Varroatoleranz und Populationsgenetik

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    Hallo Werner ,

    ich denke es ist Zeit für neue Wege.Ich glaube auch ,dass es viele gibt die deinen Weg gehen würden. Mein Ziel ist es auch ,ohne viel Aufwand, gesunde Völker zu halten.Unter Aufwand meine ich die Varroabehandlung. Für mich ist es ein Graus wie viel Varianten der

    Behandlungen es gibt,meine Kiste ist voll mit diesem Zeug.Je mehr ich lese desto weniger blicke ich durch.Ich war einmal bei einem Vereinsstammtisch.Am Ende kam ich mit mehr Fragen raus wie rein.Ich dachte immer das gibt es nur bei Anglern.Nun ja jeder hat seinen Weg den er gehen will.

    Werner : Ich denke du hast etwas Bedenken deine Betriebsweise hier ins Netz zu stellen.

    Andeutungsweise hast du mal so etwas geschrieben.Aber trau dich, denn die Zeit ist reif

    dafür.

    Gruß Heense

  • In meinem Flugkreis stehen neben mehreren Hobbyimkern auch Stände von Erwerbsimkern, diese praktizieren die üblichen Behandlungen mit AS im Sommer und OS-Träufeln im Winter. Im Jahr 2018 hatte ich so wenig Milben, dass ich es kaum glauben wollte. In 2019 das ganze Gegenteil. Wenn ich auf TAM verzichte und allein durch Drohnenbrutschneiden und TBE die Milben reduziere, habe ich trotzdem im Herbst zu viele Milben gerade in den besten WV, ich vermute, die werden durch Räuberei eingeschleppt. Da ich nur Standbegattung praktiziere ist eine Selektion auf Varroatoleranz nicht erfolgreich möglich. Somit sehe ich kaum eine Chance die Genetik meiner Bienen dahin verändern zu können. Deshalb versuche ich zumindest durch Zukauf von Königinnen, 2019 zwei Elgon, die Genetik zu verbessern. Für eine gezielte Selektion habe ich zu wenig Völker. Die Erwerbsimker hier wohl nicht die Zeit und das Interesse, solange es auch so geht. In diesem Dilemma stecken doch wohl die meisten. VG Jörg

  • ...dutzende Imker in einer Region. Dann werden auch die Schritte größer.

    So ist es: Eine Anpaarungsregion bilden, um Bienengenetik zu stabilisieren/selektieren, die mit immer weniger TAM zurechtkommt bzw. gar selber die Milbe unter der Schadschwelle zu halten in der Lage ist, resp. (nur) entsprechenden Drohnen die Lufthoheit in der Region zu verschaffen, Völker mit schlechter Varroaverträglichkeit/hoher Varroalast konsequent umzuweiseln und deren Drohnenbrut zu schneiden etc.

    Und es ist nicht einmal unbedingt ein wesentlicher Mehraufwand dafür nötig, nur die Koordination des imkerlichen Handelns. Je nach Koordinationsbereitschaft der beteiligten Kollegen sind verschiedene Modelle bzw. Kooperationstiefen denkbar: von der rein terminlichen Koordination bestimmter Arbeitsschritte (z.B. Befallskontrollzeitpunkte) bis hin zur Beschaffung bestimmter Genetik oder Koordination von Betriebsweisen.

    Unser Zuchtobmann berichtet davon, daß Imker aus anderen europäischen Ländern die Vielfalt der deutschen imkerlichen Struktur mit 99% Hobby- bzw. Nebenerwerbsimkern als besondere Chance sehen, weil es entsprechende Vielfalt von der Genetik bis zu den Betriebsweisen gibt und sehr viele Imker, die ihre (im internationalen Vergleich wenigen) Völker intensiver und genauer beobachten (können), als große Berufsimkereien das je schaffen würden.

  • Da ich nur Standbegattung praktiziere ist eine Selektion auf Varroatoleranz nicht erfolgreich möglich.

    Deswegen muss eigentlich auch flächendeckend ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Nachschaffung nicht gut ist und vielmehr auf die Erfahrung und Arbeit guter Züchter zurückgegriffen werden sollte - zumindest einige Jahre lang, bis sich die gewünschten Merkmale in der Population verfestigt haben.

    Für eine gezielte Selektion habe ich zu wenig Völker.

    Aber du kannst sehr wohl überwachen, wie sich deine Elgon machen, und zumindest gezielt von denen nachziehen, wenn es passt.


    Es geht ja nicht immer gleich um den ganz großen Wurf. Wäre doch schon schön, wenn wir gemeinsam anfangen könnten, die kleinen Schritte zu gehen.

  • Aber du kannst sehr wohl überwachen, wie sich deine Elgon machen, und zumindest gezielt von denen nachziehen, wenn es passt.

    richtig, genauso das habe ich vor.

    Jörg, dann wirst Du aber in den ersten Jahren auf eine Belegstelle mit VSH Genetik gehen müssen wenn Du von Deinen Elgons nachziehst, ansonsten ist bei additiver Vererbung wenig Chance auf Stabilisierung.

    Solche Belegstellen gibt es und die heißen auch jeden willkommen...

  • FranzXR , oder Mondschein-Begattung?

    Ja schon, aber bei 2 Königinnen als Ausgangsbasis wirst Du schnell in die Inzucht kommen ;-) , aber in Kombination ist das bestimmt eine Option, vor allem wenn man weit zu den erwähnten Belegstellen hat... :-)


    Gruß

    Franz

    P.S.: Aber denkt dran das es für so eine Zucht immer gut ist zwischen 20 und 30 Geschwisteranpaarungen auswählen zu können um die gewünschte Eigenschaft zu finden, daher hatte ich schon einmal den Tipp gegeben, bei kleinen Völkerzahlen sich in eine Zuchtgruppe zusammenzuschließen...

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  • Hallo Werner ,

    Werner : Ich denke du hast etwas Bedenken deine Betriebsweise hier ins Netz zu stellen.

    Andeutungsweise hast du mal so etwas geschrieben.Aber trau dich, denn die Zeit ist reif

    dafür.

    Gruß Heense

    Es könnte weiterhlefen. Auch manchen, der noch zaghaft ist, zu etwas mehr Selbstvertrauen verhelfen.

    Letztlich ist es aber nichts für den Beginner! Die sind aber in der Minderheit. Die Erfahrenen unter den Imkern sind in Überzahl.

    Wer weiß woran es liegt?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo Imker2016

    das mag ich so nicht stehen lassen.


    Ich habe nur wiederholt betont, dass ich das Forum als das ungeeignete Medium für die Diskussion (dieses Themas) sehe. Das Forum ist sicherlich ein guter Platz um sich auszutauschen. Eine Diskussion braucht aber die Unmittelbarkeit. Die finde ich hier nicht gegeben, weil immer wieder Störfeuer gelegt werden und die Beiträge oft nicht zusammenhängend diskutiert werden können. Das liegt am System. Jeder, auch ich, sitzt sich mal vor den Computer, liest ein paar Beiträge und schreibt dann vielleicht seinen Beitrag dazu. Am Schluss ist Chaos, dass auch durch eine vertretbare Moderation nicht zu beherrschen ist. (Da kommt dann mal schnell der Vorwurf der Zensur ;) ).

    Ich habe meine Betriebsweise, die sich in den letzten Jahren nicht grundlegen geändert hat, bereits an vielen Stellen geschrieben. Leider geht sie, s.o., immer wieder unter.


    Im realen Leben kann man mir Löcher in den Bauch fragen. Ich denke, ich gebe lange, ausgiebig und geduldig Antwort, auch zum wiederholten Male. (Mach ich berufsbedingt sowieso, bin ich gewohnt).


    Ich habe mich entschlossen, meine Homepage wieder aufzugreifen. Dort kann und werde ich dann meine Betriebsweise darstellen. Nur nicht von heute auf morgen, aber zeitnah. So zeitnah, dass jeder der will, im Frühjahr einsteigen kann.


    Gruß

    Werner

    Id schwäza, schaffa!

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