Abtötungs-Anordnung durch den Amtstierarzt - Erfahrungsberichte von AFB-Bekämpfungen im Winter gesucht!

  • Definitiv nicht. Es handelt sich um einen anderen Bienenstand, der im Sperrgebiet lag und beprobt wurde.

    Das erklärst Du dem Lynchmob auf Facebook mal lieber selber denn da hängt Robert eh schon an der Laterne und Du daneben🤔. Dagegen anzuschreiben ist schlicht müssig... Die brauchen einen Schuldigen, den haben Sie und mir bleibt der Strick erspart 😀.

  • Definitiv nicht. Es handelt sich um einen anderen Bienenstand, der im Sperrgebiet lag und beprobt wurde.

    Das erklärst Du dem Lynchmob auf Facebook mal lieber selber denn da hängt Robert eh schon an der Laterne und Du daneben🤔. Dagegen anzuschreiben ist schlicht müssig... Die brauchen einen Schuldigen, den haben Sie und mir bleibt der Strick erspart 😀.

    Ich weiss schon, warum ich nicht bei FB aktiv bin... das INet frisst eh schon genug kostbare Lebenszeit. Wer in seiner Echokammer lebt, ist eh nicht mehr vom Gegenteil zu überzeugen - warum sollte ich darauf meine Zeit verschwenden?


    Ich freue mich, dass Robert so offensiv damit umgeht; das ist so wahnsinnig selten weil sich alle gleich schamhaft in die Ecke stellen und gar nicht bereit sind, für sowas zu kämpfen... weitermachen und hoffen, dass es einen nicht wieder erwischt, ist der normale Standard.


    1.883 Unterschriften bisher...


    M.

  • Es wird einem verteufelt schwer gemacht, wenn man AFB hat und die lieben Imkerkollegen lassen einen nie vergessen, dass man die Seuche hatte.

    Es ist leider nicht jedem Imker bewusst, dass man kein schlechter Imker sein muss, um diese Erkrankung zu bekommen. Und das eigentlich alle mithelfen sollten, zum Wohle der eigenen Bienen, vernünftig zu sanieren. Denn wenn das nicht klappt, breitet sich die AFB gerne mal weiter aus und dann sind die Stände auch der Kollegen dran, die vorher schadenfroh gewesen sind.

  • Deshalb ist es ja so vorsorglich, wenn man im IV ohne aktuellen Anlaß immer mal wieder über AFB-Vorsorgemaßnahmen (bspw. Hungerquarantäne eingefangener Fremdschwärme), Räubereivorsorge, AFB-Monitoring usw. spricht. Dabei läßt sich die ebenso einfache wie griffige Formel einprägsam wiederholen: Faulbrut wird nicht exportiert, sondern importiert!

  • Moin, moin!

    Lynchmob?! Und die wollen nicht etwa den Veterinär...? Fände ich auch verkehrt, aber das Opfer dann noch weiter zu blamen, ist ja wohl hinterletzt.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin Clas,

    vielleicht ein wenig überspitzt dargestellt, aber die mediale Hetzjagd nimmt/nahm da Formen an jenseits des guten Geschmacks und wenn man die Gruppe betrachtet in der dies stattfand, so wird das viele Imker-Neulinge wohl eher davon abhalten den Stand, seine Balkon-Bienen oder was auch immer ordnungsgemäß beim Veterinär zu melden ohne befürchten zu müssen im Falle eines Falles einem medialen Shit-Storm ausgesetzt zu sein.

    Ich bin ja doof und hab ohnehin keine Ahnung, nur frag ich mich ob andere noch weniger Ahnung haben, denn ich glaube wir sind uns einig das selbst bei größter Sorgfalt eine Infektion nicht ausgeschlossen ist und keiner von uns davor gefeit ist irgendwann mal einen positiven Befund seiner Futterkranzprobe zu bekommen und dazu müssen die Völker nicht einmal zwangsläufig räubern.

    So, nun geh ich Lebensarbeitszeit sparen 😉 und den Rest der liegengebliebenen Aufgaben nacharbeiten nachdem die Telekom den Anschluss innerhalb von nur fünf Tagen instandgesetzt ha.

    LG

    Andreas

  • AFB kann jeden treffen.

    Werden die Imker aber nicht entschädigt, obwohl sie ihre Bienen ordnungsgemäß angemeldet haben, muss man sich nicht wundern.

    Warum soll ich für eine Versicherung zahlen, die dann ihre Leistung nicht erbringt?

    Das ist nicht nur sittenwidrig, sondern führt dazu, dass sich keiner mehr anmeldet.

    Daher kann ich, dass sich dann jemand wehrt, voll verstehen.

    Allerdings muss man sich auch nicht wundern, wenn man dem VET Geschichten von den Gebrüdern Grimm erzählt, dass dieser die Keule auspackt.

    Hat der betroffene Imker bei Befall dann plötzlich Amnesie wohin er Völker verkauft, abgegeben hat und sind die klinischen Symptome so stark gewesen, dass es hätte auffallen hätte müssen, kann ich den VET schon verstehen.

    Dss hier in der Gegend sich so viele AFB Fälle häufen, lassen mich nichts Gutes ahnen.

    Ich hoffe unser VET bleibt so besonnen wie bisher und lässt sich nicht von Einzelfällen und speziellen Imkern auf die Palme bringen.

    Daher würde ich persönlich schon gerne Wissen, ob das immer derselbe genetische Stamm ist, der da auftaucht oder ob es verschiedene Abstammungen sind.

    Erwischt hat es bisher viele Unschuldige.

    Für mich ist es wenn es so weitergeht nur noch eine Frage der Zeit, wann man selber dran ist. Irgendwie fühlt.man sich wie das Kaninchen vor der Schlange.

    So wundert es mich nicht, dass der VET auch im Winter nicht nur in meinem Kreis einen Sperrbezirk im Winter hat einrichten lassen. Damit hat er zumindest die plötzlich auftretenden Wanderbewegungen von Bienenvölkern gestoppt.

    Ich persönlich habe mit schon in Münster auf der Messe nach Desinfektionseinrichtungen umgesehen und hoffe, dass auch dieses mal der Kelch an mir vorbei geht.

  • ...Daher würde ich persönlich schon gerne Wissen, ob das immer derselbe genetische Stamm ist, der da auftaucht oder ob es verschiedene Abstammungen sind.

    Nicht nur Du, sondern Jeder, der ernstahft an einer Aufklärung der Infektionsquelle interessiert ist. Das gehört zu den Kernaufgaben von AVet. An dem Engagement, mit der sie diese erfüllen - oder im geschilderten Berliner Fall - dies direkt und mit allen erdenklichen Mitteln verhindern - kann man die wirklichen Motive erkennen.

    Hier in Thüringen wird seit vielen Jahren jede positive AFB-Probe eingelagert, um sie für Genanalysen parat zu halten. Damit ist schon sehr viel mehr getan als in anderen Bundesländern. Bisher steht jedoch kein Geld zur Verfügung, die Genanalysen durchzuführen und angesichts der vergleichsweise wenigen Infektionen bzw. der guten Aufklärungsquote über die jeweiligen Seuchenherde/-ursachen nur geringes praktisches, "nur" wissenschaftliches Interesse daran. Aber die Jahresreihen der Proben bleiben einer wissenschaftlichen Auswertung zurt Verfügung.

  • Moin, moin,


    natürlich muss man den Sperrbezirk auch im Winter einrichten. Man muss ihn dann auch beproben. Gegebenenfalls erweitern und schauen, dass man die Quelle findet und die ganze Ausdehnung. Also auch möglicherweise abgewanderte Völker aufspürt und ebenfalls beprobt.


    Dann kann man sanieren.


    Aber man braucht im Winter nicht mit großer Eile alle Völker eines teilpositiven Standes zu schwefeln. Man braucht das nie.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Die grosse Eile ist bei klinischen Zeichen der AFB, bei wenige Trachtangebot und Flugwetter für mich angebracht.

    Wenn jemand jetzt klinische Zeichen in den Völkern entdeckt und derzeit gibt es noch keine grosse Tracht, aber das Wetter ist warm genug, dann wäre für mich Handlungsbedarf vorhanden.

    Es gab ja hier Berichte über Räuberei bei schwachen Völkern.

    Da gehe ich schon von einer erheblichen Ansteckungsgefahr aus.


    Bei einer positiven Futterkranzprobe wäre ich auch nicht so entspannt, da der Futterverbrauch derzeit exorbitant steigt und die Brut mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Futter gefüttert wird. Da viel Brut vorhanden ist, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung sehr hoch. Dazu gibt es wenig Ammenbienen, die viel Brut versorgen, da sie sich nicht zwischen der Pflege putzen... kommt es da auch schneller zur Kontamination und wenige Bienen mit viel Brut wird weniger schnell abgestorbene Larven entfernt, wo dann die Bakterien sich nochmal mehr vermehren können.


    Im richtigen Winter mit kalten Temperaturen, ohne Brut... Ist das Risiko zu vernachlässigen. Aber bei uns haben die Völker schon im Januar Brut.


    Abschwefeln sollte immer das letzte Mittel sein.