen.


    Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen, aber einfach sinnlos Völker


    abzutöten bringt niemanden weiter.


    Bei uns werden die Futterkranzproben im September/Oktober genommen.


    Eine eventuelle Sanierung würde im Frühjahr stattfinden. Das ist alles zwischen


    den Imkern und dem Veterinär abgesprochen, man hat Vertrauen zueinander und kann


    so auch gemeinsam vorgehen.


    Gruss Joachim

  • Moment mal: Das Bienenmonitoring, welches Hohen Neuendorf macht, beinhaltet doch mehrere Beprobungen im Jahr?!

    Was ist denn bei der vorangegangenen Probe im Sommer raus gekommen? Oder gab es da keine?

    Meiner Erinnerung nach gab es immer nur eine AFB-Beprobung p.a. Die letzte aus dem Herbst/Spätsommer 2017 war negativ.


    M.

  • Moin, moin,

    Es wird doch grundsätzlich der gesamte Stand saniert sowie die umliegenden der Nachbarimker oder hab ich das falsch in Erinnerung?


    Die gesamte Imkerei wird saniert, die Umliegenden Stände der Nachbarimker nur dann, wenn da positive Futterkranzproben sind, oder kranke Völker, in deren Imkereien. Es hängt natürlich auch vom Herren des Verfahrens ab, und was der von dem versteht, was er da tut und anordnet.

    6 Faulbrut Ausbrüche in diesem Jahr sprechen doch für sich.


    Und sie sprechen gegen die Art, wie in Berlin seitens der Veterinärverwaltung damit umgegangen wird. Zumindest 2 davon, wenn da bis jetzt der Sperrbezirk noch nicht beprobt ist.


    Um da sinnvoll vorgehen zu können, muss unbedingt die Quelle der Infektion gesucht und gefunden und getilgt werden. Der Befund zeigt deutlich, dass da mindestens eine sein muss, an der sich die Bienen den Krankheitsstatus abgeholt haben.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Kleines Update: Nachdem nun auch die taz (>> nachzulesen hier) berichtet hat und nun zunehmend ganze Listen eintrudeln weil die info langsam bis in die Vereine durchgesickert ist, haben wir die Laufzeit der Unterschriftensammlung verlängert.


    Also: Ihr könnt noch Unterschriften sammeln, Listen hochladen oder mir schicken - inzwischen sammeln schon die ersten Imkereibedarfsläden Unterschriften durch Auslage an der Kasse....finde ich eine tolle Idee und gerne übernehme ich die Arbeit des Hochladens, entziffern von Email-Adressen für Abonennten und Recherchieren mancher fehlender Postleitzahlen...


    Danke fürs Mitmachen!!!

  • Hymenoptera : Höchste Anerkennung, Melanie!

    Der kapitale Fehler im TAZ-Beiartikel/letzter Absatz sollte aber richtiggestellt werden: AFB wird von Bienen nicht exportiert, sondern importiert. Es wäre sehr interessant zu hören, von wem die TAZ diese Falschinformation bekam?!