Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Hab ich schon, war nicht wirklich ernst gemeint aber auch nicht alles was von Wissenschaftler veröffentlicht wird hält auf Dauer stand. Über Doppelblindversuche unter gleichen Bedingungen liest man bei den in Rede stehenden Problemen wenig, so dass ich mich eher auf Bewährtes verlasse, dazu gehört mein Winterfutter. Trotzdem, "Die größte Form des Wahnsinns ist alles beim alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert" (Albert Einstein)? Jede Medallie hat zwei Seite?

  • Ludger nicht nur das, sondern auch welche Auswirkungen die einzelnen Maßnahmen auf den Brutzyklus haben.

    Nur dann kann man einschätzen inwieweit mein Varrokonzept wirklich funktioniert.

    Daher nimmt man sich einfach mal ein Blatt Papier.

    In den Spaltenbeschriftungen stehen dann die Monate.

    Als Startpunkt nimmt man den Dezember mit der Winterbehandlung.

    Hier gehen wir mal von 400 verbliebenen Milben aus. Danach verdoppelt man mal einfach die Milbenzahl pro unbehandelten Monat. Ende Juli hat man dann eine deutliche Zahl an Milben auf dem Papier stehen.

    Damit kann man jedem Anfänger, wenn auch wissenschaftlich nicht korrekt, deutlich vor Augen führen, was da passiert.

    Als einfaches Beispiel trägt man dann einfach mal das Drohnenschneiden mit einem Wirkungsgrad von 30-35% ein. Damit spart man bis August in etwa eine Verdopplung der Varroamenge für einen Monat.

    Mit hat das Blatt Papier vor ein paar Jahren sehr geholfen.

    Es zeigt auch, warum nach der Ameisensäurebehandlung die Milbe bis Dezember sich so stark vermehrt hat, dass eine weitere Behandlung notwendig ist.

    Natürlich kann man exakt.mit Brut Zyklus und unterschiedlichen Faktoren bei Drohnen und Arbeiterbrut rechnen.

    Ich benutze immer noch die Methode um mir bei Änderungen des Konzepts, Behandlungsergebnissen etc die weitere Entwicklung der Varroa vor Augen zu führen.

    Wer das dann noch in eine Excel Tabelle eingibt, kann dabei unterschiedliche Szenarien simulieren.

    Da sieht man auch warum Bienenjahr und Kalenderjahr unterschiedlich sind.

    Freier Imker

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  • Trotzdem erklärt es mir nicht dir großen Unterschiede zwisch vergleichbaren Völker bei der Puderzuckerkontrolle oder nach der Restentmilbung im Dezember. Jeder Bien hat seinen eigenen "Charakter"! Habe das immer besonders beim Putztrieb in der HB Normbeute 52 festgestellt, wo du gut den Müll ausräumen kannst.

  • Georgie, dann verschiebe mal den Faktor nach oben und unten.

    Das führt im Laufe der Zeit zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

    Gerade weil jedes Volk seinen eigenen Charakter hat, ist das sehr schnell erklärt.

    Alleine dadurch das jedes Volk unterschiedlich aus der Brut geht, wirkt auf die Milbenreproduktion anders.

    Leider sind die Ergebnisse nicht reproduzierbar. Völker die ein einem Jahr sehr wenig Milben haben, haben in darauffolgenden plötzlich sehr viele. Selbst Völker mit geringem Befal zeigen in der nachfolgenden Generation diese Eigenschaften nicht mehr. Schade

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  • Danke Ede, das deckt sich mit meinen Vermutungen. Man sollte sich auf Die Ergebnisse des natürlichen Milbenfalls deshalb nicht verlassen und alle Völker vorsorglich mit AS im Sommer und OS im Winter behandeln. Dies führt jedoch längerfristig zu Resistenz bei den Varoen! Rein biologisch durch TBE mit anschließender FW Entnahme wäre diesbezüglich besser, es auszuprobieren traue ich mich noch nicht, dieses zu untersuchen überlasse ich den Instituten. Meine Völkerzahl reicht hier ohnehin nicht aus um Allgemeingültige Aussagen zu finden.

  • Dirk Müller hats nur nachgeplappert !

    Bin auch kein allzugrosser Fan von ihm, aber kritisch denken ist nie verkehrt ;)

  • Lieber Patrick Johannes ,

    da freu ich mich aber sehr für dich und deine Mädels <3! Klasse Völker!


    Meine 14 sind wohlauf, zwei allerdings etwas schwach auf der Brust, da werde ich wohl vereinen.

    Hab im Sommer mit TBE und MS behandelt und, wie viele hier, im Spätsommer gemerkt dass es nicht gereicht hat.

    Anfang September dann also nochmal den Nassenheider nachgelegt, kurz vor Weihnachten OX geträufelt.


    Ich schiebe die Ergebnisse der TBE auf die MS und werde nächstes Jahr OX verdampfen, wie es zwei Kollegen aus der Nähe machen, anscheinend mit guten Ergebnissen.


    Patrick Johannes , dieses Jahr klappt es aber mal mit dem Kaffee! :)

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Hallo Patrick Johannes,

    Dann können wir gerne die Kaffeerunde falls gewünscht zusammen legen.:saint:


    Waldfrau, versuch es mal mit aufsetzen auf ein starkes Volk. Leider stimmen die Temperaturen dafür noch nicht. Einfach Gitter dazwischen und oben drauf.

    Viel Erfolg :thumbup:



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