Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Meine 10 Völker waren zur Winterbehandlung (OS-Träufelung) am 11.12. auch alle noch am Leben. Rein optisch sahen sie schwächer aus, als in den Vorjahren. Ums Futter mache ich mir auch Sorgen, weil ich krankheitsbedingt nicht gewogen habe, als sie fertig eingefüttert waren. Ich hatte zwar genug rein geschüttet, bin aber nicht sicher, ob im Herbst noch viel verbraucht wurde. Ich hoffe auf ein paar milde Tage Ende Februar zum rein Spitzen und entscheiden über Ausgleich Futterwaben/Auflage Futterteig.
    Der Milbenfall war enorm. Es fielen ca. 350 Milben in den Völkern mit den meisten Milben. Und das unabhängig davon, ob es Völker waren, die ich mit AS im Nassenheider behandelt hatte, oder die mit TBE. Ich hatte gehofft, da gäbe es deutlichere Unterschiede.
    Interessant wird es jetzt, ob die Milbenzahlen drei Wochen nach der Behandlung runter sind. Insgesamt gehe ich immer ganz optimistisch in den Winter und ab Januar krieg ich Muffesausen….

  • ...Ums Futter mache ich mir auch Sorgen, weil ich krankheitsbedingt nicht gewogen habe, als sie fertig eingefüttert waren...
    Es fielen ca. 350 Milben in den Völkern mit den meisten Milben. Und das unabhängig davon, ob es Völker waren, die ich mit AS im Nassenheider behandelt hatte, oder die mit TBE. Ich hatte gehofft, da gäbe es deutlichere Unterschiede.

    Wenn Du das Leergewicht der Völker (also vor Auffütterung) hast, kannst Du ja jetzt mit dem Ist-Gewicht vergleichen.

    Der Schweizer Tiergesundheitsdienst setzt ja für den behandlungsbedingten Milbentotenfall binnen 2 Wochen die Schadschwelle bei 500 an. Da hättest Du also noch etwas Luft nach oben. Jetzt kannst Du nach der Träufelung keinen Behandlungsschritt mehr nachschieben, allerhöchstens im Mai durch TBE, Drohnenschneide o.ä. die Varroalast senken.

    AS im Nassenheider unter optimalen Bedingungen und richtig angewendet bzw. TBE (wetterunabhängig) sind gleichermaßen wirksam. Wieso hast Du Unterschiede erwartet?

  • ...Ums Futter mache ich mir auch Sorgen, weil ich krankheitsbedingt nicht gewogen habe, als sie fertig eingefüttert waren...
    Es fielen ca. 350 Milben in den Völkern mit den meisten Milben. Und das unabhängig davon, ob es Völker waren, die ich mit AS im Nassenheider behandelt hatte, oder die mit TBE. Ich hatte gehofft, da gäbe es deutlichere Unterschiede.

    Wenn Du das Leergewicht der Völker (also vor Auffütterung) hast, kannst Du ja jetzt mit dem Ist-Gewicht vergleichen.

    Der Schweizer Tiergesundheitsdienst setzt ja für den behandlungsbedingten Milbentotenfall binnen 2 Wochen die Schadschwelle bei 500 an. Da hättest Du also noch etwas Luft nach oben. Jetzt kannst Du nach der Träufelung keinen Behandlungsschritt mehr nachschieben, allerhöchstens im Mai durch TBE, Drohnenschneide o.ä. die Varroalast senken.

    AS im Nassenheider unter optimalen Bedingungen und richtig angewendet bzw. TBE (wetterunabhängig) sind gleichermaßen wirksam. Wieso hast Du Unterschiede erwartet?

    Ich weiß nicht, warum ich Unterschiede erwartet habe ;) - vielleicht, damit ich künftig nicht mehr grübeln muss, welcher Methode ich den Vorzug geben soll! So werde ich halt weiter jeden Herbst zaudern ….

  • Hm, jede Behandlungsmethode hat ihre Wirkungs- und Rahmenbedingungen. Je weniger bestehen bzw. je einfacher einzuhalten bzw. einzuschätzen die sind, umso weniger Zweifel entstehen. U.a. deswegen ist mir die TBE mit 2 x nachfolgender FangW-Entnahme die liebste und sicherste Methode. Außerdem ist unter dem Gesichtspunkt der Zuchtauswahl bei den Milben das Argument von der Schlechtesten-Auslese (bei TBE) gegenüber Besten-Auslese (bei TAM) nicht von der Hand zu weisen.

  • Hallo, bin hier neu, da erst im vorigen Jahr nach 25 Jahren Unterbrechung mit Eintritt in den Ruhestand wieder mit imkern begonnen. Habe aus drei Ablegern 3 Völker auf 20 DNM und 3 Völker auf 12 DNM eingewintert. OS Behandlung erst kurz vor Weihnachten durchgeführt, es fielen Nach 7 Tagen max. 150 und min. 40 Varoa. Vor der Behandlung lag der natürliche Fall zwischen 0 - 1pd. Es war wohl schon zu spät aber Frost hatten wir hier bisher nicht wirklich. Derzeit fallen noch 2-5 pd. Habe 3 Völker in 6W Ablegermagazin und 3 in10er Liebig zweizargig. Völker sind annäherd gleich stark mit 6WG, bin gespannt, wie die Frühjahrsentwicklung erläuft. Ich tippe die Ablegermagazine entwickeln sich ohne Eingriff, die 10er Liebieg mus Anfang März die untere Zarge raus.

  • Bei mir erhalten TBE-Völker direkt (!) nach dem Abschütteln auf neue Rähmchen +/- MW Zuckerwasser 1:1 oder ApiInvert 1:1 in großer Menge (10 Liter). Das dümpelt auch nicht lange im Fütterer, sondern wird binnen Tagen aufgenommen und verbaut; denn Bienenmasse ist ja ausreichend vorhanden. Danach (August) bekommen sie das Gleiche in der Konz. 2:1 und im Sept. 3:2. Was im Okt. noch nicht das Zielgewicht erreicht hat, bekommt nochmals ApiInvert unverdünnt und fertig.


    Ob die dann auf 8, 9 oder 11 Großrähmchen (DD, DN1,5) überwintern, ist m.E. irrelevant; Schied dran und ab in den Winter.


    Hallo,


    wann wiegt ihr denn das Leergewicht ?

    Direkt nach TBE sind die Waben ja noch nicht ausgebaut, oder spielt das für euch keine Rolle ? Wiegt ihr nach der TBE und zieht ihr dann ein paar Kilo für Wachs ab ?

    DANKE!

  • Direkt nach TBE sind die Waben ja noch nicht ausgebaut, oder spielt das für euch keine Rolle ? Wiegt ihr nach der TBE und zieht ihr dann ein paar Kilo für Wachs ab ?

    Warum Wachsgewicht abziehen? Wachs können zumindest die Bienen nicht als Winterfutter verwerten. Wer vergessen hat, das Leergewicht zu wiegen, kann es ungefähr rechnerisch ermitteln. Leergewicht für Beutenteile, für Wabenwerk im Standmaß, für die Bienen - für all das gibt es Hersteller-/Händlerangaben bzw. Meßmöglichkeiten an baugleichem Reservematerial bzw.Richtwerte (z.B. ZanderMW 80 g, mit ausgebautem Wabenwerk 140g).

    Mit den Jahren sammelt man Erfahrungen mit dem Leergewicht der eigenen Völker vor der Auffütterung. Da spielen 1 ... 2 kg Meßungenauigkeit keine Rolle, da man ohnehin das Zielgewicht (nach Auffüterung) mit reichlich Reserve wählt. Schließlich weiß man ja als Imker nicht, wie der Winter verlaufen und der Futterverbrauch wirklich ausfallen wird. Also: reichlich Reserve einplanen.

  • Hallo,

    ich habe mir eine (nochnicht vollständige) Tabelle aller Beutenteile (Zargen ausgebaut / nur Rähmchen, Boden, Kissen und Dach) gemacht.

    Nach dem Einwintern habe ich alle Völker gewogen.

    Minus Beutengewicht, minus Bienen = in etwa das Futter.

    Nun werde ich im Februar wieder wiegen. Die eingewinterten Bienen sind dann weniger geworden. Kann aber vernachlässigt werden.

    Pro Woche sehe ich mir die Windel an. Das Schrotbild notiere ich mir. Das ist ein Anhaltspunkt für die Völkerentwicklung in der 2. Winterhälfte.


    Trotzdem bin ich nochimmer unsicher.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Warum Wachsgewicht abziehen? Wachs können zumindest die Bienen nicht als Winterfutter verwerten.

    Nehmen wir an ich wiege nach TBE und Gabe von neuen Mittelwänden 17kg und will 15kg einfüttern

    Soll das Endgewicht dann 32 kg oder eher 34kg (17kg Leergewicht + 2kg neu gebautes Wachs + 15kg Futter = 34kg) sein. Aber vermutlich kommt es wie du sagst auf das eine oder andere Kilo nicht an.

  • Wenn du eine frisch ausgebaute Wabe oder Naturbau wiegst, wirst du feststellen, dass der selbstgebaute Teil im Vergleich zu den typischen Mittelwänden wirklich vergleichsweise wenig wiegt. Im Rahmen der Messgenauigkeit bei beidseitigem Wiegen und addieren ist das sicher ein Messfehler, den man vernachlässigen kann.

    Ich wiege vor dem Einfüttern und danach, ob die entsprechenden Zuwächse wirklich erreicht werden. Vor dem Füttern fülle ich noch mit der gewünschten Zahl an Rähmchen auf und dann dürfen sie bauen und einlagern. Die paar Gramm, die sie dann in Wachs oder neue Brut umsetzen, sind mir egal. Die Hauptbautätigkeit haben sie ja vorher schon erbracht, wenn man erst zum Ausbau und Brüten noch dünn zufüttert.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ok, war vielleicht missverständlich. Ich fülle auf Zielrähmchenzahl auf, füttere dünn zu für den Ausbau und die neue Brut. Wenn sie ordentlich gebaut haben, will ich Einfüttern. Meist liegt zwischen Baufütterung mit leichtem Vorrat und Einfüttern mein Urlaub in den bayrischen Sommerferien. Dann wiege ich und füttere für den Winter ein. Die Gewichtsdifferenz, die zwischen dem Wiegen vor dem Einfüttern und dem Wiegen nach dem Einfüttern noch durch Brut oder neues Wachs entsteht ist meiner Meinung nach klein. So wiege ich hauptsächlich den zusätzlichen Winterfuttervorrat durch Einfüttern oder Sammeln im Springkraut. Die Futterkränze von vorher auf den Bruträhmchen und das Wachs sind für mich auch ja auch kein Wintervorrat, sondern zwingend zum gesunden Leben nötig.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)