Varroatoleranz und Populationsgenetik

  • Und wo beginnt bei 1651 Hektar das "Ausserhalb"????


    Da fehlen mir noch einige Daten.


    Lg Sulz.

    Worauf bezieht sich das? Ich finde gerade den Anknüpfungspunkt nicht.


    1651 Hektar (bienenfrei) wären nichtmal für eine Landbelegstelle ausreichend. Nehmen wir einen Schutzradius von 3,5km an, dann sind das immerhin schon 21km² (nicht 1,65km²)


    Für eine ernsthafte Schutzzone, müsste "Außerhalb" deshalb in alle Richtungen mindestens 5-6km vorher anfangen. (ideal wären 11-15km)


    Allenfalls wenn eine geografische Abschirmung besteht, Hochgebirgsbelegstelle, sähe das anders aus.


    Gruß

    Ludger

  • Für eine ernsthafte Schutzzone, müsste "Außerhalb" deshalb in alle Richtungen mindestens 5-6km vorher anfangen. (ideal wären 11-15km)

    Guten Tag Ludger.


    Ich beziehe mich auf diese fehlende Angabe.


    Im Text, steht von der Entnahme von Milben aus einem Bienenvolk, welches sich ausserhalb des Reservats befindet.

    Wie weit weg von der Reservatsgrenze, wurde diese Entnahme gemacht?


    Oder vielleicht direkter gefragt:

    Wie weit weg von der Reservatsgrenze, befinden sich die nächstgelegen betreuten Bienenstände?

    Wildvölker in der Schutzzone, wären kein Problem.


    Lg Sulz.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sulz ()

  • Ich glaube da geht es um Berührungspunkte und damit Übertragungen von Biene zu Biene bzw Verflug.

    Im Idealfall jeweils doppelte Flugentfernung der Drohnen, im Minimum einfache Drohnenflugentfernung.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Guten Abend Rolf.


    Mal abgesehen von den doch eher "fragwürdigen" Flächenangaben zu dem Arnot Forest, und seiner Umgebung. ( Danke für diese Angabe der Fläche)


    Welchen Sinn hätte es für die Praxis, diese Forschung in dem Sinne weiter zu führen?....Ohne nun auf diese Forschung selber explizit Stellung zu nehmen, denn auch da sind für mich noch einige Fragen offen.


    Zumindest von meiner Seite her, sehe ich da eine besser Lösung, als das "sterben lassen" der Bienen mit den "bösen" Milben....Insofern das überleben der Völker, etwas mit der virulenz der Milbe zu tun hat.


    Lg Sulz.

  • Ich glaube da geht es um Berührungspunkte und damit Übertragungen von Biene zu Biene bzw Verflug.

    Im Idealfall jeweils doppelte Flugentfernung der Drohnen, im Minimum einfache Drohnenflugentfernung.


    Liebe Grüße Bernd.

    Guten Abend Bernd.


    Bei deinem Beitrag, stehe ich da jetzt irgendwie auf dem Schlauch?....Da fehlt mir der Zusammenhang.


    Lg Sulz.

  • Sulz es geht da um die Entfernung von Völkern die sich in ihrem Habbitat nicht in die Quere kommen, also isoliert sind, dh weder vermehrungs- noch kontakttechnisch.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • also isoliert sind, dh weder vermehrungs- noch kontakttechnisch

    Danke für die Ergänzung.


    Isoliert, in einem Gebiet von 1651 Hektar?


    Es ist zwar schon einige Jahre her, als ich einen herrenlosen Vorschwarm, bei dem ich durch nachfragen, anhand der gezeichneten/nummerierten Königinn, die Herkunft bestimmen konnte, eingefangen habe.

    Knapp 5 Km entfernt, ist er am Vortag abgehauen.......Nachschwärme, fliegen hoch und weit;);):/:/.


    Für eine Isolation, braucht es schon deutlich mehr Fläche.


    Lg Sulz.

  • Danke für eure Antworten.

    Mir ging es darum, dass nicht nur die Biene sondern auch die Milbe an dem Parasit-Wirt-Verhältnis beteiligt ist. Nicht nur die Biene, auch die Milbe, versucht sich anzupassen - zu überleben.

    Bei den Viren das gleiche:

    DWV-A und DWV-B!

    Das eine ist tödlich, die andere Variante nicht.

    Wenn die nichttödliche Variante vorhanden ist, dann wird die tödliche Variante unterdrückt.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • ja - die Milbe ist am Verhältnis beteiligt. Es gibt da nur ein Problem, weshalb die Diskussion um das Milben züchten ziemlich müssig ist.


    Wenn man sich aber die Genetik der Milbe anschaut, dann ist sie aufgrund der permanenten Inzuchtsituation extrem gut gefestigt und damit wenig in der Lage sich auf ihre neue Situation anzupassen. Die Biene hingegen (und erst recht die Viren) sind in dieser Hinsicht wesentlich beweglicher und können sich vergleichsweise schnell anpassen. "Zuchtfortschritte" wird man also nicht bei der Milbe, sondern nur bei der Biene erreichen können.

    Aufgrund der quasiklonalen Genetik der Milben, (Alle Milben sind sich genetisch untereinander fast so ähnlich, als wären es Klone) ist es ziemlich müßig zu hoffen, die Milben würden sich "genetisch" auch nur einen Schritt auf die Bienen zubewegen - sie kann es einfach nicht.


    Stell dir vor du stehst auf einem Bahnübergang und der Zug (Milbe) kommt. Wenn du (Biene) den Schritt nicht machst, kann der Zug auch nicht bremsen.


    Kurz - Milben züchterisch zu beeinflussen ist fast unmöglich - auch unbeabsichtigt nicht.


    Gruß

    Ludger

  • BQCV ( Black Queen Cell Virus) gibt es leider auch bei einigen Herkünften. ;(

  • Danke Ludger, du erklärst das immer sachlich und verständlich, bin kein Wissenschaftler.

    Aber ... die Natur scheint die "Milbenzucht" ja zu beherrschen.

    Zumindest stellt sich in der Natur doch ein "überlebensfähiges" Parasit-Wirt-Verhältnis" ein.

    Auch wenn ich ein Naturfreund bin, manch einer mag sagen "Eso-Spinner", ich will das nicht einfach laufen lassen und in hundert Jahren schauen wir mal was daraus geworden ist.

    Aber ignorieren möchte ich die "natürliche Evolution" auch nicht. Ich glaube das würede auf Dauer nichts bringen. Der Mensch - also wir - sind ja auch Teil der Natur und die Natur ist die Grundlage unserer Existenz.


    Kannst du bitte noch was zu der Virenbeteiligung sagen?

    Sollten wir die Bienen/Viren auch mit Vitamin C & Co. versorgen/bearbeiten?

    Danke!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."