Verarbeitungstätigkeit und Durchschnittssatzbesteuerung

  • Hi Wolfgang, meine Aussage bezog sich auf Abschnitt 24.2. UStAE.


    ...Die Umsätze mit zugekauften Produkten sind von der Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung ausgeschlossen (vgl. BFH-Urteil vom 14.6.2007, V R 56/05, BStBl II S. 158).

  • Mit Ausnahme der 4.000-Euro-Grenze.

    Aber nichtsdestoweniger ist der Imker kein Kleinunternehmer nach § 19 UStG, wenn er im Übrigen nach Durchschnittsätzen besteuert, weil diese Umsätze ja steuerpflichtig sind und er nicht einerseits Steuer erheben kann und andererseits die Kleinunternehmerregelung nutzen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hm, langsam fällt es einem bei den ganzen Optionen schwer die Übersicht zu bewahren.


    Also mal Kurzusammenfassung meines Verständnis für Alkohol:

    Vorausgesetzt ich unterwerfe mich der Pauschalversteuerung.


    Kauft man Alkohol zu, um sein Honiglikör herzustellen, muss man da über 25% Eigenproduktequote bei der Herstellung 19% USt angeben.


    Brennt man sich Alkohol für seinen Honiglikör selbst, kann man 10,7% USt angeben, sofern der Umsatz aller verkaufter Waren aus/mit Zukäufen aus nicht Verarbeitungstufe 1 nicht 4000€ übersteigt.


    Oder gilt generell, sofern der Umsatz aller verkaufter Waren aus/mit Zukäufen aus nicht Verarbeitungstufe 1 nicht 4000€ übersteigt kann ich 10,7% ausweisen.


    Sorry ich steh da irgendwie auf dem Erkenntnisschlauch.


    Liebe Grüße Bernd

  • Nein, die 4.000-Euro-Grenze gilt für alle Umsätze, die nicht der Durchschnittssatzbesteuerung unterliegen. Also eigene Produkte der 2. Verarbeitungstufe ebenso wie zugekaufte Produkte.

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