Zu spät für diese Bienen?

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    Hallo zusammen,


    Nachdem nun meine Ableger nun wirklich brutfrei sein sollten und das Wetter endlich entsprechend war, habe ich nun endlich die winterbehandlung gegen Varroa mit Oxalsäure durchgeführt.


    Eins der Völker ist schön stark, das andere scheint leider zu krepieren...


    Beide waren Varroafrei bei mehreren Gemülldiagnosen im September / Oktober, sie wogen einzargig auf DNM Segeberger 23 und 25 kg, Futter sah gut aus, aber das nun krepierende Volk schien schon da etwas schwach.







    Anbei bilder von oben und unten. Ich sah schon einiges krabbeln in den gassen, hab jetzt aber mal nichts weiter geöffnet, denn wenn sie erfrieren, ist das ja eventuell nicht so schlau.


    Frage: Macht es jetzt noch Sinn, die Box auf die des starken volks zu stellen? Oder könnte das gefährlich für beide werden (eventuell Krankheiten die ich verpasst hab?), Oder ist es einfach zu spät für die Bienchen?


    So sieht übrigens der starke Ableger aus:




    Danke!! 😢


    Sarah

  • Also wenn du durch Futter übertragbare Krankheiten ausschließen könntest, kannst du ja im Frühjahr, falls das Volk dann tot ist, das Futter in andere Völker hängen. Sowie mir gesagt wurde verhungern die Völker wenn dann eher im Frühjahr, wenn das Futter alle ist und sie noch nicht ausfliegen können oder noch nichts zu holen ist.

  • Aufeinandersetzen führt u.U. dazu, dass die Bienen zum stärkeren Volk abwandern und die Kö' zurück bleibt und verendet.


    Ich würde jetzt ein passendes Schied - gibt's auch in DN - an den Bienensitz hängen: eine FW noch vor dem Schied am Bienenstock belassen, die restlichen Futterwaben dahinter platzieren. Über den Winter hin und wieder mal reinschauen, ob die Futtersituation o.k. Ist.

    Die Milben sollten ja jetzt überwiegend raus sein...


    Viel Erfolg!


    Rainer

  • Hallo Freaknose,


    woran machst Du denn fest, dass die Bienen "krepieren"? Kann es nicht einfach sein, dass die Traube in den Wabengassen sitzt und weder von oben noch unten zu erkennen ist. Bei mir (allerdings Dandant hoch) ist das immer so. Die Fotos helfen da wenig weiter.


    Wenn Du es genau wissen willst, schieb die Windel rein und schau nach ein paar Tagen das Gemüll an. Man erkennt da gut auf wieviel Waben die Völker sitzen. Erst wenn auch kein Gemüll mehr da ist, würde ich mir Sorgen machen.

  • Vielleicht können wir mal erörtern, wie viele Gassen, abhängig vom Format jetzt besetzt sind.

    Das hilft vielleicht, einen Eindruck von stark oder schwach zu bekommen.

    Bei mir, Dadant US, sind in etwa 4 Gassen besetzt. Da das bei allen 5 Völkern so ist, halte ich das mal für okay.

  • Ich weiß echt nicht, was da schief ging.

    Windel jetzt für 14 Tage unterschieben -> wenn über 450 Milben behandlungsbedingt abfallen -> vermutlich Varroaschaden; eigentlich nochmalige Restentmilbung nötig, geht aber bei Träufelung nicht -> dann müßten im Frühjahr varroareduzierende Maßnahmen erfolgen (Drohnenbrut schneiden, in der Schwarmzeit TBE + FangW + Rückvereinigung nach Sanierung nach Dr. Radtke/Variante 5 o.ä.).

    https://www.bioland.de/fileadm…tke_Varroabekaempfung.pdf

  • Moin Sarah,

    kann mich Tom nur anschließen.

    Keine Panik, jetzt so laufen lassen, im Frühjahr wird gezählt.

    Bin auch jedesmal beunruhigt, wenn ich in die Beuten schaue und die Bienen nicht oben auf den Wabengassen sitzen.

    DAS IST JETZT NORMAL!

    Die sollten jetzt in der Wintertraube unter dem Futterkranz sitzen und sich über den Zehrweg dem Futter hinterher von unten nach oben durcharbeiten.

    Ich sehe auch auf dem Bodengitter keine Massen an Bienen.

    Leuchte von oben in die Wabengassen und zähl die, die mit Bienen besetzt sind.

    Es sollten so mind. 3-5 sein, dann ist alles gut (wobei 3 schon echt wenig ist, vor allem bei DN).

    Windel rein, nach ein paar Tagen nach Wachskrümeln auf der Windel suchen. Dann hast du den Wintersitz deiner Bienen.

    Sollten sie von außen auch auf Klopfzeichen reagieren, alles gut;-)

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Jetzt kann man den Bienen nicht helfen. Ohnehin brauchen die Bienen jetzt nur Eines: Ruhe!


    Selbst eine genauere Diagnose des (vermeintlichen) Problems hilft jetzt nichts, denn alles, was Du jetzt machen könntest, wäre eine Schwefelschnitte abzubrennen. Wenn es den Bienen jetzt noch gut geht, geht es ihnen wahrscheinlich auch Anfang März noch gut; wenn sie im Sterben begriffen sind, werden sie im März so oder so tot sein. Mit einem Eingriff machst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit nur alles noch schlimmer. Meine Meinung: Auf die Hände sitzen und warten. In drei Monaten weisst Du mehr. Ich weiss, dass das schwierig ist, aber diese kurze Zeit der Ruhe müssen wir unseren Bienen einfach gönnen.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Frage: Macht es jetzt noch Sinn, die Box auf die des starken volks zu stellen?

    Das kannst du versuchen, aber Luftdicht! Nicht mit dem Gitter, das auf den Fotos zu sehen ist, sonst werden sie sich für eine Königin entscheiden und du müßtest im Frühling vereinigen. Da reicht schon ein Loch in der Abdeckfolie... siehe hier

    Also das starke Volk mit Abdeckfix oder sehr stabiler Folie (am besten doppelt) abdecken, darauf einen Zwischenboden mit Flugloch und darauf die Zarge mit dem schwachen Volk. Das profitiert dann zumindest von der Wärme und kommt so etwas leichter durch den Winter.


    Vorher solltest du aber tatsächlich nochmal herausfinden, ob das Volk wirklich so schwach ist, oder nur etwas tiefer in den Waben steckt. Dann natürlich einfach in Ruhe lassen.

  • Alleine an den Fotos kann man das wohl hier nicht wirklich beurteilen. Aber wie oben schon gesagt, dass jetzt um diese Zeit nicht die Oberträger voller Bienen sind, ist eher normal. Ich habe kürzlich 5 Völker geöffnet und mit OX behandelt, davon gab es nur bei einem nennenswerten Betrieb auf den Oberträgern, alle anderen saßen tief in den Wabengassen, also in der Wintertraube. Leuchte da mal rein, wenn du's genau wissen willst, aber dann solltest du es mit dem Kiste öffnen bis zum Frühjahr dann auch sein lassen, damit schadest du eher als dass es irgendwas nützt. Wie schon mehrfach erwähnt, kannst du die besetzten Gassen auch an der Windel erkennen.

    Und solltest du das "Krepieren" an dem Totenfall auf dem Bodengitter festmachen: Die paar Leichen, die da liegen, sind völlig normal. Es sterben halt im ganz natürlichen Kreislauf immer mal welche und bei den jetzt herrschenden Temperaturen (ich nehme an, bei dir sind auch um die 5 Grad oder drunter?) fliegt halt keiner raus und räumt die weg. :)

  • Ihr lieben,


    Danke wie immer!


    Wie meistens ist die Devise abwarten und Tee trinken. Das tu ich jetzt auch. Windel ist drin, und den Rest zeigt dann wohl die Zeit.


    Wie gesagt waren die Bienen im Herbst im Varroafrei, es waren ja behandelte Ableger ays 2018, insofern weiss ich zwar immernoch nicht, warum ein Ableger so riesig viele Bienen zu haben scheint, und einer so wenig. Wie wenig, ok, das kann man dann wohl momentan nur nur aufmachen gucken, aber das lasse uch nun, sehr viel tun könnte ich mit der Info ja ohnehin nicht.



    Danke für die Möglichkeit mit Euch so viel zu lernen dieses Jahr (ja, ich war javsuch beim Imkerkurs und bin auch im lokalen Klub, der sich jedoch fast nie trifft, und wenn, auf Holländisch ist, was ich halt nur schlecht verstehe. So umfassend dieses Hobby jedoch ist, es wird definitiv besser und ich freue mich schon auf die nächste Saison.)


    Frohe Weihnachten schonmal an alle!!



    Sarah