Anweisung zur Tötung seuchenkranker Bienenvölker vom Verwaltungsgericht bestätigt.

  • Moin, moin,


    es gibt nicht eine Räuberei einiger weniger Sammelbienen, bei zusammenbrechenden Völkern, Trachtmangel und wenig eigenen Vorräten. Es seie denn, sehr weit weg. Wenn die Quelle nah liegt, wird bis in die Nacht hinein ab dem sehr frühen Morgen geflogen, und richtig mit Macht und Gier.

    Die HR-Waben... m. E. wäre schon Einschmelzen übersorgfältig, aber ja nicht schädlich. Seuchenwachs ist das nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Wie will man im Winter ordnungsgemäß sanieren?


    Was sollte man denn in diesem Fall im Winter überhaupt sanieren? Die gesunden Völker? Sanieren kann man nur etwas, das krank ist.


    Auch hier gilt jetzt, besser jetzt eine trauriges Ende und ein sauberer Neuanfang kommenden Frühjahr oder Frühsommer.


    Ein verantwortungsbewusster Imker hätte genau so gehandelt und nicht noch ein Gericht bemüht.

    Ein verantwortungsbewusster Imker informiert sich, bevor er handelt. Umfassend. Immer wieder.

    Hast du mal aktuelle Vorträge von Guido Eich zu dem Thema gehört?

    Oder von Prof. Dr. Werner von der Ohe?


    Grüße,

    Robert

  • ribes Gibt es wirklich sporenfreie Völker?

    Ja. Die FKB meiner Völker seit 2005 sind immer mit "Sporendichte: Keine Sporen" ausgewiesen.

    Ja, es gibt Sporenfreie Völker, ich hätte es wissen sollen. In der Auswertung, der FKP meiner Völker aus Hohen Neuendorf, ist es auch für meine Völker genau so erklärt.



    Der Test kann wohl gar keine Aussage über wenig oder viel Sporen im Volk geben.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • aber es blebt doch im Ergebnis so, dass die Satzung der nds Tierseuchenkasse den für die Beiträge entwickelten Begrifflichkeit nicht vom Bundesland Berlin für eine Verwaltungsmaßnahme herangezogen werden kann...


    Ob das Abschwefeln richtig ist oder war ist eine Frage des Imkers und ob das verwaltungsrechtlich angeordnet werden kann eine völlig andere Frage.

  • Wenn Ausbruch-. warum kein Sperrgebiet?! In dem dann weiter untersucht wird.

    Der Sperrbezirk wurde bereits am 15. November ausgerufen, wie man hier nachlesen kann:

    https://www.berlin.de/ba-panko…und-lebensmittelaufsicht/


    Mir stellt sich die Frage: warum werden solche Sperrbezirke nicht zentral veröffentlicht? Warum ist es noch immer so, dass Sperrbezirke in der Imkerschaft (zumindest in Berlin) nur zufällig bekannt werden?


    Ein Beispiel aus 2016:

    Ein Imker hört in einem Geschäft für Imkereibedarf, dass es mal wieder einen Sperrbezirk aufgrund Amerikanischer Faulbrut geben solle. Er erzählt es mir, weiß aber nichts genaueres. Ich rufe im Laden an und frage, ob die weitergehende Informationen haben. Die haben inzwischen auch nachgeforscht und eine email, in der ein PDF mit der amtlichen Bekanntmachung enthalten ist. Dieses PDF schicken sie an mich weiter, ich leite es an meine Vereinsvorsitzende, und die wiederum schickt die Information sofort mit einem Rundbrief an alle Vereinsmitglieder.


    Ich möchte mal sagen: von unserer Seite, den Berliner Imkern allgemein, und auch in unserem Verein, war das eine vorbildliche Vorgehensweise.


    Aber von Behördenseite? Soll die Seuchenbekämpfung und -verhinderung darauf beruhen, dass Imker die Gerüchteküche anzapfen?

    Oder wird von den Imkern erwartet, dass sie wöchentlich die Webseiten sämtlicher Ordnungsämter abklappern?


    Was genau hindert die Ämter daran, so eine amtliche Bekanntmachung einfach an den Landesverband zu schicken?



    Grüße,

    Robert

  • Ist bei uns im Landkreis auch so. Und auf Nachfrage heißt es mitunter: "Datenschutz". Noch nicht mal die BSV im betroffenen Raum wurden informiert. Da habe ich mich dann nicht mehr als BSV zur Verfügung gestellt. :cursing:

  • Ist bei uns im Landkreis auch so. Und auf Nachfrage heißt es mitunter: "Datenschutz". Noch nicht mal die BSV im betroffenen Raum wurden informiert. Da habe ich mich dann nicht mehr als BSV zur Verfügung gestellt.


    hier die datenschutzfreie Alternative:


    https://tsis.fli.de/Reports/In…e1-405c-97c7-97ff88373a2e
  • ...

    Aber von Behördenseite? Soll die Seuchenbekämpfung und -verhinderung darauf beruhen, dass Imker die Gerüchteküche anzapfen?

    Oder wird von den Imkern erwartet, dass sie wöchentlich die Webseiten sämtlicher Ordnungsämter abklappern?


    Was genau hindert die Ämter daran, so eine amtliche Bekanntmachung einfach an den Landesverband zu schicken?

    Ich glaube, dass der Landesverband in diesem Fall zeitnahe die Information hatte und diese auch weitergeleitet hat.


    Nur was hilft das den dort nicht organisierten Imkern? Dem Landesverband kann/wird es wohl egal sein.

    Man sollte es Imkern nicht unnötig schwer machen diese Information zu bekommen, aber etwas initiative kann man von jedem Imker erwarten.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive


  • Und auf Nachfrage heißt es mitunter: "Datenschutz". Noch nicht mal die BSV im betroffenen Raum wurden informiert.

    Das ist scheinbar bundesweit nicht unüblich. Gibt es in meiner Region genauso.


    Weiß eigentlich jemand, was aus folgender Forschung geworden ist?


    https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article144707569/Bienen-impfen-ihre-Nachkommen-gegen-Krankheiten.html

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

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