Winterbehandlung / Zahlen

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    Nach den Messungen von Prof. Tautz wird es wohl keine "ungestörte" Beziehung der Traube zur Außentemperatur geben, weil der Bien sich von Zeit zu Zeit aufheizt, um auf seinem Zehrweg weiterzurücken bzw. um Futter aufnehmen/heranschaffen zu können. Ich vermute, daß in dieser "Warmphase" dann auch vermehrt tote Milben ins Gemüll fallen.

  • Das mit der Dichte der Traube ist natürlich interessant

    Da gebe ich doch gern noch meinen Senf dazu: Für eine Bedampfung mit OS ist eine lockere Bienentraube günstiger, als eine eng sitzende Wintertraube, warum muß ich wohl nicht erklären.

    Wie schon in einigen Beiträgen angeklungen ist, löst die Bedampfung einen Putztrieb aus, der aber nicht bei Frost erreicht wird. Warum habe ich wohl bei meiner Träufelung am 22.11. keine Milben mehr in meinen Völkern gehabt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke, Andreas - es gibt also schon ein paar Daten... - kannst Du noch angeben, wie behandelt wurde (Sublimation in Dänemark oder OXS geträufelt ?).


    Ich habe die Zählerei noch nicht ganz aufgegeben und kann feststellen, dass durch die aktuelle Warmphase (hier 8 °C !) einerseits kleinere Reinigungsflüge stattfinden und andererseits die Wintertrauben sich tw. komplett aufgelöst hat. Entsprechend fallen dann noch tote Milben heraus (bis zu 40 Stck. pro Tag bei stärker belasteten Völkern). Diese sind dann wohl der OXS-Behandlung zuzuschreiben...


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo,

    so sehen meine Daten auch in etwa aus.

    Die Fallzahlen nach der Behandlung sind aber geringer - kleinere (Warre)-Völker.

    Aber die Verteilung über die Zeit ist gleich. Z. Z. bei 0, ein Volk bei < 1 / Tag.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Es reicht von in Summe 30 bis 500 Milben, je nach Volk.

    Gibt es eigentlich im Forum eine feste Regel wie die Milben gezählt werden? Der eine erzählt von 50 Milben der andere erzählt von 500 Milben aber keiner (es gibt auch ausnahmen) sagt uns im welchen Zeitraum. Es kann ja sein das ich die Regel noch nicht gefunden habe. Es ist doch ein großer Unterschied ob ich 250 Milben an einem Tag habe oder nach einer Woche oder nach 14 Tagen.

  • Meine o.g. Daten sind tagweise ermittelt und nach 14 Tg. die Gesamtsumme gebildet. Daraus resultieren Fallzahlen zwischen <100 bis >500. Das bedeutet m. E. wenig; entscheidend ist, was noch an Milben in den Völkern verblieben ist.


    Mir war bei der Betrachtung wichtig, die Dynamik zu erfassen, um besser abschätzen zu können, was Du mit Recht bemängelst. Es kann eben nicht nach 5 Tagen gezählt werden und fertig. Es zeigt sich vielmehr, dass nach einer einzigen Behandlung 14 Tage erhöhter Milbenfall auftritt.


    Fehler sind dabei einerseits aufgrund einer relativ eng sitzenden Wintertraube und bei Blockade durch viele tote Bienen auf dem Bodengitter möglich. Letzteres kann ich ausschließen.


    Durch die sich jetzt wetterbedingt tw. auflösenden Wintertrauben fallen auch nochmal deutlich mehr Milben ab, die wohl vorher zwischen den Bienen steckten...

  • Moin,

    ich habe ich Dänemark sublimiert (Oxamat).

    Sowohl letztes als auch dieses Jahr hatten wir am Tag der Behandlung deutliche Plusgrade, dieses Jahr +6-8°C, letztes Jahr 8-9°C.

    Letztes Jahr sind im Sommer deutlich mehr Milben gefallen, im Schnitt 1100 Milben pro Volk (Blockbehandlung 6 alle 4 Tage), wobei es einen Ausreißer mit >3000 Milben gab (ein richtig starkes Volk). Der Schnitt liegt ohne das eine Volk bei knapp 800 Milben.

    Dieses Jahr sind im Sommer deutlich weniger Milben gefallen.

    Liegt zum einen an dem Sommer denke ich, aber ich habe auch TBE betrieben, was den Varroa-Druck auch so senken sollte.

    Im Schnitt sind 350 Milben gefallen (Blockbehandlung 5x alle 3 Tage, ein Zyklus zu kurz eigentlich), also etwa die Hälfte vom letzten Jahr.

    Bemerkenswert ist das "grün-gelbe" Vol, welches der Brutsammler war. Da ist im Sommer ebenso wenig gefallen (ca. 300) wie beim Rest. Da hab ich deutlich mehr erwartet.

    Braun, grün, blau und rot sind Ableger aus diesem Jahr. Daher ist bei denen die Last am geringsten gewesen.

    Ich hoffe, das hilft etwas weiter.

    2016 muss ich noch mal aufdröseln. Da hab ich auch sowohl AS 60% KZ ST oben gemacht als auch Sublimiert. Bei der AS im August sind deutlich weniger gefallen als mit dem Oxamaten im September.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Danke für das Veröffentlichen. Es haben anscheinend alle Völker überlebt? Und gab es Unterschiede bei der Auswinterung im Bezug zur Volksstärke. Varroalast und Futter? Besonders interessant sind da die Völker, die mehr oder sehr wenig Milben hatten. Gab es da Auffälligkeiten? Tolle Arbeit

  • Moin,

    ja, alle Völker haben überlebt, wobei ich das grüne Volk im März/April aufgelöst habe, da das Volk keine Kö (aus 2015) mehr hatte. Ob das mit der Varroa-Last im Winter zusammen hängt oder dem Kälteknick Anfang März, kann ich nicht sagen.

    Das im Sommer besonders stark belastete orangene Volk war in 2017 schon ein Renner, ist stark in den Winter gegangen und auch wieder stark aus dem Winter gekommen. Vielleicht auch daher die starke Belastung.

    Alle Völker haben Ende Januar, Anfang Februar ihren ersten Reinigungsflug durch gehabt, aber Ende Februar, Anfang März durch den Kälteknick einen Brutknick bekommen.

    Dieser Knick hat alle meine Völker in 2018 stark belastet, sie sind aber bis zum Raps noch gut durchgestartet.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Moin,

    hier noch mal meine Daten aus dem Jahr 2016. Ich hab die jetzt ein wenig aufgearbeitet.

    Im Sommer hatte ich direkt nach der Ernte mit AS 60% KZ ST oben die Varroa-Behandlung durchgeführt, war aber durch den recht nassen Sommer nicht so sicher, ob dass das Jahr reichen würde. Ich hab sogar 3x behandelt, was ich vorher nie gemacht habe.


    Leider ist meine Dokumentation da ein wenig Löchrig, wobei ich dien Fallzahlen nach 24+48h als am wichtigsten erachte.

    Da ich mir zum Herbst hin den Oxamaten angeschafft hatte, hab ich im September, nachdem die Befallszahlen noch mal ordentlich nach oben gegangen waren (17-63 Milben in 24h) quasi meine erste Blockbehandlung durchgeführt.

    Das Ergebnis war erstaunlich.

    War schon erstaunlich, was da gefallen ist (zwischen 2000-4300 Milben).

    Meiner Meinung hätten die Völker, vielleicht abgesehen von 1-2, nicht überlebt.

    Die Winterbehandlung war dann wiederum recht "normal".

    Alle Völker haben den Winter übrigens überlebt.


    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Danke, Andreas, für die Daten.

    Ohne für oder gegen eine bestimmte Methodik zu sprechen, kann ich Deine Beobachtungen für die BB im Sept. bestätigen. Ein Grund mehr, sich mit der Behandlungsweise und der Applikationsart auseinanderzusetzen.


    Ich könnte ähnliche Daten liefern; das wäre aber OT.


    Ob es gut oder schlecht ist, alle Milben zu erwischen, ist dann auch eine Frage des Ziels


    ( Winterbehandlung auslassen).


    Zumindest sollte man über die Sachlage Bescheid wissen, um entsprechend zu handeln.

  • Hallo,


    ich habe am 15.12. OX geträufelt und dann wöchentlich die Varroen auf der Windel gezählt. Ein Volk macht mir Sorgen. Die Fallzahlen waren anfänglich über 200/Woche und sind jetzt immer noch (heute gezählt, 27.1.) bei 40/Woche bzw. 5/Tag. Insgesamt sind bei diesem Volk seit 15.12. über 650 Varroen gefallen. Siehe Bilder.




    Das Volk war im Herbst recht stark. Was macht man jetzt mit so einem Volk?


    Grüße,

    Michael