• Hallo Imkerkolegen !


    Wer hat sich schon mal intensiv mit Werbung auseinandergesetzt um den Absatz in der Direktvermarktung weiter zu erhöhen. Ich denke dabei besonders an Wurfzettel im eigenen und den benachbarten Dörfern sowie Zeitungsanzeigen (z.B. im wöchentlich erscheinenden Mitteilungsblatt der Gemeinde). Hat jemand von Euch Erfahrungen mit solchen Aktionen gesammelt ? (könnte mir vorstellen das sie gerade jetzt nach der (ersten) Ernte gut ankämen). Mund zu Mund Propaganda für qualitativ hochwertigen Honig ist sicherlich eine gute und preiswerte Form der Werbung, denke das müßte aber noch zu toppen sein.


    Grüße Frank


    http://www.imkerei-osterloh.de

  • Salü zusammen,


    tja, Frank, da hast Du ein Thema angesprochen.
    Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann fand bei mir „Werbung“ im engsten Wortsinne noch nicht statt. Also z.B.
    @Postwurfzettel
    @Annoncen in der Gemeindepresse
    @Fahren –von- Tür- zu- Tür
    uswusw.
    Was ich aber tue, ist , ich will es mal „Präsenz zeigen“ nennen. Weihnachtsmarkt bestücken, bei Orts-und Vereinsfesten da sein , Kindergarten –und Schulgruppen betreuen. Und wenn für die Tombola vom Altentag ein Präsent gebraucht wird, ist oft eine Kerze von mir dabei-natürlich mit meinem Logo.
    Dazu kommt dann der übliche Kleinkram, d.h. man kennt mich in der Gemeinde als der „Bienenmann“, ich bin im Umweltkalender der Kreisstadt als Ansprechpartner präsent, und wenn im Neubaugebiet mal wieder eine Wildbiene in der Fensterritze nistet, ruft man mich an.
    Manchmal nervt gerade dieser Kleinkram, aber ich bin sicher, er bringt mir einiges an Kundschaft. Man belässt es als Imker natürlich nicht nur bei Erklärungen über die Aufgabe von Wespen und Bienen in der Natur, man verweist auf Bestäubungsleistung usw.
    Was mir -glaube ich-einiges an Pluspunkten einbringt, ist der ständige lokale Bezug. Ich weise immer und überall darauf hin, welche Bedeutung Imkerei und Bienen gerade bei uns haben usw.
    Eines ist mir klar. Diese Art funktioniert nur in meinem ziemlich begrenzten Gebiet, und es geht auch nur bis zu einer bestimmten Menge an zu vermarktenden Produkten.
    Lieber Frank, sicher war ich keine große Hilfe für deine Frage, aber vielleicht fühlt sich der eine oder andere jetzt auch angesprochen und berichtet.
    Übrigens:
    Heut geht’s in die Kastanien.


    M.



    _________________
    http://www.imkerei-plein.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Michael am 2002-06-10 10:39 ]</font>

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Frank, Hallo Michael,
    heute habe ich erst einen Artikel über die bei uns in Bayern noch sehr verbreiteten Erdbeerfelder zum Selberpflücken gelesen. Laut neuesten Marktforschungsberichten ist diese Art von Erdbeerenlese out, anscheinend nehmen nur noch ein paar alternative Spinner und dein paar ältere Menschen dieses Angebot war, sich selber Erdbeeren vom Feld zu holen. In einem Supermarkt bekommt man ein paar Gläser für den Preis, den ein Glas vom Erdbeerfeld verursacht. Genauso ist es mit dem Honig, welcher Kunde macht sich schon auf dem Weg zu einem Imker, nur einige wenige sind das, die meisten Verbraucher nehmen den Honig vom Regal im Kaufhaus, auch ein Problem, dass der Imker nicht in der Stadt wohnt, sondern meistens auf dem Land oder auf einem Dorf, wo sich auch der Verkäuferansturm in Grenzen hält. Man müsste, wie einige mir bekannte Imker dies praktizieren, in einem bei uns von Preussen (ich meine das nicht als Schimpfwort, ich nenne mich ja auch einen Niederbayern) viel besuchten Kurort die Wochenmärkte befahren, da ist anscheinend der Absatz noch gut. Im Gegensatz stehen in unserem naheliegenden Städtchen (13.000 Einwohner) auf dem Wochenmarkt fünf Imker rum, der Absatz ist bei 10 Gläsern pro Vormittag hat mir letztns ein Imker bestätigt. Meines Erachtens wäre der beste Verkaufsplatz vor einem Lebensmitteldiscounter, aber wer darf sich da schon hinstellen und wer hat die Zeit dazu.
    Aber víelleicht fällt dem D.I.B. nochmal eine Verkaufstrategie ein, wo wir deutschen Imker uns bißchen Honig vermarkten können, villeicht sind wir auch einmal in Discunter präsent, wird doch der D.I.B. schaffen können, das da unser Honig vermarktet werden kann, da würde ich mir am meisten Absatz erwarten.

  • Hallo Frank und alle anderen,


    wenn man etwas verkaufen will, dann muss man sich im klaren sein welche Zielgruppe man erreichen will, und wie man dies am besten erreicht! In unserem Fall ist es nicht ganz leicht, denn Honig gibt es praktisch an jeder Ecke. Ich selbst habe schon vielerlei Aktionen mit allen möglichen Mitteln ausprobiert und bin heute der Auffassung, daß die Zielgruppe, welche Honig beim Imker kauft nicht mit den heute so üblichen modernen Webemittlen erreicht wird, sondern vielmehr durch langfristiges, nachhaltiges und überzeugendes Handel und tun des Imkers. Vor einem Discounter einen Stand auf zubauen finde ich nicht so passend, ist doch dieses Puplikum in erster Linie auf möglichst billige Ware aus. Flugblätter ja, wenn man einen Tag der offenen Tür macht. Die vielen teuren Anzeigen in Zeitungen haben bei mir Null reaktion gebracht. Die beste Werbung für mehr Honigabsatz sind doch wir Imker selbst. Gutes Fachwissen und etwas Schlagfertigkeit bringen wesentlich mehr! Und seit ich meinen Honig teuer machte verkauf ich mehr! komisch ist aber so!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Frank!


    Um neue Kunden zu werben veranstalte ich jährlich einen Tag der offenen Tür. Im Vorfeld bestücke ich 2 größere Märkte auf denen ich Werbematerial auslege und meine Produkte auch mit ensprechenden Zusatzaufklebern verkaufe.Desweiteren versuche ich in den regionalen Zeitungen einen Artikel vor dem enspechendem Wochenende zu plazieren. In Naturkostläden und Reformhäusern lege ich ebenfalls meine Werbung aus. Zum Tag der offenen Tür lernen dann die Interessierten meine Imkerei kennen und mit jeder deratigen Aktion gewinne ich neue Kunden. Weitere Informationen gibt es unter http://www.imkerei-wittig.de


    MfG Steffen

  • Hallo zusammen,


    ein Vereinskollege hat einmal eine Werbungsaktion gestartet: 200 Stück 30g DIB-Gläser gefüllt, ein Rezept dabei (Kopie) und ein paar Infos zur Imkerei. Als Belohnung bei Rückgabe des Pfandglases gab es zur Belohnung eine Rezeptbroschüre. Die Gläschen plus die Infos wurden als Postwurfsendung in der näheren Umgebung verteilt. Ergebnis: 21 neue Stammkunden. 10% Erfolg bei einer Werbekampagne sind gut. Und Merke, der Nachbar eine Straße weiter, weiß oft nicht daß du eine Imkerei hast bzw. wo die ist.


    Gruß Volker

  • Hallo in die Runde :wink:


    Das mit dem Discounter gibt es schon - stand vor etwa 14 Tagen in einem Rewe-Laden und im Regal standen DIB-Gläser.


    Das ganze passierte in Soest und ich war echt überascht.


    Die Idee mit den Kleinportionen und den Rezepten gefällt mir - sollte man mal probieren.


    Grüße von Holger aus Frankfurt