Überwinterungssituation 2018 / 2019

  • Hallo zusammen,

    habe heute einige Bienen beim Wasser holen beobachtet und bin dann raus zum Bienenstand. Es ist reger Flugbetrieb bei fast allen Beuten. 20-30 Bienen hängen vor den Gittern, einige kommen und gehen. Was tun die Damen da bei 6 bis 8°C?

    Das Schwitzwasser unter den Folien könnte auf Bruttätigkeit hinweisen. Sind das bloß Reinigungsflüge?

    Gruß aus dem Bergischen Land

    Markus

  • Ist hier in Mittelhessen genauso, sie holen sich seit Wochen Wasser, bevorzugt auf vermoosten Dachflächen und auf Laub.
    Habe nicht in die Beuten geschaut, aber ins Gemüll: seit Anfang Dezember frische Wachsschuppen, sowie einzelne Eier, gestern bei einigen Völkern Brut-Deckel in 1-2 Wabengassen:

    Sie gingen schon vor der Wintersonnenwende wieder in Brut, bei einigen ist der erste Brutsatz geschlüpft.
    Laut Langfristprognose sollen Januar und März kälter als üblich werden. Bin gespannt, welche Völker dann nicht aus der Brut gehen. Die Waage wird es zeigen.


    Nachtrag: alle zehn eingewinterten Völker leben, auf 5-7 Wabengassen (ZaDant / Zander-1,5).

  • Hallo Ralf,

    danke für die Reaktion, bei uns leben auch noch alle 12, da die Traube mal lang und mal breit ist, ist bei uns das Zählen der Gassen (Zander) nicht ganz aussagefähig.

    Gruß und allen einen guten Übergang in ein hoffentlich erfolgreiches Bienenjahr 2019

    Markus

  • Ja, 14kg mögen eine ganz gute Grundlage sein, wenn denn der Winter "normal" ist.

    Derzeit ist das Wetter alles andere als Normal.

    Ich füttere lieber 18kg ein und entnehme im Frühjahr 1-2 FuWa, als dass ich mir sorgen um das Futter mache.

    Zum Winter 2017/18 wollte ich etwas knapper füttern, halt eher 14kg als 18kg, um halt nicht wieder so viele Waben übrig zu haben. Leider haben die Völker auf Grund der Witterung schon Neujahr stark angefangen zu brüten und das Futter war eher verbraucht als erwartet. Zudem ist im Herbst deutlich weniger als die Jahre zuvor reingekommen. Als dann der Frost Ende Februar/Anfang März für 1-2 Wochen kam, ist das Futter dann doch knapp geworden und ich hab zugefüttert.

    Jetzt füttere ich doch lieber wieder 18kg+ ein und bin safe.

    War dieses Jahr gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, da ich die Völker durch die TBE erst einmal dünn gefüttert hatte und vieles schnell für's Bauen verbraucht wurde.

    Von daher: Nicht nur das, was reingebacht wurde zählt, sondern auch das was drin geblieben ist.

    Also wichtig: Wiegen!

    Nach ein paar Jahren hat man dann ein Gewicht herausgefunden, welches als Zielgewicht beim Einfüttern zum Zeitpunkt X dient.

    Aber 20kg+ eingefüttert sollte reichen manu_nr

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hamburger-Jung :

    Das Füttern der TBE Völker war auch meine größte Herausforderung letzten Sommer. Es war meine erste TBE und ich habe mal gelernt, dass man solche Völker, die ja ähnlich JungVölkern länger /stärker brüten, nicht zu früh auffüttern darf. Dünn und in kleinen Mengen hatten sie ja nach der TBE die ganze Zeit. Nun ist es hier immer sehr mild im September /Oktober, aber ich war doch sehr unsicher,wann ich jetzt mit großen Mengen Sirup anfange.

    Wie hast du das gehandhabt?

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Dünn und in kleinen Mengen hatten sie ja nach der TBE die ganze Zeit. Nun ist es hier immer sehr mild im September /Oktober, aber ich war doch sehr unsicher,wann ich jetzt mit großen Mengen Sirup anfange.

    Wie hast du das gehandhabt?

    Wie Andreas es gemacht hat, weiß ich nicht.


    Bei mir erhalten TBE-Völker direkt (!) nach dem Abschütteln auf neue Rähmchen +/- MW Zuckerwasser 1:1 oder ApiInvert 1:1 in großer Menge (10 Liter). Das dümpelt auch nicht lange im Fütterer, sondern wird binnen Tagen aufgenommen und verbaut; denn Bienenmasse ist ja ausreichend vorhanden. Danach (August) bekommen sie das Gleiche in der Konz. 2:1 und im Sept. 3:2. Was im Okt. noch nicht das Zielgewicht erreicht hat, bekommt nochmals ApiInvert unverdünnt und fertig.


    Ob die dann auf 8, 9 oder 11 Großrähmchen (DD, DN1,5) überwintern, ist m.E. irrelevant; Schied dran und ab in den Winter.

  • Zu der Überwinterungssituation:

    Bis zur Oxalsäurebehandlung habe ich kein Volk verloren.

    Dieses Jahr habe ich rigoros fast alle schwachen Völker aufgelöst und zusammengefasst. Leider hat die Räuberei der Wespen hauptsächlich dazu geführt, dass 4-6 Völker zusammengefasst wurden.

    Es wäre aber sehr kurzsichtig davon auszugehen, dass es zu keinen weiteren Verlusten kommt.

    Ich habe den WV 18-20kg Futter gegeben.

    Die waren dieses Jahr so stark, dass lieber noch nochmal eine Schippe nach oben drauf gelegt habe.

    Ich handle lieber nach dem Grundsatz mehr ist besser. Ich kann dann im Frühjahr lieber ein paar Futterwaben entnehmen, anstatt das Völker verhungern.

    Nachfüttern im Frühjahr ist immer mir Ärger verbunden und gelingt nicht immer.

    Der Rest geht dann in die Ableger 2019.

    Gezählt wird erst Ende März.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hamburger-Jung :

    Das Füttern der TBE Völker war auch meine größte Herausforderung letzten Sommer. Es war meine erste TBE und ich habe mal gelernt, dass man solche Völker, die ja ähnlich JungVölkern länger /stärker brüten, nicht zu früh auffüttern darf. Dünn und in kleinen Mengen hatten sie ja nach der TBE die ganze Zeit. Nun ist es hier immer sehr mild im September /Oktober, aber ich war doch sehr unsicher,wann ich jetzt mit großen Mengen Sirup anfange.

    Wie hast du das gehandhabt?

    Moin,

    grundsätzlich hab ich es ähnlich wie Rainer gehandhabt, war aber deutlich vorsichtiger beim ersten Futterschub, den ich direkt nach der TBE gegeben habe (ca. 3-5kg 1:1).

    Danach, bzw. zwischen den Varroa-Behandlungen, immer in kleinen Mengen a 2-3kg, da ich nicht zu früh zu viel Futter in den Völkern haben wollte.

    Erstaunlicherweise waren viele Völker bereits im September auf Endgewicht.

    Ich hab aber nicht nur große, fette Völker (steht ja hier immer wieder im Raum), sondern auch 1-2 Ableger, die vielleicht nicht eng genug geschiedet sind, die sehen deutlich kleiner aus (eher 3-4 Wabengassen besetzt).

    Ein Ableger, den ich im Ablegerkasten DN auf 5 Waben habe, brummt dagegen wie verrückt.

    Hier denke ich, dass der Raum besser passt, die Bienen enger sitzen können/müssen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ob die dann auf 8, 9 oder 11 Großrähmchen (DD, DN1,5) überwintern, ist m.E. irrelevant; Schied dran und ab in den Winter.

    Bei den 8 Rähmchen, würde ich aber sehr wenig Platz für das Brutnest vermuten. Bei der gleichen Menge Futter in 11 Waben. Also da fehlen mir die Erfahrungswerte, aber wenn es klappt, ok.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wie Andreas es gemacht hat, weiß ich nicht

    Danach (August) bekommen sie das Gleiche in der Konz. 2:1 und im Sept. 3:2. Was im Okt. noch nicht das Zielgewicht erreicht hat, bekommt nochmals ApiInvert unverdünnt und fertig.

    und warum am Schluss nochmal dünner?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • und warum am Schluss nochmal dünner?

    Danke für den Hinweis! Es ist falsch beschrieben; muss heißen

    1:1 (Zucker:Wasser) - 2:1 - 3:1 - ApiInvert unverdünnt (= 70 % Zuckeräquivalente). Letzteres nur, weil schon tw. vorinvertiert und damit nur noch Einlagerung durch die Bienen erfolgt.

    Ich hoffe, jetzt ist es klar.


    Rainer