Varroatoleranz und Populationsgenetik

  • Manne spricht vielleicht oder ganz sicher nur für sich, suggeriert allerdings mit seinen mehr als dürftigen Statement eine Allgemeinverbindlichkeit, die ich einfach nochmal nachgefragt habe.

    Und da ich mich bemüht habe eine ausreichend formulierte Frage zu stellen, kann ich nicht mal annähernd verstehen, wie sich keinimker hier mit ein paar Wortfetzen reinhängt ohne etwas konkretes zu sagen.

    Da ich dir keine Provokation unterstellen werde erkläre dich, so das man versteht was du ausdrücken willst.


    Manne du bist nicht verflichtet auf meine Frage zu antworten, doch solltest du dich möglicherweise so ausdrücken, das man (ich) verstehen kann was du uns direkt mitteilen willst. Es ist nicht jeder mit deinem Wissen ausgestattet, das man all die Brocken versteht, die du meistens irgendwie in eine Diskussion wirfst.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Entschuldigung! Ich wollte mich nicht reinhängen.

    Ich wollte nur auf etwas aufmerksam machen.

    Aber wenn Du nicht verstehen willst, dann ist das eine unerträgliche Provokation. Oder es einfach nur ignorante Dummheit.

    Es geht um die Tatsache, dass die DDR und mit ihr die Bezirke seit 30 Jahren Geschichte sind. Und die neu gegründeten Bundesländer überwiegend die älteren sind.

    Aus dem „Westen“ sollte man einfach mal Richtung Osten fahren, und nicht IN den Osten. Das könnte helfen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Guten Abend Rolf.


    Seit Mitte der 90er Jahre, gibt es in meiner Gegend die Varroamilbe. Da meine Kollegen, diese noch bekämpfen, gehe ich davon aus, dass Sie noch immer vorhanden ist.

    Von den Viren, sind mir keine wesentlichen Schäden bekannt.

    Resultat sind dann die verkrüppelten Flügel und andere..........

    Bei den älteren Völkern, sehe ich dieses "Symptom" nicht (mehr).


    Anders sieht es aus, bei den herrenlosen Schwärmen von bekannter, und auch unbekannter Herkunft, mit denen ich verschiedene Versuche machte.


    Bei all diesen Völkern, zeigte sich irgendwann dieses Symptom. Noch haben alle, mit unterschiedlich starkem ausräumen von Brut darauf reagiert.

    Damit war aber das Milbenproblem noch nicht gelöst. Hier trennte sich dann die Spreu von dem Weizen.

    Bei den einen, merkte ich kaum etwas davon, und andere, "murksten" jahrelang mit der Milbe herum, ohne dass eine verkrüppelte Biene zu sehen war, und benötigten zuweilen meine Hilfe, um überhaupt am Leben zu bleiben......


    Zu dem Thema Biene-Milb-Viren, kann ich dir kaum etwas zu den Hintergründen sagen.


    Lg Sulz.

  • Mein Kombinationsvermögen ist derzeit aus medizinischen Gründen vermindert. Ich versuche es also mit meinen bescheidenen Mitteln mit der (durch Schweigsamkeit erzwungenen) Interpretation kryptischer Bemerkungen (zu diesem Prinzip zwangen uns vor Jahren schon einmal die Beiträge eines inzwischen gesperrten Mitgliedes...):

    #630 z.B. will zum Fadenthema sagen: Betriebsweise ist alles, Genetik ist nichts?

  • #630 z.B. will zum Fadenthema sagen: Betriebsweise ist alles, Genetik ist nichts?

    Aus meiner eigenen Erfahrung, setze ich dies mal in ein anderes Licht.


    Betriebsweise, ist hilfreich........Zusammen mit der Genetik, bilden sie den Schlüssel zum Erfolg.


    Die Frage würde eher lauten:

    Welches macht als erste Handlung Sinn????


    Von meiner Seite her, würde ich mich zuerst um die Genetik kümmern..... Die Betriebsweise, würde ich doch eher erst als 2ten Schritt sehen......Oder beides zusammen. geht ja vielleicht auch.


    Lg Sulz.

  • Das kommt ein wenig darauf an, was an der Betriebsweise angepasst werden muss. Mein Wunschziel wäre eine Biene, die selbst bei einer eher klassischen Betriebsweise noch ohne medikamentöse Behandlung gesund und munter über die Saison und den nächsten Winter kommt.

    Aber wenn ich dieses Ziel durch eine geeignete Betriebsweise unterstützen kann, oder schneller in den Bereich komme, wo ich die Bienenvölker "unbehandelt" lassen kann, so würde mir das wohl gefallen und meine weitere Selektion sicherlich unterstützen.

    Also - an welche Betriebsweisenelemente denkt ihr?


    Gruß
    Ludger

  • Also - an welche Betriebsweisenelemente denkt ihr?

    Guten Abend Ludger.


    An meinem Standort, hat sich schon mal das Einengen, UND das zufüttern von Zuckerwasser sehr gut bewährt.

    Zudem kenne ich nun auch ein paar weitere "Tricks", um das überleben der Völker zu verbessern.

    Nur kann ich von diesen Völkern keinen Honig ernten.......In dieser Hinsicht, scheint die Genetik nun doch "hilfreich" zu sein.


    Man kann vielleicht schon sehr viel mit den Elementen der Betriebsweise erreichen, aber eine Allgemeine Lösung, gibt es dazu eben (noch) nicht.


    Jeder Standort, ist in dieser Hinsicht halt unterschiedlich. (wie ich schmerzhaft erfahren musste);(


    Lg Sulz.

  • Zur Betriebsweise

    Den Bienen dienen (großes Feld!)

    "Befallsorientiert" wirksam behandeln oder nicht


    Genetik

    ZUCHT

    Das meine ich, und es funzt! (immer besser)

    Is doch nix neues Ludger

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Eine zuverlässige Feststellung von Varroatoleranz ist derzeit nur die Überlebensfeststellung an Völkern, die langfristig nicht behandelt wurden und nicht behandelt werden. Deren Überleben ist das Ergebnis der Wirksamkeit von Mechanismen, deren Bestandteile und Abläufe sich unserer Wahrnehmung weitgehend entziehen. Was überlebt hat, sieht man und es ergeben sich weder Anlass noch Verlockung etwas herbeizureden. Dabei ist es auch völlig gleichgültig, was Bien und Milb tun, wann sie es tun und wie sie es tun, wenn sie es tun. Die Hauptsache ist, sie tun es so, dass der Bien lebt! Im anderen Falle sterben beide!


    R. Büchler: Vortrag über varroaresistente Bienenpoplationen

    – etwa die letzten zehn Minuten des Vortrages hören

    – Den Sinnen auch zwischen den Worten zu folgen und so evtl. zu

    eigenen Schlüssen zu gelangen, ist ein Erlebnis.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Manne ja wenn es um das einzig wahre Entscheidungkriterium geht, kann nur das alleinige Überleben zählen. Schlussendlich natürlich ohne dies beeinflussen Eingriffe.


    Es ist jedoch nicht egal, wenn wir das wie und warum nicht ergründen.

    Warum?

    Solange wie ich für mich in meiner Umgebung vor mir hin Imkerei spielt das wirklich keine Rolle.

    Wenn ich jedoch wandere, Königinnen oder Völker vermehre und abgebe, Drohnenvölker erstelle, spielt es wohl eine Rolle ob ich erblich gebundene Verhaltensmuster oder eine Biotopsymbiose habe.

    Solange ich mir dazu kein Urteil erlauben kann, ist eine Vermehrungsentscheidung und zukünftiger Fortbestand, dessen was ich da erreicht habe gefährdet.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.