Impfung gegen Faulbrut?

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    Hohe Sozialhygiene des Bien, selbst wenn genetisch bedingt, spricht m.E. nicht gegen eine Impfung (wenn es sie eines Tages geben sollte).

  • Ich habe mal nachgezählt. Von den bisher 44 Einträgen wird das Thema Impfung angesprochen, und sei es nur der Hinweis, beim Thema zu bleiben.

    Ein Meeting mit so einem Output hätte ich nach spätestens 10 Minuten abgebrochen.

    Du musst nicht alle deine Völker behandeln, nur die die du behalten möchtest.

  • Ich kann nicht beurteilen, ob so eine "Impfung " von Erfolg gekrönt sein wird. Denn wie ich es verstehe, werden Bestandteile der Erreger benutzt. Mein Problem dabei, müsste es dann nicht bei Völkern mit positiven FKP und geringer Sporenlast durch den Kontakt mit den Sporen auch eine "Immunantwort" geben?

    Wenn man Hepatitis, Masern etc durchgemacht hat, hat man auch einen Schutz....

    Haben wir also schon geimpft Völker in Gebieten mit Faulbrut? Nach dem Auftreten der Sperrbezirke zuurteilen, würde ich das nicht behaupten.

    Daher bin ich skeptisch, was eine "Impfung" angeht. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

  • Sorry, das ist wohl mein Widerspruchsgeist, welcher das ausgelöst hat.

    Also zurück zum Thema.

    Ohne den Ausgangslink übersetzt und gelesen zu haben, fallen mir gleich mehrere Einwände gegen eine Impfung des Bienenvolkes/ der einzelnen Bienen/ der Bienenlarven (???) ein. Das Bakterium wird von Sporen übertragen und diese wiederum sind im Honig infektiös. Die Sporen dürften per irgendwelcher Impfung nicht angreifbar sein. Also die Infektionsquelle wird nicht angegriffen und auch die Infektionskette wird nicht durchbrochen. Selbst bei der I.-kette gibt es ja schon reichlich Diskussion. Honig über Räuberei ist soweit klar. Aber WOHER kommt denn ständig der infizierte Honig in ständig neuen Infektionsherden ??

    Das kann letzten Endes NUR ausländischer Honig sein, welcher in trachtloser Zeit in allen möglichen Quellen gefunden wird. Reste von Importhonig in Papierkörben bis Müllcontainern. Aber ich "schwiff" kurz ab! :) (Zitat: Olaf)


    Wie will man erfolgreich impfen?! Einen neuen Stoff langzeit in den Sozialmagen der Biene einbringen. Denn Impfen bedeutet trotz vorhandener Infektionsmöglichkeiten KEINE Erkrankung und dies bei gestiegener Sporendichte, siehe Vorgenanntes. Ungeimpfte Völker würden mit Sicherheit an Faulbrut erkranken! Die Impfindustrie reibt sich insgeheim schon die Hände!

    Ich kann mir nicht helfen, aber schon der Gedanke, noch nicht mal bis zum Ende gedacht, ist solch ein Unsinn...

  • Mein Problem dabei, müsste es dann nicht bei Völkern mit positiven FKP und geringer Sporenlast durch den Kontakt mit den Sporen auch eine "Immunantwort" geben?

    Wenn man Hepatitis, Masern etc durchgemacht hat, hat man auch einen Schutz....

    Na, bei Insekten funktioniert das anders, man kann nicht von Säugetieren auf Insekten schließen. Hättest Du den Artikel hinter dem Link gelesen wüsstest Du das, dort ist das ausführlich erklärt... ;-)

    Ohne den Ausgangslink übersetzt und gelesen zu haben, fallen mir gleich mehrere Einwände gegen eine Impfung des Bienenvolkes/ der einzelnen Bienen/ der Bienenlarven (???) ein

    Na, dann lies mal den Artikel bevor Du hier irgend etwas postest. Deine Mutmaßungen helfen und interessieren hier keinen - sondern tragen nur zum Vermüllen des Threads bei... ;-(

  • FranzXR Tja tut mir leid, ich habe den Artikel gelesen, aber eben nicht verstanden, wie das wirklich gehen soll. Und gebe da auch mein Unwissenheit zu.

    Du hilfst mir und dem Thread im Übrigen mit deinem Posting noch weniger, als Schillbee oder ich, da wir wenigstens Gedanken hier genau zu einer Impfung geäußert haben. Du jedoch sogar zweimal nur auf den Artikel verweist und nichts eigenes bringst.

    Also halte mich ruhig für dumm, aber eine Diskussion lebt nun mal von eigenen Gedanken dazu. Die können richtig oder falsch sein, ein Risiko tragen wir halt alle. 😆

  • Eine Erhöhung des AFB-Risikos für ungeimpfte Völker durch die Impfung bzw. durch die bloße Nachbarschaft geimpfter Völker erscheint mir deshalb nicht gegeben.

    Da muss ich Dir leider widersprechen.

    Die ungeimpften Völker werden nach wie vor durch die Sporen krank, sterben oder müssen saniert werden. Die geimpften Völker reduzieren ja die Sporenzahl nicht, sie werden (angeblich) nur nicht krank. Die Sporen sind nach wie vor im Honig und verbreiten sich durch Räuberei. Die erkrankten Völker werden wie vorher abgetötet oder saniert um die Infektionsquelle zu liquidieren. Oder es gibt dann eine Impfpflicht! Ein Plus für die Impfindustrie. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Damit gibt es keine Nachbarschaft im Falle der teilweisen Impfung.

  • Nachtrag: Außerdem lese ich nichts von einer 100%igen Wirksamkeit auf die Brut!

    Das bedeutet die Faulbrut bricht aus, wird also klinisch und muss bekämpft werden!

    Das bedeutet auch dass wir hier eigentlich über ungelegte Eier reden, falls das so stimmt.

  • Wenn die Wirksamkeit erwiesen ist, wäre ich der erste, der für eine Impfpflicht plädiert !

    Hühner, Schweine, Rinder, Hunde, Katzen, alles wird geimpft. Sogar Wildtiere im Wald, etwa Füchse.

    Nur wir Bienenhalter wollen wie vor 1000 Jahren vor der Pest Augen und Ohren verschliessen und weiter eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen im Krankheitsfall einfach töten, obwohl es Alternativen gibt?

    Ich nicht.

    Und denk mal an den volkswirtschaftlichen Schaden, den man Jahr für Jahr vermeiden könnte?

  • ribes Nein, der Text erklärt keinen Impfschutz. Da ja bekannt ist, dass unterschiedlich alte Larven ein unterschiedlich hohes Risiko für eine Infektion haben und dort nur steht, dass von der Brut mehr überlebten.... ?

    Die Larven und auch die Königin werden von Ammenbienen gefüttert, die Sporen im Futter müssen nicht unbedingt aktiv werden, somit würde bei einer geringen Sporenkonzentration doch eine Impfung erfolgen, damit würde aber automatisch sich die Infektionsausbreitung stoppen, wenn es effektiv wäre. Damit würde sich jeder Faulbrutausbruch selbst an der Verbreitung hemmen und wir hätte eigentlich kein Faulbrutproblem.

    Also für mich ist das auch eher unwahrscheinlich, dass man da einen Erfolg verbuchen wird. Schön wäre es sicher....

  • Auch ich bin gegen das Töten von Völkern. Außer wenn es sich wirklich nicht umgehen lässt. Wer einmal von Faulbrut zusammengebrochene Völker gesehen hat, weiß wovon ich rede. Hier hat man das Problem, dass der Bien ein Superorganismus / Tiergesellschaft ist und damit das einzelne Individuum/Bienenlarve trotz Impfung krank werden kann. Gut, vielleicht gibt es dann keinen dramatischen Verlauf mehr und man kann alle Völker retten.

    Aber so weit ist es ja noch nicht. Und man könnte ja auch örtlich begrenzt und im Bedarfsfall statt rettungswürdige Völker zu töten wie in der Ex-DDR Antibiotika zulassen.