Beutenübersicht

  • Hallo zusammen,


    ich fang grad mit der Imkerei an und hab alte Beuten. Mich als Neuling würde mal interessieren, ob irgendwo eine Art "Testbericht" oder eine Gegenüberstellung von mehreren Systemen mit den Vor- u. Nachteilen existiert. Wenn ich diverse Kataloge von Versandfirmen bzgl. Imkereibedarf lese, werde ich nicht schlau, zumal mir natürlich die Praxis fehlt. Der regionale Fachhandel hat nur einen Typen und kann mir hier nicht mal die Vorteile erklären.
    Also, vielleicht hat jemand einen Vorschlag über ein gutes Buch oder sonst noch welche Links.


    Grüße Franz

  • Hallo Franz,
    bei der Wahl der richtigen Beuten stelle ich dir die Gegenfrage - Welcher Glaube ist der richtige, der katholische, der evangelische oder etwa der Glaube der Zeugen Jehovas.
    Jeder ist von seinem Glauben überzeugt und schneidet ihn auf seine Bedürfnisse zu, genauso ist es mit der Beutenfrage. Wenn du dir ein Magazin kaufst, gleich welcher Art, liegst du immer richtig, du darfst dir nur keine alten Hinterbehandlunsbeuten oder ähnlichen alten "Schrot" andrehen lassen, denn dann hast du den falschen Glauben.

  • Hallo zusammen,


    tja das mit dem Glauben ist so eine Sache, oder "wo das Wissen aufhört, fängt der Glaube an". Dass generell ein Magazinimkern der richtige Weg ist, glaub ich. Bei den Rähmchen ist Zander oder DN das richtige Mass. Was mich einfach interessieren würde, sind die Vor-/Nachteile der einzelnen Beuten. Irgend jemand muss doch die einzelnen Punkte aus der Praxis erläutern können. Ich möchte einfach nur für mein Geld die optimale Beute erwerben, wie beim Autokauf, da liest man ja auch Prospekte und vergleicht techn. Daten usw.
    Oder, das Ganze ist doch nicht so wichtig, wie du schon erwähnt hattest.


    Danke für die Antworten,


    Grüße Franz

  • Hallo Franz,


    kannst Du mir begründen, warum Zander richtig ist, Langstroth dagegen nicht? Der Unterschied beträgt 12mm in der Höhe und 28mm in der Länge, also fast nichts.
    Ich denke, wir sind uns einig, daß das Rähmchenmaß das geringste Problem ist. Viel wichtiger sind andere Punkte wie die Einhaltung des Bienenabstandes, Falzlosigkeit der Zargen, einfache Obenfütterung und die Paßfähigkeit von Beute und Betriebsweise (z.B. Großwabe oder flache Wabe).


    Grüße, Thomas

  • Hallo,


    wie heisst es so schön: "Deutsch-Normal" ist nicht normal! Aber mal Scherz beiseite, mit DN hat man in der Tat mehr Arbeit, z.B. beim Schleudern, da im Vergleich zu ZA/LA 20% mehr Rähmchen zu verarbieten sind. Ein Vollvolk (zwei Bruträume und ein Honigraum)hat hat z.B. bei ZA/LA 30 Rahmen bei DN 36 Rahmen. Also auch mehr Arbeit bei den winterlichen Bastelarbeiten. Ausserdem gibt es die Zanderrahmen mit dem schönen Langstrothoberträger. Bei der Überwinterung kann ein längeres Rähmchenmass wegen des längeren Zehrweges von Vorteil sein (ZA ist über 10% länger als DN). Kaltbau oder Warmbau ist übrigens egal, denn diese Bezeichnungen sind grundsätzlich falsch, richtig wäre Quer- bzw. Längsbau.Darüber hinaus ist es der Biene Wurscht welches Rähmchen im Bau hängt. Es ist nur für den Imker von Vorteil (weniger Arbeit) ein vernünftiges Mass zu haben. Und bienenschonender sind auf alle Fälle die falzlosen Beuten, außerdem auch Geldbeutelschonend , weil leicht selber zu bauen.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo zusammen,


    Thomas hat mich schon wieder ertappt. Meine kundgetane Meinung über Rähmchen ist natürlich nicht von mir, sondern von einem Bekannten. Ich muss dir zustimmen, und das ist nun meine Meinung, dass das Rähmchenmass nicht das Einzige ist, was wichtig wäre.


    Aber der nächste Beitrag von Rainer hilft mir schon viel weiter. Was ich noch nicht weis, warum sind falzlose Beuten u. Zargen bienenfreundlicher?


    Grüße Franz

  • Hallo Franz,


    eine falzlose Beute setze ich versetzt auf die untere, so dass sie nur an einer sehr kleinen Fläche aufliegt. Danach schiebe ich sie langsam auf die untere. Dadurch werden die Bienen nicht zedrückt sondern nur zu Seite geschoben.
    Bei Beuten mit Falz muss ich die ganze Beute auf einmal aufsetzen. Dazu brauche ich beide Hände, und ein volles Magazin ist nicht unbedingt leicht.
    Ich hatte am Anfang Magazine mit Falz und unzählige zerquetschte Bienen, egal wie sorgfältig ich arbeitete. Seit ich mit falzlosen Magazinen arbeite, habe ich kaum Verluste.


    mfg
    Werner Egger

  • ich würde heute mit keinem System mehr anfangen, das mehr als einen Brutraum braucht, d.h. Normal-Zander oder Normal-Deutsch-Normal Magazine kämen für mich nicht mehr in Frage. Die Wabenfläche sollte einseitig mindestens 1200 cm² betragen und davon sollten 11 bis 12 Waben im Brutraum sein können. Honigräume als Flachzargen erleichtert die Heberei und ist sehr praktisch.


    Michael Weiler