Varroatoleranz und Populationsgenetik

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    Ich will ja nicht despektierlich sein, hab aber das Gefühl als hätte Büchler die letzten Jahre hier mit gelesen.

    Was mir auffält, er nimmt das Wort Buckfast und VSH nich gerne in den Mund....

    Vielleicht kommts ja noch im 4en Teil

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Hallo wasgau immen


    Wenn du an Dinge wie TBE denkst, das was wir hier darunter diskutieren, geht im wesentlichen auf die Dissertation von Jens Radtke zurück. (Halle 2010) Dazu muss Büchler nicht Imkerforum lesen.

    Das Bannwabenverfahren ist auch kein Geheimnis. Ähnliches gilt für den Scalvini-Käfig.

    Aber du hast schon Recht. Mein Vortrag, den ich über Brutpauseverfarhren letztens im Verein gehalten habe - sah ziemlich ähnlich aus. Auch wenn ich den Behandlungstermin nicht ganz so schön über die Schadschwelle herausgearbeitet habe. Aber an genau solchen Details sieht man dann, dass das eigenständige Arbeit ist.

    Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass es hier im Forum stärker "Büchlert", als uns so direkt bewusst ist. Jedenfalls "büchlert" es eher, als dass es "liebigt".

    (und ja - er hat auch Buckfast gesagt und imkert laut Vortrag, wohl selbst auf Dadant)


    Gruß
    Ludger

  • Joo Ludger,

    war doch nich bös gemeint:)

    Und mein Englisch ist auch miese;(

    Er hat bestimmt Buckfast und VSH gesagt?:saint:

    Egal, jene welche die schauen, haben was gelernt, nur darauf kommts an.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Also ich habe Dr. Büchler vor ein paar Jahren als recht aufgeschlossenen Typ kennengelernt, was man weiß Gott nicht von allen Wissenschaftlern behaupten kann. Da fallen mir in anderen Instituten ganz andere Leute ein...

    Er hat bestimmt Buckfast und VSH gesagt?

    Nicht in diesem Vortrag, aber bei uns vor 2 Jahren. Da hebte er die Selektion auf VSH bei der Buckfastzucht sehr positiv hervor und sagte auch dass die Carnica hier noch hintendran steht, u.A. weil es damals noch keine Standardmethoden gab wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und das vor einem Publikum von geschätzt 99% Carnica-Imkern... kam nicht so gut an ;)

    Die Vorträge von Büchler und anderen auf dem Kanal sind klasse, da bleibt immer etwas hängen.


    Gruß Chris

  • Hallo Sulz

    Was sind konkret die Minuspunkte, die du als erfolgreicher Nichtbehandler erlebst.

    Gruss, Elk

    Guten Abend Elk.


    Auf meinem Bienenstand, ist es all dies, wo Direkt, oder Indirekt mit der geringeren Volksstärke im Zusammenhang steht.


    -Weniger Honigertrag

    -Weniger Schwärme

    -Heikle überwinterung/durchlenzung.

    -Königinnenzucht im weiserichtigen Volk, ist deutlich schwieriger.

    -usw.


    Im Allgemeinen beim nicht Behandeln:


    -Hohes Risiko von Verlusten, bis Totalverlust.

    -Soziale Diskriminierung bis Ausschluss, aus Imkergemeinschaften.


    Diese 2 Minuspunkte, habe ich zum Glück noch nicht erlebt, können aber recht Bedeutend sein.


    lg Sulz.

  • Schönen guten Abend, Sulz


    Hmmm, das bestätigt meine Vermutung und Erfahrung, das Bienen nur in Ausnahmefällen an Varroa sterben, solange nicht behandelt wird.

    Kann die geringe Volksstärke + Honigertrag auch damit zusammenhängen, das die Trachtsituation sich verschlechtert hat? Das liesse sich vermutlich nur herausfinden, wenn man mit diesen Bienen wandert.

    Kenne nicht die Zahl deiner Völker oder welcher Rasse sie angehören, noch die Volksstärke der Milbenpopulation und ob diese sich über die Jahre verändert hat bzw. konstant geblieben ist, aber sehe, du verstehst es zu imkern.

    Schönen Gruss, Elk

  • Hmmm, das bestätigt meine Vermutung und Erfahrung, das Bienen nur in Ausnahmefällen an Varroa sterben, solange nicht behandelt wird.


    Sorry, für den Satz finde ich keine Worte mehr, die Hartmut und sein Team nicht löschen würde.

    Man lese mal gerade die vielen Berichte hier im Forum über die Verluste durch die Varroa. Auch deckt sich das nicht mit meinen Erfahrungen aus der Praxis.

    Eine solche Vorhgehensweise beglückt dann die umliegenden Imker mit der tödlichen Fracht und machen deren Bemühungen so wenig wie möglich zu behandeln zu nichte.


    So muss man sich nicht wundern, wenn der soziale Ausschluss unter Imkern droht.

    Bei aller Toleranz, da hört auch bei mir der Spass auf.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Das Problem sind nicht nur die abfliegenden Bienen, sondern die damit einhergehende Räuberei! Das zusammenbrechen der Völker vollzieht sich so schnell, dass sie jeglichen Widerstand aufgeben. Die Milbe springt dann auf die Räuberbienen um und verseucht so die räubernden Völker. Hier geht sie sofort in die Brut, man merkt es dort zu spät, da man ja vor kurzem erst mit AS behandelt hat, wägt man sich in Sicherheit. Das böse Erwachen kommt später und man rätzelt nach der Ursache. VG Jörg