Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Wer Futterprobleme befürchtet, bzw. sogar schon hat, füttert am besten Einfach mit Teig nach.
    Vor allem solche Spielereien mit Futterwaben von Toten Völkern umhängen sollte man lassen. Das kann richtig gefährlich werden, z.B. wenn man doch Nosemasporen auf der Wabe hat. Das Probleme hat man mit Futterteig nicht, wird perfekt angenommen und wie eingelagerter Honig behandelt..

    Wer keinen Futterteig hat, kann im Winter auch mit losem Zucker auf Papier nachfüttern, Zeitungspapier auf die Oberträger, Zucke roben drauf und zwei drei spritzer Wasser. Da funktioniert aber nur im Winter, sobald die Bienen wieder fliegen, werden die Kristalle rausgetragen, aber zur Überbrückung bis man Teig hat, passt es.

  • Wer Futterprobleme befürchtet, bzw. sogar schon hat

    Bei dem muß aber einiges schief gelaufen sein, denn bis zum Reinigungsflug im Februar sollte der schlechteste "Einfütterer" mit seinen Bienen hinkommen. Es sei denn man hat nicht eingefüttert.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wer Futterprobleme befürchtet, bzw. sogar schon hat

    Bei dem muß aber einiges schief gelaufen sein, denn bis zum Reinigungsflug im Februar sollte der schlechteste "Einfütterer" mit seinen Bienen hinkommen. Es sei denn man hat nicht eingefüttert.

    Ich hatte jetzt bei zwei M+ die ersten Probleme. Aber wir haben hier oben Tagsüber noch immer bis zu 10°C und Flugbetrieb. Ein einzargiges Segeberger Volk war aber auch schon auf 4-5 kg Runter, hatte aber auch noch zwei volle Waben brut. Die haben damit schon 10kg seit Anfang Oktober verbraucht. Wäre es kalt und nicht so lauwarm, würde das besser aussehen. Aber ausreißer hat man mal und auf die muss man halt achten.

  • Robirot,

    Eine ähnliche Situation haben wir am wesrlichen Niederrhein.

    Gott sein dank habe ich Fett eingefüttert.

    Nutze die Gelegenheit der hohen Temperaturen und versuche noch nachzufüttern.

    Gute Tipps gab es genug.

    Eins ist sicher. Irgendwann kommt der Winter. Dann ist es zu spät.

    Viel Erfolg.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Die Völker sind alle Nachgefüttert. Aber mit Futterteig. Das Problem mit Flüssigfutter ist jetzt einfach, wenn man es in die Futterzarge packt, nehmen sie an guten Tagen ca. 1/4 L ab, an Tagen wo es dann wieder nur 6°C sind, aber gar nichts und man hat so ne Pfütze überm Volk, in der das Futter nur schlecht wird. ich kann aber leider auch nicht jeden Tag füttern, so oft komme ich zu dem Überwinterungsstand nicht hin. Jetzt haben sie aber genug Futter bis in den März und dann gibt es mit der ersten Erweiterungszarge auch die nächste ladung Futter.

  • Da stimmt was nicht mit deinem Futter.

    Ich füttere meinen Ablegern im Mai/Juni noch das Flüssigfutter aus dem Vorjahr.

    Da darf aber nichts rein wie Gras/Heu etc dann kippt das sehr schnell um.

    Kühle Lagerung ist ja momentan kein Problem.

    Das die Bienen, wenn sie in die Wintertraube gehen, kein Futter mehr abnehmen ist klar.

    Im Frühjahr ab Februar würde ich auf Futterteig umstellen.

    Das das alles jetzt suboptimal ist, erklärt sich von selber.


    Ich probiere gerade auch Mini Plus aus und bin selbst auf das Frühjahr gespannt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • robirot 2 volle Brutwaben Anfang Januar in Kiel?? Bin nicht sicher, ob das die richtigen Bienen für unsere Gegend sind....


    Nach Oxalsäure-Verdampfung im August bei brutfreien Völkern hatte ich im Spätherbst wieder massiv Varroabefall bei vielen Völkern. Hat mich bis November mit Blockbedampfungen auf Trab gehalten und leider sind Viele auch jetzt noch schwach, Verluste Ende Dezember zwischen 5-10%, was für mich sehr hoch ist. Dabei zähle ich Schwächlinge mit, die ich bei der Behandlung noch schnell vereinigt habe, da sie an der Todesgrenze waren. Ich hoffe daher auf einen eher milden und kurzen Winter und werds nächstes Jahr mal anders probieren.


    Gruss, Jan

  • ....Nach Oxalsäure-Verdampfung im August bei brutfreien Völkern hatte ich im Spätherbst wieder massiv Varroabefall bei vielen Völkern....


    Gruss, Jan

    Hallo Jan,


    hast du eine Erklärung oder Vermutung, woran das lag? Ich dachte immer, mit einer OXS-Verdampfung im brutfreien Zustand erwischt man 'fast' alle Milben, da ja keine in verdeckelten Zellen sein können.

    Das es nicht wirklich alle sein können, ist mir klar.

    Aber warum können soviel übrig bleiben, dass 2-3 Monate später schon wieder ein so massiver Befall herrscht?

    Danke und vg

    Axel

  • Hallo Axel,


    ich bin mir da auch nicht sicher. Bei 90% Behandlungserfolg können ja durchaus 50 Milben übrig bleiben, die bis November wieder bei 600 Milben sind, plus Reinvasion durch zusammenbrechende Völker oder räubernde Bienen. Die Schadschwelle liegt bei mir durch die Viren schon um die 600 Milben, dann sieht man kaum noch gesunde Bienen aus den im Herbst kleinen Brutnestern schlüpfen.

    Eine Lösung wäre, die Behandlungseffizienz im August/September gegen 100% zu steigern.


    Gruss,

    Jan

  • Ich dachte immer, mit einer OXS-Verdampfung im brutfreien Zustand erwischt man 'fast' alle Milben, da ja keine in verdeckelten Zellen sein können.

    Genau die gleiche Frage schwirrt mir seit einiger Zeit auch im Kopf rum.
    Hier haben viele dieses Jahr TBE gemacht, mit entweder OXS oder Fangwabe oder beidem, die jetzt davon berichten, wie sie im Herbst plötzlich massiven Varroabefall hatten.
    Ich kann das nur bestätigen - war bei mir mitunter auch so, und so richtig verstehen tue ich es nicht.


    Ich habe nur Vermutungen:

    Meine Völker mit Mehrbelastung waren räubern oder ich habe die Fangwabe zu schlecht gewählt oder ich habe das OXS besprühen (zu dieser Zeit habe ich nicht verdampft) zu früh am Tag gemacht und es wurden zu viele Flugbienen mit Milben drauf "verpasst".


    Aber verstehen tue ich das ganze nicht. wirklich.

  • Die Reinvasion wird oft unterschätzt und dabei spielt die Bienendichte und Behandlungserfolg der Nachbarimker die entscheidende Rolle. Wie sollte sich die Milbe auch sonst so schnell ausgebreitet haben in Europa?


    Ich habe hier in der Nähe 2 Stände von einem neuen Imker, da waren die Kisten schon im November leer.

    Anfang August hatte ich Schwärme in der Schwarmbox mit Oxalsäure beträufelt und am nächsten Tag an einem neuen Stand einlogiert. Im Oktober hatten einige wieder mehr als 400 Milben. Wie geschrieben hätten sie ohne weitere Blockbedampfung kaum überlebt. Bei dem milden Herbst konnten sie sich etwas erholen, aber ich denke, durch die verlängerte Brutperiode hat das auch der Varroa geholfen.


    Man muss mit der Varroakontrolle wirklich bis Ende Oktober dranbleiben und gegebenenfalls nachbehandeln.


    Zusätzlich sollte man die Völker in der Sommerentwicklung nicht vernachlässigen, denn starke Völker gehen schneller aus der Brut und stecken Varroabefall besser weg.

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  • Alles möglich ... aber ist es auch wahrscheinlich?


    - Fangwabe falsch gewählt: Klar kann man das besser oder schlechter machen. Aber wie auch immer, wenn es die einzige ausgebaute Wabe ist und die Kö nur darin stiftet, 'müssen' die Varroen da rein. Selbst wenn sie nur wenig offene Brut hat.


    - Räuberei/Reinvasion: Klingt für mich immer so nach letztem Strohhalm: Wenn keine andere Vermutung da ist, bleibt die Räuberei und/oder die Reinvastion. Aber wenn mehrere das Problem der hohen Milbenbelastung trotzt TBE/FW/OXS beobachten, erscheint mit das als Grund eher unwahrscheinlich.


    - Zu früh am Tage behandelt: Ja das kann sein. Wenn die Flugbienen unterwegs sind, erwischt man die bei der Behandlung nicht. Hier könnten andere, die den hohen Varroenbefall nach TBE/.... hatte mal berichten, ob da auch bei ihnen eine mögliche Ursache sein kann.


    - Was ist mit falscher OXS-Mischung, falscher Menge, falsch verdampft (zu niedrige Temp. etc.)....



    Nur wenn wir die Ursachen einkreisen können und die Fehler erkennen, können wir sie vermeiden.


    Danke!