Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Hallo zusammen!


    Waldfrau :

    da freu ich mich aber sehr für dich und deine Mädels !

    Danke,

    Klasse Völker!

    danke!


    Meine 14 sind wohlauf, zwei allerdings etwas schwach auf der Brust, da werde ich wohl vereinen.

    Das klingt in Summe doch ebenfalls sehr erfreulich. Schön!

    Vereinen macht da vermutlich tatsächlich Sinn, alternativ kannste natürlich auch entweiseln (je nachdem was die Chefinnen in den Mickerlingen (für dich) für einen Wert haben) und dann auf ein starkes Volk aufsetzen. Ergibt im Idealfall ein extrem starkes Volk im Frühjahr, welches dann ggfs. optimal für Zucht und / oder Vermehrung genutzt werden kann.

    So würde ich`s vermutlich machen - je nach Stärke der Mickerlinge.


    Hab im Sommer mit TBE und MS behandelt und, wie viele hier, im Spätsommer gemerkt dass es nicht gereicht hat.

    Danke für diese Info!

    Ich schiebe die Ergebnisse der TBE auf die MS und werde nächstes Jahr OX verdampfen,

    Kann lt. Literatur zu deren Wirkungseffektivität m. E. gut sein. Aber verdampfe doch lieber dieses Jahr.:cool::wink:


    Patrick Johannes, dieses Jahr klappt es aber mal mit dem Kaffee!

    Ich wäre hocherfreut und gespannt! Wann du im Lande bist können wir gerne per PN / FB abklären, denn

    Dann können wir gerne die Kaffeerunde falls gewünscht zusammen legen.

    , was ich sehr spannend fänd`!

    Quasi ein Mini-Mini-äußerst-West-IFT. :wink:


    Regnerische Grüße

    vom

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Georgie, dann verschiebe mal den Faktor nach oben und unten.

    Das führt im Laufe der Zeit zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

    Gerade weil jedes Volk seinen eigenen Charakter hat, ist das sehr schnell erklärt.

    Alleine dadurch das jedes Volk unterschiedlich aus der Brut geht, wirkt auf die Milbenreproduktion anders.

    Leider sind die Ergebnisse nicht reproduzierbar. Völker die ein einem Jahr sehr wenig Milben haben, haben in darauffolgenden plötzlich sehr viele. Selbst Völker mit geringem Befall zeigen in der nachfolgenden Generation diese Eigenschaften nicht mehr. Schade

    Hallo!


    Denk mal bitte einfach darüber nach, dass die Vererbung der Varroaresistenzeigenschaften (VRE) nach allen bisherigen Erkenntnissen additiv ist. Die Gene die für aktives Ausräumen befallener Brutzellen oder gesteigerten Putzverhalten sorgen wirken nur dann wirklich effektiv, wenn die Vererbung von beiden Elternteilen kommt.


    Jedes Ei der Königin ist in der Regel genetisch innerhalb der vorhandenen Gene deren Mutter und Vater unterschiedlich. Die Königin wird mehrfach bei den Begattungsflügen begattet- in der Regel mit 15 bis 25 Drohnen - und sammelt einen Teil dieses Spermas in der Spermatheka für die nächsten Jahre. Je nachdem, welches Sperma und Drohnengenetik gerade für die Befruchtung der neuen Eizelle einer Königin zum Einsatz kommt, ist die Eigenschaft phänotypisch (nach außen) nur dann vorhanden, wenn diese mütterlicher- UND väterlicherseits in einer Arbeiterin vorhanden ist.


    Und genau deswegen ist die Reproduzierbarkeit solcher VRE nur dann gegeben, wenn diese in sehr großer Häufigkeit innerhalb einer Population vorliegt, oder diese gezielt konzentriert und kontrolliert selektiert wird.


    Da es leider noch keine VRE im benötigten Umfang in der Landbiene gibt, konzentriert man gerade diese VRE indem man gezielt nach diesen über Eindrohnbesamung sucht (und findet). Man versucht diese VRE homozygot (=reinerbig und erbstabil) anzureichern. Diese Population, die durch einen genetisch sehr problematischen Flaschenhals gegangen ist, wird dann wieder über Einbeziehung von vielen weiteren Bienenherkünften (kann auch Landbiene sein!) genetisch breiter aufzustellen versucht. Die neuen VRE sollen dann mit den guten Eigenschaften einer vorhandenen Population mit den bekannten Mitteln der Kreuzungszucht und anschließender Selektion kombiniert werden (=Kombinationszucht).


    Um in "freier Wildbahn" also mit der normalen Standbegattung bei der Landbiene dies zu erreichen, wäre es nötig erst einmal die gesamte Population entweder komplett sich selbst zu überlassen, um ein ausgewogener Wirt-Parasit-Verhältnis zu erreichen. Die zweite Möglichkeit wäre es, dass Imker nur noch von den Bienen nachzüchten, die neben einem guten Honigertrag und guten Bieneneigenschaften die wenigste Reproduktionsrate von Varroamilben haben.


    Beide möglichen Wege scheitern aus meiner Sicht aber schon von vorne herein an wirtschaftlichen Gegebenheiten und am mangelnden Durchhaltevermögen, mangelndem Wissen aber auch an der Bequemlichkeit von Imkern. Viele kriegen es ja nicht einmal hin mit den derzeit in ausreichender Menge vorhandenen Varroamilbenbekämpfungskonzepten Völker erfolgreich zu überwintern.

    :wink:


    hartmut :

    Wenn das jetzt OT war, dann musst Du das bitte verschieben oder in einem neuen Tread für "Wege zur Verdichtung von Varroaresistenzeigenschaften bei Bienen" verschieben. Mit der Überwinterungssituation hat es nicht nur in 2018/2019 zu tun, sondern dies ist sicherlich längerfristig ausgerichtet.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Wie mein Vorredner schon anmerkt, die Varroaresistenz bzw. -immunität funktioniert nur durch die Zucht,


    entweder wie es in Europa heute hauptsächlich gemacht wird durch die gezielte Selektion. Das Problem dabei ist allerdings das Wettrüsten mit den Milben,


    oder so hart und komisch wie es sich jetzt anhört, die Aufgabe der gesamten gezielten Selektion, einhergehend mit der flächendeckenden Aufgabe der Behandlung. Dann gibt es zwei Szenarien, entweder es bilden sich Populationen die eine ausgewogene Wirts/Milben Beziehung Aufweisen oder dies ist nicht möglich und die A.m.m. stirbt in den Varroagebieten aus. Dann müsste sie erneut durch Ansiedlung von Bienen aus unbefallenen Populationen angesiedelt werden (z.B. von Inseln in Skandinavien). Der Schäden für die Umwelt wäre natürlich trotzdem immens, der Wirtschaftliche genauso.


    Letztere Methode ist heute in Europa absolut kein Thema mehr, das hätte evtl. am Beginn der Varroazeit geklappt. Allerdings gibt es außerhalb Europas durchaus große Zuchtprogramme die genau auf diese Dynamik setzen. Sind diese Erfolgreich ist davon Auszugehen das es zu einem massiven Import solcher Königinnen kommen wird. Dabei würden natürlich alle bisherigen Zuchterfolge in unserer bisherigen Zuchtsituation verloren gehen.

    Ist die erster Methode erfolgreich, läuft es ganz anders herum und wir wären näher an unserer Zuchtpopulation dran. Was (ob) es wird steht in den Sternen und beide Wege haben ihren Charm.

  • Ich hoffe das Hartmut das auch nicht löscht.

    Um es kurz zu machen. Gelingt es überhaupt eine Varroaresistenz zu erreichen, ist das eine Auszeichnung wert. Das hatten wir diskutiert.

    Wie man eine Reinerbigkeit und Erbstabilität dann erreicht, muss ich mir.dann von einem Biologen den ich kenne erklären lassen. Das ist mir nicht bekannt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ich mache gerade den Züchterkurs und dort wurde das über das Beispiel der Buckfastbiene erklärt. Auch wie aktuell der Stand ist bei varroaresistenten Bienen und dass einige diese haben, jedoch fehlt dann oft Sanftmut. Und dass man jetzt nicht mehr nur nach Eigenschaften sondern auch Genetische Untersuchungen nutzt. Da wird dieses Jahr wohl auch eine grosse Studie veröffentlicht. Sehr spannend das Ganze und ich musste meine Meinung revidieren.

  • Hallo, noch mal zurück zum eigentlichen Thema. Hier eine mittlere Wasserstandsmeldung aus dem Raum Magdeburg: Jetzt haben wir hier endlich Winterwetter -3 bis +3 C? Das hätte ich mir vor einem Monat gewünscht. Die Oxalsäure Behandlung habe ich deshalb erst kurz vor Weihnachten durchgeführt. Die Kontrolle gestern zeigte einen Milbenfall unter 5 in 5 Tagen. Da meine Beuten auf Gerüstfußböcken stehen (https://pin.it/em2v2jgwf7bb75) ca. 30cm über Erdboden, kann ich den Totenfall der Bienen von unten sehen, derzeit sehr gering. Die belagerten Wabengassen sind seit Winterbeginn eher mehr geworden, sie folgen dem Futter. Anzeichen von Brut konnte ich im Gemüll nicht erkennen. Der Wagstock hat noch min. 15kg Futter. Sie sitzen fast alle auf der rechten Seite. Hoffe, dass das ruhige WInterwetter noch lange anhält. Ein bischen Schnee wäre auch schön.

  • ...Beide möglichen Wege scheitern aus meiner Sicht aber schon von vorne herein an wirtschaftlichen Gegebenheiten und am mangelnden Durchhaltevermögen, mangelndem Wissen aber auch an der Bequemlichkeit von Imkern...

    Luffi, weshalb schreibst Du das, wissend, dass es Stände gibt, wo es seit zig Jahren funzt? Pilze werden auch dort gesammelt, wo sie wachsen.

  • Wie man eine Reinerbigkeit und Erbstabilität dann erreicht, muss ich mir.dann von einem Biologen den ich kenne erklären lassen. Das ist mir nicht bekannt.

    Lass dir das lieber von einem ausgebildeten Tierzüchter erklären. Die sind da wesentlich näher dran an der Realität. Es gibt nur wenige Biologen die gute Tierzüchter sind.

  • Habe heute mal die Windeln gezogen, alle Völker wohl auf, mindestens 6 Wabengassen besetzt und wenn mich einer nach Milben fragen sollte, muss ich sagen, was ist das, da hab ich keine mehr.:)

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)