Anweisung zur Tötung seuchenkranker Bienenvölker vom Verwaltungsgericht bestätigt.

  • Hallo Jelle,

    Dein Link ist leider falsch verlinkt.

    Hier der Richtige:

    https://www.welt.de/wissenscha…en-gegen-Krankheiten.html

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

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  • Helmuth T : Da hatten mich die offenen Einträge aus 2017 vermutlich verwirrt.


    Ist es eigentlich realistisch, dass doch relativ viele Meldungen aus 2017 noch offen sind, oder ist da evtl. ein Ende nicht entsprechend eingetragen worden?

  • Moin, moin,


    Sperrgebiete können langlebig sein. Im Nachbarkreis hier gab es eines über mindestens 3 Jahre... Gefühlt deutlich länger.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    der Begriff seuchenhygienische Einheit taucht vor allem im Zusammenhang mit Hühnern auf. Er entstammt offenbar dem Legehennenbetriebsregistergesetz, das einen Betrieb so definiert. Wenn das zutrifft, kann man den Begriff nicht so ohne weiteres auf Bienenstände anwenden.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ok, aber was ist die Konsequenz der 'seuchenhygienischen Einheit'? In dem Text der Tierseuchenkasse scheint es mir mehr darauf abzuzielen, dass die Bienenvölker eben nicht nach Besitzern getrennt betrachtet werden oder auch nach Standorten.

    Ergibt in meinen Augen auch durchaus Sinn: wenn Bienenvölker durch irgendetwas miteinander verbunden sind, was eine Infektion erleichtert, also z.B. durch die gleiche Person bearbeitet, mit dem gleichen Werkzeug, oder den gleichen Bestand an Honigräumen, dann müssen die z.B. auch alle gleich untersucht werden. Egal ob sie in verschiedenen Landkreisen stehen oder zwar am gleichen Stand, aber unterschiedlichen Besitzern gehören.


    Soweit kann ich folgen. Aber es scheint bei manchen Leuten der Glaube zu herrschen, dass die "seuchenhygienische Einheit" so eine Art Schicksalsgemeinschaft ist. Dass die alle gleich behandelt werden müssen, egal was die Untersuchungen sagen.


    Dazu würde ich gerne einen Beleg sehen. Also: wo kann man etwas über den Begriff der "seuchenhygienischen Einheit" bei Bienenvölkern nachlesen, außer auf der schon genannten Seite der Tierseuchenkasse.


    In der Bienenseuchenverordnung steht davon nämlich nichts, im Gegenteil. Bekämpfungsaktionen betreffend wird da klar unterschieden zwischen erkrankten Völkern und verdächtigen Völkern. Nix Einheit.


    Grüße,

    Robert

  • Moin Fred,


    bei einer Sanierung im offenen Kunstschwarmverfahren sehe ich die Gleichbehandlung im Sperrgebiet durchaus ein und halte das für richtig und hinzunehmen.


    Bei Abschwefelung nicht.


    Und ich sehe auch keinen Grund, warum man, nach Abtöten und Vernichten der klinisch kranken Völker, nicht mit der Komplettsanierung des Gebietes bis zum Frühjahr warten sollte, und in der Zeit die Voruntersuchungen, den Plan und die Grenzen des Sperrgebietes festlegen sollte und die Logistik vorbereiten. Die Arbeit ist um vieles leichter, wenn nicht so viel Futter einzuschmelzen ist.

    Hier wurde damals, nach Abtöten und Verbrennen der klinisch kranken Völker, auf die Sanierung verzichtet, und bis dieses Jahr hat es gehalten.


    Im beschriebenen Fall scheint mir nach wie vor am Wichtigsten, die Quelle der Infektion der beiden klinisch kranken Völker zu finden.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Als Rentner mit etwa 15 Völkern im "Dreiländereck" von 3 Veterinärbehörden und viel Zeit habe ich von der Stadt, in der ich die meisten Völker stehen habe, das etwa wöchentlich erscheinende Amtsblatt, in dem Sperrbezirke veröffentlicht werden, im kostenlosen "Online-Abo". Seit die "Gerüchteküche" von Sporenfunden nahe meiner Völker in einem Nachbarort berichtete, schaue ich fast täglich in TSIS und gelegentlich in die Homepage des Kreises, zu dessen Veterinär ich auch Kontakt habe.

    Von einem noch berufstätigen Hobbyimker mit 2 Völkern kann man das meiner Meinung nach nicht verlangen bzw. realistisch erwarten. Hier im "Bergischen Städtedreieck" Wuppertal-Solingen-Remscheid werden AFB-Sperrbezirke und die Verpflichtung zur Anmeldung von Völkern u.a. in der Tagespresse publik gemacht, wobei neben der Veterinärbehörde auch Vereine engagiert sind. Das halte ich ebenso wie eine gute Einbindung der BSV für wichtig.

    Ein verantwortungsbewusster Imker sollte, auch wenn er nicht "wandert", meiner Meinung nach mindestens jährlich seine Völker auf Sporen untersuchen lassen.

    Karl

    Etwa 14 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Ein verantwortungsbewusster Imker sollte, auch wenn er nicht "wandert", meiner Meinung nach mindestens jährlich seine Völker auf Sporen untersuchen lassen.

    Es gab im Landesverband bereits die Forderung, alle Imker zu vorsorglichen Futterkranzuntersuchungen zu verpflichten. Das dumme ist: es gibt gar nicht die Untersuchungskapazität dafür!

    Dafür müssten erstmal neue Labore eingerichtet und einige neue Mitarbeiter eingestellt werden.


    Wahrscheinlich könnte man so eine Screening-Diagnostik auch so aufbauen, dass die Untersuchungen weitgehend automatisiert ablaufen und keine neuen Mitarbeiter nötig sind. Vielleicht weiß jemand der hier Mitlesenden mehr dazu und kann ein paar Hinweise geben?


    Grüße,

    Robert

  • Als Rentner mit etwa 15 Völkern im "Dreiländereck" von 3 Veterinärbehörden und viel Zeit habe ich von der Stadt, in der ich die meisten Völker stehen habe, das etwa wöchentlich erscheinende Amtsblatt, in dem Sperrbezirke veröffentlicht werden, im kostenlosen "Online-Abo". Seit die "Gerüchteküche" von Sporenfunden nahe meiner Völker in einem Nachbarort berichtete, schaue ich fast täglich in TSIS und gelegentlich in die Homepage des Kreises, zu dessen Veterinär ich auch Kontakt habe.

    Von einem noch berufstätigen Hobbyimker mit 2 Völkern kann man das meiner Meinung nach nicht verlangen bzw. realistisch erwarten. Hier im "Bergischen Städtedreieck" Wuppertal-Solingen-Remscheid werden AFB-Sperrbezirke und die Verpflichtung zur Anmeldung von Völkern u.a. in der Tagespresse publik gemacht, wobei neben der Veterinärbehörde auch Vereine engagiert sind. Das halte ich ebenso wie eine gute Einbindung der BSV für wichtig.

    Ein verantwortungsbewusster Imker sollte, auch wenn er nicht "wandert", meiner Meinung nach mindestens jährlich seine Völker auf Sporen untersuchen lassen.

    Karl

    Ich bin da auch unzufrieden, dass nicht für jeden Imker klar ist, wo er die Information über AFB-Sperrbezirke herbekommt.

    Aus meiner Erfahrung, klappt für mich die Information per email über den Verein sehr gut. Aber ja auch Vereinsmitgliedschaft kostet Zeit und Geld.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Was ich gut finde, daß man bei uns in SH eine Probe 20€ kostet und man 10 Völker beproben kann. Das sind dann 2€ pro Volk. Dazu kann ich nicht nein sagen und mein erster Stand ist noch dieses Jahr beprobt worden. Im Frühjahr kommen dann die anderen beiden Stände dran.


    Liebe Grüße Bernd

  • Ich bin da auch unzufrieden, dass nicht für jeden Imker klar ist, wo er die Information über AFB-Sperrbezirke herbekommt.

    Aus meiner Erfahrung, klappt für mich die Information per email über den Verein sehr gut. Aber ja auch Vereinsmitgliedschaft kostet Zeit und Geld.

    Hi,


    welche Sperrbezirke benötigst du denn und bekommst diese nicht?


    An deinen gemeldeten Ständen müsstest du informiert werden, sobald


    dort ein bestätigter Verdacht auf AFB sein sollte.


    Bei einer Wanderung musst du dich beim Veterinär melden und der sagt


    dir auch direkt falls du da nicht anwandern darfst. Alle anderen Bezirke


    sollten dir doch nicht wichtig sein. Oder habe ich da was übersehen?


    Gruss Joachim


    p.s Das mit dem Thema Datenschutz finde ich lustig, bei der Vogelgrippe interessiert


    das dann auch niemanden.