Von Bienen und Menschen

  • Jo, ich fand das Buch auch sehr interessant, hab es sogar zu Weihnachten verschenkt. Mir gefällt besonders der Reportagecharakter, wie die Imker unter den verschiedenen Bedingungen leben oder gelebt haben, und welche Rolle die Bienen in ihrem Leben spielten. Ein tolles Beispiel Franc Sivic in Slowenien, der sich mit Bienen listig durch das Leben im Kommunismus geschlagen hat. Er entging sogar dem Militärdienst, weil er in der Schweiz beim "Klassenfeind" die Imkerei studiert hat, um die Bienenhaltung in Slowenien zu verbessern.

    Summa summarum:

    Viele tolle Infos, man lernt dazu, und Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.

  • Ich habe es auch an einem Stück im Herbsturlaub verschlungen und kann mich den positiven Bewertungen uneingeschränkt anschliessen. Vielleicht auch für die interessant, die hier im Forum neulich am Run auf das Pfefferle-Buch teilgenommen haben. Außerdem eine schöne Erinnerung an die in Schleswig-Holstein weit bekannte Edith Musssz (+2018). Rund 15 Imkerportraits von Gotland im Norden, über Polen/Litauen im Osten, Südfrankreich im Westen bis nach Slowenien im Südosten. Die Hälfte der Geschichten spielen in Deutschland. Neben den schon erwähnten Personen gibt es einen schönen geschichtlichen Rückblick auf die Imkerei zu DDR-Zeiten und einen sehr Aktuellen: ein nach Deutschland geflüchteter Imker. Enorm vielschichtig das Buch!

  • Auch von mir eine warme Empfehlung. Besonders gelungen finde ich, wie Ulla Lachauer Geschichtliches und Biografisches verbindet. Ganz nebenbei wird aus einem Buch über Imker ein Buch über ein Stück europäische Geschichte des letzten Jahrhunderts und nicht zuletzt auch ein Reiseführer.

    Und immer wieder spannende Randnotizen: Wie sie z.B. die Durchsetzung der Carnica in Deutschland mit den Rassenwahn der Nazis in Verbindung bringt, wird manchen angefeindeten Buckfastimker amüsieren.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)