Varroabehandlung in der Ukraine - Oxalsäure / Thymol Alkohol Lösung

  • Wir haben Freunde in der Ukraine (Flüchtlinge die zurückgewiesen wurden) und sind kürzlich darauf gekommen dass er inzwischen auch imkert.

    Auf die Varroabehandlung hin angesprochen wurde mir erzählt, dass Sie dort wohl mit einer Lösung von Oxalsäure + Thymol in Alkohol behandeln.


    Angeblich spart man sich so die Sommerbehandlung, da das Thymol lange genug "nachwirkt" um die Varroabelastung bis zum Winter gering zu halten.


    Mir ist klar, dass das bei uns wohl nicht zugelassen ist. Aber mich würde es sehr interessieren was er da macht und ob das wirklich eine solche Wunderwaffe ist wie behauptet.

    Erzählt wird ja vieles...


    Kennt die Methode zufällig jemand, bzw. kann jemand etwas darüber berichten?

  • Dass ich auch gegen das Verdampfen bin so lange es in D nicht zugelassen ist ja kein Geheimnis.

    Aber einen Vereinsausschluss, auf welcher Grundlage in Satzung ist die Frage, halte ich für reichlich überzogen. Die Frage ist sogar ob dies rechtens ist.

    Schon die Vorschrift nur bestimmte Bienenrassen zu halten hat für mich in einer Vereinssatzung nichts verloren. Besser gesagt der Verein wäre für mich nicht akzeptabel.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Für mich ist die Bekämpfung das Bienenverträglichste und fertig. Auch von den Kosten hält es sich im Rahmen wenn man die einmalige Anschaffung mal außen vorlässt. Wir hier in Deutschland wollen einfach alles zu perfekt machen und es darf keine noch so kleine Lücke in der bürokratischen Abarbeitung vorhanden sein. Das dadurch Verordnungen, Verbote oder was auch immer rauskommen, die nicht nachvollziehbar sind ist auch eine Tugend der deutschen.

    Gruß

    Martin

  • Übertrieben ist sicher so einiges - nur wo zieht man die Grenze? Ist Oxalsäure Verdampfen akzeptabel? Oxalsäure + Thymol in Alkohol gelöst? Flumethrin Strips aus Asien (selber Wirkstoff wie Bayvarol, aber eben hier nicht zugelassen)?


    Andererseits wird im Supermarkt Honig verkauft aus Asien etc... der wohl mit allen möglichen Mittelchen behandelt wurde die man sich nur vorstellen kann. (Wie sonst kommt der Preis zustande).


    Ich verstehe grundsätzlich die Argumente beider Seiten. Oxalsäure verdampfen halte ich auch für unkritsich (Kollegen von mir aus Österreich verdampfen nur, und 10km weiter entfernt darf man das nicht). Andererseits ist es eben nicht zugelassen und es handelt sich um "Medikamente" / Stoffe die in den Lebensmittelkreislauf gelangen können.

  • Die Argumente zum Pro und Contra der Oxalsäureverdampfung und deren rechtliche Einordnung in Deutschland wurden hier im Forum schon ausführlich und mehr als einmal ausgetauscht.


    Jeder kann damit für sich selbst entscheiden, ob er Oxalsäure verdampft oder nicht.


    Solange keine weiteren Neuigkeiten (Zulassung, Klagen, wissenschaftliche Arbeiten) hinzukommen, halte ich eine neuerliche Diskussion überflüssig.


    Grüße vom Apidät