Varroatoleranz und Populationsgenetik

  • 15 Jahre?

    das kann nicht jeder ...

    Aber auch nicht so 'einfach so wie vorher'.

    Wer imkert schon deutlich länger als vierzig Jahre um sich ein entsprechendes Urteil darüber leisten zu können?
    Ich kenne einen Stand, da sind es 54 sowie 26 vollendete Jahre.

    Bis wann drehte sich die Sonne um die Erde?

    Gruß Manne


    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Manne () aus folgendem Grund: Schreibfehler: 64 war falsch, 54 ist richtig

  • Ich kenne einen Stand, da sind es 64 sowie 26 vollendete Jahre.

    ich hab (was auch immer, kann ja keiner nachprüfen). Alle so: Boah! Toll!


    ;)

    64 Jahre gibt es die Varroa noch gar nicht bei uns! Also brauchte auch nicht behandelt zu werden.

    Ich kann mich noch an die schönen Zeiten vorher erinnern.

    (Mann,,,,muss ich alt sein)

    Wer die Bienen wirklich retten will, der helfe den Imkern!

  • In der tat, ist es immer das gleiche Muster.


    Wenn ich darauf hinweise, dass nur erfahrene Imker, an dem nicht Behandeln arbeiten sollen, geht man nun davon aus, dass bei mir die Daten der anderen auf dem Tisch liegen.

    Es steht mir aber nicht zu, diese Daten zu veröffentlichen. Auf dem neusten Stand, wären diese Daten auch nicht.


    Har bringt einen Bericht, über die möglichen Hintergründe der Varroatolleranz.

    Wieviel davon nun in der Praxis schon Hieb und Stichfest belegt ist, weiss auch ich nicht.


    Ich habe ja geschrieben, dass ich die Hintergründe über das wie und was den anderen überlasse.


    Ebenso habe ich doch geschrieben, dass ich die Milbe nicht beachte, und mich nur um die Bienen kümmere. Genau wie damals vor der Milbe.


    Oder möchtest du meine Betriebsweise wissen?

    Oder diejenige der anderen nicht Behandlern?


    lg sulz.

  • Wenn du aber deinen Bienenstand ohne Behandlung führen möchtest, dann gib mir bescheid, wann du mit dem etwas nicht mehr tun beginnen möchtest.

    Ein paar Tipps, kann ich dir dabei schon geben.


    lg sulz.

    Bescheid

    Hallo Sulz,

    von Mannes Betriebsweise hab ich einiges zusammengetragen (hier aus dem Forum) und setze das teilweise auch um. Ich wäre durchaus interessiert, zu erfahren, was bei dir die Besonderheiten sind.

    Die Theorie muss dich nicht interessieren. Ich aber finde das spannend. Es gibt so viele Puzzle-Teilchen. Ein Modell zu finden, das die unterschiedlichen Erfahrungen erklären würde.

    @ Rase: Wenn du dir mal die Mühe machen würdest, Mannes Beiträge durchzugehen: Die erscheinen durchaus konsistent. Und da sind jede Menge Angaben zu Verfahrensweisen und Ergebnissen. Wenn er nach zig Wiederholungen keine Lust mehr hätte, das immer wieder wiederzukäuen fände ich das nachvollziehbar.

    Ich imkere seit 1989. Damals gab es tatsächlich noch behandlungsfreie Imker.


    Um jetzt mal den Bogen zurück zu schlagen: Für Populationsgenetik braucht es eine Population. Das müssen Anfänger berücksichtigen und deshalb behandeln. Am besten genau so, wie es die Nachbar-Imker handhaben.


    Gruß vom Harry

    Die schärfsten Kritiker der Elche

    waren früher selber welche

  • Guten Abend Harry.


    Leider kann ich dir auch nicht von einer Besonderheit berichten.


    Dies haben auch schon Andere bei mir, und auch bei bei anderen nicht Behandlern gesucht.


    Soweit ich weiss, wurde aber noch keine wesentliche Besonderheit/en gefunden.


    Vermutungen und Ansätze dazu, werden eben nur vermutet. Es fehlen aber eben die Beweise dazu.


    Auf meinem Bienenstand, hat sich eine gute Futterversorgung als positiv hervorgehoben. Daher gehört Zuckerwasser, zu dem für mich wichtigsten Hilfsmittel.


    Beim Hüngelertyp, und event auch eine kleine Biene (hat nichts mit der Zellengrösse zu tun) sehe ich einen Ansatz von einem Vorteil.

    Bei der Bienengrösse, fehlt mir aber der direkte Vergleich.


    Und noch zum Satz: "Am besten so, wie es die Nachbar-Imker handhaben".

    Generell, gillt noch der Grundsatz: Behandeln ist Richtig, und gehört zu der guten Pflege der Bienenvölker.


    lg Sulz.

  • Guten Morgen.


    Auf www summ-summ.ch sind Daten veröffentlicht.


    Zu meiner Betriebsweise:

    Vielleicht finden andere anhand der Vorgehensweise Besonderheiten.


    Hinterbehandlungsbeute im Warmbau. (Schweizerkasten)


    Da habe ich 2 Varianten.

    Var 1.

    Da befinden sich vorne im Kasten 2 Brutwaben übereinander. Oben 6, und unten 8 Waben. Hier befindet sich das Brutnest, und auch der Wintersitz.

    Der Honigraum ist dahinter. (Halbrahmen)

    Wenn alles Ok ist, dann lasse ich solche Völker bis zur Honigraumgabe in Ruhe.

    Ende Juli den Honig ernten, und danach auf/einfüttern.

    Brutkontrolle bei der Gabe der Honigräume, und bei der Schlussernte.


    Var 2.


    Brutraum nur unten, und darüber 6-7 Honigwaben bei der überwinterung als Futtereserve.

    Bei dieser Variante, wird im Frühjahr eingeengt, und danach wieder mit Mittelwänden erweitert.

    Da befindet sich der Honigraum über dem Brutnest.


    Ansonsten:

    Täglich Fluglochbeobachtung.

    Wenn es einen Schwarm gibt, diesen einfangen, einlogieren, und füttern.


    Etwas anderes, sind die "Problemvölker". Z.B wenn ich bei der Fluglochbeobachtung ausgeräumte Arbeiterinnenbrut sehe.

    "Problemvölker" kommen aber doch eher nur noch selten vor.


    lg sulz.

  • Guten Abend.


    Nun noch das "sich um die Bienen kümmern"


    Dies ist das schwierigste überhaubt. Hier ist es von Vorteil, wenn man den Standort, und jedes Volk gut kennt.


    Ab wann braucht ein Volk Hilfe? Oder kommt es auch ohne Hilfe durch?


    Aber grundsätzlich, sollten Bienenvölker nie darben/hungern.

    Daher achte ich auf eine gute Futterversorgung, und strebe dabei einen alten Grundsatz an:


    Die Larven müssen im Futtersaft, und die Ammenbienen im offenen Futter schwimmen!!!!!


    Solange im Brutnest, ein gewissen Futterdruck herrscht, bleibt der Bien kompakt, und schöpft aus dem Vollen.

    Kommt es aber zum "Futterabriss", dann geht das Volk zum "Sparmodus" über.


    Bei Völkern ohne Honigraum, gebe ich Zuckerwasser 1:1 in täglichen kleinen Gaben.


    Bei "Problemvölkern" reicht dies aber manchmal nicht. Da stelle ich mir aber eher schon die Frage: Lohnt sich das Pflegen und aufpäppeln solcher Völker überhaubt?

    Da mache ich vielleicht schon einen Fehler, jedes Volk retten zu wollen.


    lg sulz.