Dadant 12 US Beute - geschlossener Boden - Kondenswasser

  • Hallo zusammen,

    ich habe Dadant 12 US Beuten im Einsatz. An 2 Beuten ist mir aufgefallen, dass das Holz außen leichte Schimmelfleche aufweisst...

    Bisher hab ich immer mit offenem Boden überwintert und noch nie Probleme mit Kondenswasser gehabt.

    Es wurde bei uns im Verein darüber berichtet, dass es für die Bienen insgesamt besser ist, wenn diese an zugigen Orten stehen, wenn die Böden über den Winter geschlossen bleiben.

    Daher mein Schliessen des Bodens. Der höhere Wanderboden auf dem die Brutzarge sitzt ist durch einen Bodenschieber geschlossen.

    Die Bausperre ist bei allen Völkern durch Kondenswasser ebenfalls nass.


    Das es in der großen Einraum-Beute Kondeswasser gibt ist klar. Das Volk nimmt zu dieser Jahreszeit wenig räumlichen Platz in der Winterkugel ein und heizt nur den bewohnten Bereich.

    Meine Bienen stehen in 2er Aufstellung. Das 2 Völker pro Beutenbock sitzen immer links oder rechts an der Inneren Beutenwand.


    Kurz zum Aufbau meiner Beuten. Die Beuten sind aus Weymouth-Kiefer gefertigt und die Außenseite hab ich mit Auro160 Lasur im Frühjahr gestrichen.

    Auf den Beuten hab ich keine Plastikfolien im Einsatz sondern einen Bio-Baumwollstoff ohne Wachstränkung, darüber ist der Innendeckel aus Holzspannplatte mit eingelegter Dämmplatte und darauf liegt direkt der Metalldeckel auf. Würde es etwas bringen, wenn ich zwischen Metalldeckel und Innendeckel einen 2,5cm Abstand realisiere, damit die Feuchtigkeit durch Umlüftung des Deckels besser abtransportiert werden kann?


    Oder soll ich den Bodenschieber rausnehmen und diesen erst wieder im Frühjahr / Februar einsetzen...?

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Beute mit Gefälle nach vorn, das Kondenswasser ablaufen kann, eine Unterlüftung vom Blechdeckel ist Sommer wie Winter sinnvoll.

    Der Schieber kommt zur Diagnose und bei Brut bis zur Durchlenzung bei meinen rein. Zur besseren Lüftung kann man hinten 2cm offen lassen.

    Ich habe keine hohen Wanderböden.

  • Ich hab einen Keil mit kleiner Öffnung drin - die Öffnung ist 5cm breit und 6,2mm hoch.

    das ist bei mir auch so. Kleine Öffnung und Boden zu führt zu Kondenswasser und ggf. Schimmel.


    Beute mit Gefälle nach vorn, das Kondenswasser ablaufen kann, eine Unterlüftung vom Blechdeckel ist Sommer wie Winter sinnvoll.

    Der Schieber kommt zur Diagnose und bei Brut bis zur Durchlenzung bei meinen rein. Zur besseren Lüftung kann man hinten 2cm offen lassen.

    Ich habe keine hohen Wanderböden.

    Das mit der Neigung nach vorne oder zumindest nicht nach hinten ist auch wichtig.

  • ritterjohannes :

    Der Bien lebt, auch in der Wintertraube. Um am Leben und beweglich zu bleiben, muß Zucker verstoffwechselt werden nach folgender vereinfachten Formel:

    C6H12O (Zucker) + 6 O2 (Sauerstoff) → 6 CO2 (Kohlendioxid) + 6 H2O (Wasser) + 2826 kJ Energie

    Es fällt also Wasser in der Atemluft des Bien an. Irgendwo muß das raus aus der Beute. Wenn die Lüftungsöffnungen zu klein oder undurchlässig sind, dann kondensiert es an kalten Flächen (Beutenwände, unbesetzte Wabenflächen) und fließt dort herab. In derart feuchtem Milieu kann sich Schimmelpilz gut ausbreiten.

  • Ribes da stimme ich Dir zu... danke schon für die vielen wertvollen Hinweise. Damit kann ich mich gut der Sache nähern und Maßnahmen einleiten.

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Zitat von ritterjohannes :

    ...An 2 Beuten ist mir aufgefallen, dass das Holz außen leichte Schimmelfleche aufweisst...


    Moin,
    auch ich habe Stockflecken außen auf meinen Holzbeuten. Dieses hat aber überhaupt nichts mit dem Gitterboden oder sonstige Öffnungen der Beute zu tu´n, sondern die Gründe liegen da eher in der Holzkonservierung/Beutenanstrich.

    Wo sieht da jemand den Zusammenhang mit dem Innenleben der Beute?

    Gruß Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • "... Würde es etwas bringen, wenn ich zwischen Metalldeckel und Innendeckel einen 2,5cm Abstand realisiere, damit die Feuchtigkeit durch Umlüftung des Deckels besser abtransportiert werden kann ..."


    Hallo,

    ganz kurz : NEIN


    gruß Finvara


    Ps.: Wo soll dein Wasser denn verdunsten ??? Es sammelt sich in der Dämmplatte und kann nicht weiter da der Innendeckel sinnigerweise aus Sperrholz od. Siebdruckplatte besteht.

    Also : entweder ein Kissen über dem Stofftuch und dann unterlüften, oder den Innendeckel weglassen und nur die Dämmplatte und unterlüften, oder schlicht mit Folie und offenem Boden.

    Ein Tuch macht nur Sinn wenn das Wasser auch nach oben weg kann !

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Man könnte ja auch mit offenem Boden arbeiten ....

    ...v.a. wenn - wie im angefragten Fall - ein hoher Boden und sogar noch eine Bausperre die naturgemäß ohnehin schmalen Wabengassen vor Windzug zusätzlich abschirmen.


    Mit vielen Grüßen an die Berichterstatter im Weisweiler IV - ribes