Bienenfütterung im Frühjahr

  • Moin!

    Vielleicht wissen wir nicht so genau, was du mit deiner Frage meinst und bezweckst.

    Ich hatte ja auch schon mal angemerkt, dass du dein Profil ausfüllst und ggf. in deiner Signatur (oder im Eingangssatz dieses Fadens) mal von der Menge deiner Völker berichtest und wie du imkerst (Beutenart und- form).

    In einem anderen Faden hatte ich ebenfalls angenommen, dass du Anfänger bist. Nur mal als Anregung.

    Zum Thema füttern gibt es bei mir nur wenige Kriterien, wann ich den Bienen etwas gebe.

    Im Frühjahr, wenn ich zum Winter hin nicht genug eingefüttert habe (-> Notfütterung, meist Futterteig, nur bei deutlichen Plusgraden Sirup im ZipLockBeutel).

    Im Sommer, um kleine Einheiten oder Ableger aufzubauen (dünnes Futter, regelmäßig in kleinen Mengen)

    Im Herbst zur Winterauffütterung, da gerne dick, wenn nicht gerade TBE erfolgt ist.

    Da ich in Großraumbeuten imkere, habe ich über das Jahr hinweg eigentlich einen ganz guten Überblick, wieviel Futter in der Beute ist.

    Einzig kritisch sehe ich die Zeit nach dem Abschleudern (besonders nach der Frühtracht, wenn dann nicht gleich wieder was reinkommt) und direkt im Frühjahr, wenn zu wenig drin ist oder zu früh Futter entnommen wurde.

    Wie Mühlendrohn orientiere ich mich an den Pflanzen und setze ebenfalls zur Weide den ersten Honigraum auf. Allerdings in erster Linie, damit die Bienen Platz zum Einlagern haben, da ich im zeitigen Frühjahr, je nach Wetter, das Volk auf die Brutwaben plus Futter einenge. Reserve ist hinterm Schied.

    Ich hatte es einmal, muss ca. 3 Jahre her sein, dass wir einen tollen, warmen Jahresstart hatten und wir dann im April noch mal einen Kälteknick bekommen haben. Der Raps war teilweise schon gelb. Natürlich hatte ich zuvor das Futter komplett entnommen, da die Bienen bereits den ersten HR voll mit Weide getragen hatten.

    Nach dem Kälteknick war der HR bei vielen wieder leer und Futter teilweise knapp.

    Vielleicht hätte ich nicht so viel Futter so früh entnehmen sollen.

    Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, auf de Kälteknick rechtzeitig zu reagieren und Futter wieder zuzuhängen, aber der HR war ja bei allen schon gut angetragen.

    Reizfütterung finde ich nur sinnvoll, wenn ich einen Ableger habe, den ich zum Bauen animieren will. Würde ich bei einem Vollvolk nicht machen (wurde oben von Remsi aber auch schon angemerkt).

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Konkretes dazu hier:


    https://projekte.uni-hohenheim…load/festschrift_2004.pdf


    ab Seite 83 unter der Überschrift "Futterstrom". Hier auch die Trachtlückenfütterung mit Trockenzucker bei aufgesetztem Honigraum.


    Nach Eugen Neuhauser (Dornbirn) ist es auch wichtig, wo das Futter aufgenommen wird. Ich kenne Imker (Dadant/Buckfast) die Füttern mit einer aufgesetzten Halbzarge ein und setzen diese im frühen Frühjahr unter die Brutzarge. Das soll eine Tracht simulieren und zu einer Intensivierung des Brutgeschäftes führen. Die Information ist für mich noch neu. Ich hab's noch nicht probiert. Falls jemand Erfahrungswerte hat, würd's mich interessieren.