Radialschleuder bis 72cm für Dadant

  • Ich sehe das abdeckeln als schwachpunkt beim schleudern. Ich habe seit 35 Jahren im Mittel 30 Völker. Entdeckeln mit der Gabel, Waben in den 4 Wabenkorb, anschleudern, 2 Waben entdeckeln, Waben drehen und fertigschleudern, 2 Waben entdeckeln, 1. Wabenseite fertigschleudern. Der Honig läuft durch das Doppelsieb in den Eimer, wird nochmal durch Nylontuch gelassen, in den Hobbock und nach entsprechender Zeit cremig Rühren. Das alles mit der 4-Wabenschleuder, ohne Honigsumpf und habe, ohne abschäumen und sonstige Kunstgriffe einen einwandfreien sauberen Honig.

    Eine, vom Eigengewicht, schwere Schleuder bleibt auch bei etwas Unwucht ruhig stehen. Der Bodenebene Auslauf ist zu vernachlässigen da die Schleuder nach Arbeitsende geleert wird. Und dazu kann man sie doch ankippen. Oder?

    Natürlich kann man Eindruck schinden wenn man sagen kann: Ich habe eine 24 Wabenschleuder. Sie muss jedoch zur Völkerzahl passen.

  • Hallo, sicherlich ist eine xxx cm große Schleuder besser, ABER mit den 69 cm habe ich wirklich kaum Wabenbruch. Ich schleudere DN 1/2 und DN 2/3. Weiter oben habe ich schon geschrieben, wieso ein Vollautomat bei einer Radialschleuder? Während des Entdeckelns habe ich doch 4 mal die 5 Sekunden Zeit die Schleuder schneller zu drehen ? Vielleicht habe ich auch dadurch einen geringeren Wabenbruch, denn wenn ich sie zu schnell einstelle und sie eiert kann ich noch schnell zurückdrehen.....

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Ich habe und Arbeite seit diesem Jahr mit der 69 cm 20-Waben Radial von CFM freiwillig gebe ich die nicht mehr her. Ich Entdeckele mit dem Messer DN halbe. Da ich Haptiker bin war bei mir das Gewicht der Schleuder mit ausschlaggebend (schwer bedeute für mich halt dickes und gutes Material).

    Gruß Michael (Fussel3)


    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus (Siddhartha Gautama )

  • fritz49


    Also beim Entdeckel mit dem Messer bin ich schnell, müsste jetzt lügen aber wenn die Wabe gut ausgebaut ist 10sec je Seit. Also bei mir war es die Schleuder die den Takt vorgegeben hat. Bei einer größeren Schleuder ist es dann halt das Sieb oder das Entdeckeln aber irgendwo ist halt immer der Flaschenhals.


    Nach al den Infos bin ich zu dem Schluss gekommen das ich wohl ab und zu die Beine der Schlauder abnehmen muss um durch die Tür zu kommen. Es wird dann wahrscheinlich kein deutsches Fabrikat , weil größer ja auch gleich mit hochpreisiger einher geht und die 60cm mit ja das geht noch bei 80cm schon nicht mehr sind. Es geht hier nicht um Geiz sondern ich wäge ab und 2000€ ist mir das einfach nicht wert bzw. bekomme ich vom Chef nichr freigegeben. Es ist ein Hobby und wenn ich mich, wieder erwarten, irgendwann entscheiden sollte es professionell zu machen wäre die Schleuder sowieso wieder zu klein.

    Ich werde mir auf der Messe noch mal ein Bild machen ob ich mit der Qualität der günstigeren Hersteller leben kann und wenn nicht bleibt es halt bei der 4 Waben Schleuder vom Verein.


    Danke an alle


    Sascha

  • Sorry,

    hast du von der interessant klingenden Sumpf-Idee mal ein Foto?

    Habe nur Bilder von den Einzelteilen gefunden, nichts vom Betrieb.
    Die "kleinen" Spitzsiebe sind oben etwas breiter als die 25kg Honigeimer, fallen also nicht in den Eimer.

    Den Eimer mit einem Quetschhahn als Oben-Auslauf versehen, das Spitzsieb in den Eimer, beides auf eine Erhöhung (bei mir: 10cm Kanthölzer) unter den Auslauf der Schleuder stellen, so daß Honigeimer unter den Oben-Auslauf passen.
    Wenn der Sieb-Eimer bis zum Oben-Auslauf voll ist, schwimmen Wachsteile im Sieb obenauf und verstopfen das Sieb nicht, der gesiebte Honig läuft ins Lagergefäß.

    Cave: ein zu feines Spitzsieb (200µm) kann überlaufen.


  • Der Sinn des Oben-Auslaufs ist doch dass Wachsteilchen aufschwimmen, dadurch das Sieb seine Filterfläche im Eimer frei behält. Ein Sieb über dem Eimer setzt sich rascher zu.

    wenn auf den ersten Eimer noch ein ausziehbares Spülbeckensieb 34x24x11cm (Halter bis 55cm) kommt, setzt sich das Feinsieb nicht so schnell zu. Gibt es momentan mit roten Klebchen bei Aldi.

    Das Problem des feinsten Siebs war dessen Filterkapazität: trotz gewärmtem Raum ging der Honig zu langsam durch, der Spiegel im Sieb stieg zu hoch.

    Mit einem 350µm Spitzsieb hat es problemlos geklappt, über 300kg ohne Wartungsaufwand.

  • Ich habe es genauso, allerdings die teurere Variante vom Carl Fritz aus Edelstahl.

    Da ist unten auch noch ein Hahn dran. Kann man dann zum Ablassen des restlichen Honigs verwenden oder als Abfüllkübel.

    Ich habe trotzdem noch ein Grobsieb unter dem Schleuderablauf. Da werden die groben Wachsteile schon mal abgefangen, da ich mit der Gabel entdeckel. Bei Messerentdeckeln sicher nicht notwendig.

  • An meinem Sieb-Eimer ist auch unten ein Quetschhahn dran, allerdings auf der Gegenseite, sonst würde der Eimer nicht gut unter den Obenauslauf passen.
    Der Sieb-Eimer war ursprünglich ein Abfüll-Eimer.