Winterbehandlung / Zahlen

  • Ich räume die einfach ab. Bei allen waren keine Reste mehr eines Brutnestes und das Volk lag tot im Boden. Futter reichlich. Keine Ahnung, echt. Mutti tot, keine Winterbienen, Viren. Varroa war's jedenfalls nicht. Der Rest sieht jedenfalls gut aus ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Gibt's kein anderes Thema als Varroa? Was soll denn da jetzt passieren!? Kurz vor Trachtende im Raps 'ne TBE, frische Zellen dazu und damit Ableger machen. Das Stammvolk ist wieder fit in der Linde. Auf frischen Waben. Keine Schwarmkontrolle, so einfach kann Imkern sein....

    Du hast mal gesagt, und das passt irgendwie ganz gut auf mich: Wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel.

    Deswegen ploppe ich das Thema immer wieder auf...

  • Also eigentlich dürfte es jetzt keine Milben geben, ich vermute auch das sie aus dem Müll kommen. Ich kenne einen Imker der schon einmal im Frühjahr einen Bierdeckel mit AS unter das Brutnest geschoben hat, ob das erfolgreich war weis ich nicht. Ich bin grundsätzlich gegen jede Behandlung im Frühjahr, weil es den Völkern mehr schadet als nutzt. Eine zügige Entwicklung der Völker im Frühjahr ist das beste mittel gegen die Varroa. Nur mal so nebenbei bemerkt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Du hast mal gesagt, und das passt irgendwie ganz gut auf mich: Wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel.

    Hallo Namensvetter,


    das Frühjahr, nach den Reinigungsflügen, ist DER Moment im Jahr, wo sich der Blick nach vorn richtet. Das Jahr ist noch unschuldig, Schwärme sind noch kein Thema, zu tun ist nichts außer den Futterstand im Auge zu behalten, Pollenhöschen zu bestaunen (wo bitte kommen die her!?) und sich auf die Saison freuen. Wer will kann Schiede setzen, aber auch ohne werden die Bienen gedeihen. So Momente sind kostbar!


    Wer sauber arbeitet und ein brauchbares Varroakonzept konsequent umsetzt, hat diesbezüglich wenig zu fürchten. Bleibt aber auch so kompliziert genug :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Noch einen Nachtrag zu den "Fallzahlen":


    Leicht erhöhter Varroatotenfall konnte ich bei Veränderung der Wintertraube bei steigender Außentemperatur beobachten. Da bewegen sich die Bienen stärker und tote Milben fallen aus der Traube.


    Das Phänomen tritt ganz deutlich beim Reinigungsflug auf: Hier ist bei manchen Völkern der Milbenfall für 1 bis 3 Tage stark angestiegen, z.B. bis auf 40/Tag o.ä. Dies ist insbesondere bei Völkern mit ehemals relativ hohen Fallzahlen zu beobachten. Solche Völker, die ehemals wenig Milben hatten, zeigen auch beim Reinigungsflug keinen erhöhten Milbenfall.


    Nach dem Reinigungsflug liegt der "Pegel" wieder bei 0 bis 1 tote Milbe in einigen Tagen, also nichts.


    Diese Dynamik interpretiere ich als Restmilbenfall infolge der Aktivitäten im Bienenstock. Das ist jetzt nichts Ungewöhnliches - ich hab's aber mal zahlenmäßig erfassen wollen.


    Wen es interessiert - bitte per PM.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Hallo,

    solche Veränderungen habe ich auch mit dem ersten Reinigungsflug feststellen können. Aber eben auch nicht durchgängig, sondern nur bei einem Altvolk: 12 Milben zwei Tage nach Ende des Reinigungsfluges. Ein Jungvolk (sehr stark) hatte auch mehr, aber noch zu vernachlässigen.

    Jetzt sind alle wieder bei 0 bis 1 Milbe / Woche. Auch in der gegenwärtigen Flugzeit.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Habt Ihr etwa noch Schieber drin/Boden zu, dass ihr noch täglich Milben zählen könnt?

    Ich habe wegen "Schieber auf jeden Fall drin lassen" zwei Völker verspielt. Das wird mir nicht nochmal passieren - war auf guten Glauben, dass man damit etwas besser machen könnte. Entweder sie fliegen jetzt oder sind eingegangen.


    Neben den anderen Gründen für Verluste, bei denen ich diesmal wohl mit bei den Negativrekordhaltern sein werde, scheint sich das letzte verbliebene Volk momentan sehr gut zu erholen und zu gedeihen. Pollen sind offenbar sehr viel verfügbar gut und für den Februar recht bunt.

  • Habt Ihr etwa noch Schieber drin/Boden zu, dass ihr noch täglich Milben zählen könnt?

    Nein, nur etappenweise "gemessen". Aber sofern man zwischen 0 und 1 Milbe in Woche "x" zählt, kann bei unveränderter Wetterlage das auch für Woche "y" angenommen werden.


    Aber - wie Wasgauer schon schreibt, berichte mal!

  • Sie waren schon in Brut, der normale Totenfall hat die Verengung mit dem abtropfenden Kondenswasser verstopft, sie konnten nicht zum Reinigungsflug raus und sind verreckt, obwohl sie schon recht gut durch zu sein schienen. Bei den Temperaturen vor zwei Wochen erschien es mir noch zu früh, den Fluglochkeil schon zu entfernen. Aber da man sie ja nicht stören soll, habe ich nur von oben aber nicht vorn reingesehen, dazu noch Schimmel ohne Ende über dem Flugloch trotz Luftspalt an der Windel. Den habe ich aber erst reell erkannt, als es schon zu spät war. Das ist alles.

  • Sie waren schon in Brut, der normale Totenfall hat die Verengung mit dem abtropfenden Kondenswasser verstopft, sie konnten nicht zum Reinigungsflug raus und sind verreckt, obwohl sie schon recht gut durch zu sein schienen. Bei den Temperaturen vor zwei Wochen erschien es mir noch zu früh, den Fluglochkeil schon zu entfernen. Aber da man sie ja nicht stören soll, habe ich nur von oben aber nicht vorn reingesehen, dazu noch Schimmel ohne Ende über dem Flugloch trotz Luftspalt an der Windel. Den habe ich aber erst reell erkannt, als es schon zu spät war. Das ist alles.

    Was hat ein verstopfter Gitterboden mit dem Einschieben einer Windel zu tun? Zumindest bei meiner Bodenkonstruktion nichts.


    Ich habe derzeit meine Windeln drin; die Völker haben schon viel Brut und nachts ist es noch saukalt. Da will ich nicht, dass der kalte Wind durch den Gitterboden weht und die Brut verkühlt (oder die Bienen unter großer Anstrengung dagegen ankämpfen müssen).


    Grüße vom Apidät

  • Genau aus dem Grund nehme ich den Fluglochkeil raus und nehme ein Mäusegitter. Oder wenn Fluglochkeil, dann würde ich ihn gedreht und nach oben offen einlegen. So können sie ggf. über die toten Schwestern klettern...

    Den Schieber hatte ich dieses Jahr erstmalig auch im Herbst + Winter drin und bei mir hat bei Zander und Zadant absolut nichts geschimmelt. Der Herbst war aber auch extrem trocken, wie auch schon der Sommer.

    Evtl. ist es bei Dir aber auch feuchter und daher sollten bezogen auf Dein Klima, die Schieber dann besser raus.

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)

  • Sie waren schon in Brut, der normale Totenfall hat die Verengung mit dem abtropfenden Kondenswasser verstopft, sie konnten nicht zum Reinigungsflug raus und sind verreckt, obwohl sie schon recht gut ...

    Das verstehe ich nicht, woran verreckt? Verdurstet?, verbraust, kann bei den Temperaturen eigentlich nicht sein. Was ist normaler Totenfall? Bei lagen auf dem Gitterboden maximal eine Kaffetasse voll. VG

  • Wenn da soviel Tote drinne liegen stimmt was anderes nicht.

    Mein Verdacht, entweder zuwenig Winterbienen in der Kiste und mit Ox die überalterten in den Himmel geschickt, oder Virenkrank und mit Ox den Kranken den Rest gegeben.

    Wenn dir die Suppe innendrinn runterläuft stimmt deine Beuten/Bodenkonstruktion grundsätzlich nicht.

    Heute und Gestern 150 geschiedet, nicht das Kleinste bischen Schimmel und ALLES Furztrocken! Meist nur ne kleine Hand voll Totenfall wenn überhaubt...

    Und ja! MIT ständig Schieber drinn!

    Bisher Hier!

    1er Drohnenbrütig (zu spät nachgeschaft, def. da kein Flügelschnitt) entsatz zugeweiselt

    5 Total verschi......... hab wohl zuwenig Mehli im Sommer rausbekommen oder was auch immer ich weiß es nicht

    2 Nicht VSH Tot

    Der Rest ist auf 4 bis 8 Waben geschiedet

    von 40 VSH Minis sind 9 Drohnenbrütig 2 Tot, das Ergebnis eines zu späten Belegstellen Besuchs:(

    Die Singels sind alle noch da:)

    Morgen sehe ich weiter....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill