Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Um zum Ursprungsthema zurückzukehren: Wie sieht`s bei Euch / euren Völkern aus?

    Nach der Winterbehandlung machen sie die letzten Ausflüge des Jahres hier (bei 9 Grad C). Bis auf einen schwachen Ableger, dessen Königin schon im Spätsommer m.E. zu wenig Brut angelegt hatte, sind alle gut dabei.

  • Hallo Blümchenblume!

    Wie ich auf Deinen Bildern sehe, sind die Futtertaschen bei Dir über den Winter

    drin. Ist das richtig ?

    Achtung, Anfang OT:

    "Richtig"? Ich weiß es nicht. Es ist so.

    Da ich erstmals über diese Futtertaschen (auf-)gefüttert habe hätte ich sie maximal nach der Auffütterung rausnehmen und entweder gar nicht oder gegen Leerwaben austauschen können. Ob das dann richtigererer oder falschererer :wink: gewesen wäre?

    Ich werde tüfteln (müssen). Jedenfalls können sie so im Frühjahr erstmal nicht völlig wildbauen. Und rausnehmen / ersetzen kann ich die Futtertaschen dann immer noch.

    Ende OT.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich bin ja mit 5 Völkern 2017 eingewintert und 2018 wieder ausgewintert, habe jetzt auf 12 Völker aufgestockt , von denen alle noch leben und gut da stehen ( auf 5-7 Waben Zander)trotz teils starkem Varroabefall im November ( nach TBE im Sommer)

    Aber wie Hamburger-Jung schon gesagt hat: gezählt wird im April.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....


  • Besorgt bin ich wg. des Futters, da es mein erster Winter mit 1,5 DNM ist.

    Im Moment, nach dem letzten Wiegen, noch alles im grünen Bereich, aber wird es ausreichen :/?

    Ruhig bleiben, du hattest ja gewogen. Jetzt kann man ohnehin nicht mehr füttern.


    1. Wenn Futtermangel eintritt -> erwärmte FuW direkt an den Wintersitz zuhängen.

    Hat man als Jungimker noch keine FuW vorrätig, fängt man an zu geigeln, z.B.:

    - auf LeerW Futtersirup in erwärmtem dünnen Strahl auf die Wabenflächen auftragen und mit dem Finger in die Zellen verreiben und anschließend die so imkerlich wiederbefüllte FuW wieder zuhängen

    - Aufwändig und gefährlich für die Bienen (von der Wabe abfallende Bienen verklammen bei Kälte und finden nicht wieder zur Wintertraube zurück) wäre es, leere FuW zu entnehmen, imkerlich zu befüllen und erwärmt wieder zuzuhängen.


    2. Futterbedarf steigt mit Aufnahme des Brutgeschäftes allmählich an (Kennzeichen: Zunahme von Abwärme und ggf. Kondenswassererscheinungen an der Abdeckfolie oder auf der Windel; bei Flugbetrieb: Polleneintrag). Dann (hier ist das üblicherweise Ende Februar ... März) muß der Imker verstärkt den Futtervorrat kontrollieren und notfalls eine Notfütterung vornehmen. Dazu ist wohl die von Bernhard Heuvel geschilderte Methode mit den auf die OT aufgelegten 2,5kg-Futterteigbeuteln (Unterseite mit T-förmigem Schnitt) die beste (#36):

    Bienen jetzt noch auffüttern

  • Bei mir sind auch noch alle da.
    Wie die aussehen, kann ich nicht sagen, aber wenn ich hier so lese, was ihr alle für fette Völker habt, dann muss ich sagen, dass lt. Windel meine deutlich kleiner sind. Und da ist es völlig egal, ob das welche mit TBE sind, oder welche mit klassisch Nassenheider pipapo.

    Es pendelt sich bei 4-6 Wabengassen ein.


    Eines geht wohl kaputt, warum auch immer (ich schrob darüber ja bereits) - trotz TBE.


    Futter macht mir auch Sorgen. Das hatte ich anderswo schon beschrieben, aber ich habe viel Futter oben rein gekippt, und das ist dann gleichmäßig, über Gebühr in den Monaten September bis Anfang November weggeschmolzen.

    Mittlerweile haben die sich zwar irgendwo bei 1 KG/Monat eingependelt (bis auf ein Ausreißer: 4 KG in 7 Wochen), aber es ist schon zu viel aus den Völkern raus, um damit bis April zu kommen - glaube ich.


    Aus dem letzten Winter kann ich bisher festhalten: Die von ribes verlinkte Anleitung vom Heuvel funktioniert eigentlich den ganzen Winter über, vorausgesetzt, das Volk sitzt am Oberträger und man legt den Futterteig mit dem genannten dünnen Schlitz über die Traube und legt darüber ein großes Abdeckfix. Da sammelt sich ausreichend Kondenswasser, sodass die Bienen den FT abnehmen können.
    Ich hatte auch das Gefühl, dass die sich mitunter ganz gerne in die entstehende Wärmeglocke in der FT-Tüte kuscheln.
    Weil dann der Deckel nicht drauf passt, kommt noch eine Halbzarge drauf, die man ja mit Isoliermaterial wie Zeitung oder so füllen kann. Dann bleibt der Kopf auch warm.
    Allerdings fehlen mir bei der Methode jahrelange Erfahrungen mit statistisch validen Völkermengen.

    Hat letztes Jahr gut funktioniert, muss dieses Jahr sehr wahrscheinlich auch wieder funktionieren - sonst Hungertod.


    Ansonsten Varroa: OXS sublimiert. Dabei ganz unterschiedliche Fallzahlen. Von 400-600 bis hin zu wenigen dutzend Milben. Wenn ich das Gemüll richtig deute, waren auch Völker noch in Brut (einzelne Stifte auf der Windel, braun-krümeliges Wachs). Ich habe die nicht aufgerissen und reingeschaut, sondern mich geradezu stur an die Regel "3 Wochen nach den ersten richtigen Frostnächten sind sie brutfrei" gehalten.

    Liegt auch daran, weil die Meinung "nicht aufmachen, mehr Schaden als Nutzen" mehrheitsfähig zu sein scheint.


    Allerdings merke ich auch, wie ich in einen gewissen Fatalismus verfalle.
    Entweder meine Bemühungen haben gereicht, oder ich muss analysieren, woran es lag.
    Das wird allerdings schwer, weil ich keinen Blassen habe, was ich hätte anders machen können.


    So, genug geheult.

    Grüße

    Ralf

  • rall0r :

    Johannes Peter legt ja ein Kissen in den entstehenden Leerraum der aufgesetzten Zarge, um den "Kopf warm zu machen"




    Die Futterteigmethode hat auch hier wunderbar funktioniert letzten Februar und ich habe ausreichend Vorrat im Keller, falls es notwendig sein sollte.

    Ich bin mittlerweile hinsichtlich Varroa ebenso fatalistisch- ich hab echt alles gegeben - (lerne aber gerne noch dazu)

    wenn es nicht klappt, hat es wohl nicht gereicht...

    Aber eigentlich bin ich ganz zuversichtlich.

    Hatte auch schon 3 Waben-Völker, die gut durchgestartet sind im Frühjahr.

    Notfalls sanierst du im Frühjahr für 3 Wochen. Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo zusammen,


    mal eine Frage zur Futtermenge: Ich hatte insgesamt 23,5 Kg je Volk eingefüttert. Da war ich der Meinung, dass ich damit auf jeden Fall durch den Winter komme und auch nicht mehr wiegen muss. Auf dem Imkergrundkurs hatte ich gelernt, dass man bei zweizargiger Überwinterung ca. 18 bis 22 Kg einfüttern soll. Gibt es da andere Erfahrungen?


    PS: Ich bin in meinem zweiten Imkerjahr, von daher fehlen mir die Erfahrungen.


    Viele Grüße

    Manuel

  • Moin,


    Einfüttern ist das eine, wieviel dann für die Überwinterung wirklich eingelagert wird das andere. Sicherheit schafft hier nur wiegen der Beuten.


    Meine Völker überwintere ich mit 14 kg Futter zuverlässig, aber Futterkontrollen ab März sind eigentlich immer hilfreich, Ausreißer kann es geben, so dass ich bei einzargiger Führung etwas achtgeben muss - ein Problem das Zweizarger und Großraumbeuten nicht haben sollten.


    Beste Grüße


    Peter

  • passt schon...

    Glaube mal irgendwo gelesen zu haben das man nicht unter 17 Kilo Winterfutter kommen sollte, ich versuche das meine Völker immer um die 22 Kilo liegen. Da es dieses Jahr aber so lange richtig warm war und zumindest meine Völker richtig lange, große Brutnester hatten, glaube ich das es im März durchaus eng werden könnte. :/

  • und wurde hier im Forum an anderer Stelle schon ausgiebig diskutiert

    OT, aber man kann´s wohl nicht oft genug verlinken :


    aus dem Thread " Gewichtsabnahme durch Bruteinschlag"

    BernhardHeuvel schrieb: Okt-Jan = 1 kg Futter pro Monat
    Februar = 2 kg Futter pro Monat
    ab März bis April = 4 kg Futter pro Monat


    4 x 1 kg = 4 kg
    1 x 2 kg = 2 kg
    2 x 4 kg = 8 kg
    Gesamtbedarf 14 kg Winterfutter


    Theoretisch und praktisch kommt man mit etwa 6 kg Futter bis Ende Januar. Dann kann man auch beim Schiedsetzen ein Paket Apifonda auflegen und den Beutel nach Bedarf auswechseln.


    Das meiste "Winterfutter" wird im Sommer in Brut umgesetzt. Und das ist auch gut so.

  • Das meiste "Winterfutter" wird im Sommer in Brut umgesetzt. Und das ist auch gut so.

    Der Link auf Bernhards Beiträge ist wichtig.

    Den zitierten Satz aber muß man erläutern: Besser, rechtzeitig mit satten Reserven eingefüttert zu haben, als später sich um Futtervorräte Sorgen machen, gar Notfütterungen einrichten zu müssen. Wer das beherzigt, muß im Frühjahr dann volle FuW den Völkern entnehmen (um den Honig nicht zu verfälschen) und kann diese später Ablegern zuhängen, die sie dann leeren und so in Brut umsetzen.

    Notfütterungen sind - wie der Name schon sagt: Not-Lösungen für Ausnahmefälle und dürfen nicht zum Normalzustand werden, auf den der Imker regelmäßig oder gar schon im Januar zurückgreift.