Haben Bienen mit Propolis Gore-Tex erfunden?

  • Zum Thema bevorzugte Lage des Eingangs in eine Bienenwohnung:


    Thomas D. Seeley, Bienendemokratie, Seite 66: Schwärme bevorzugen den Eingang am unteren Ende des Hohlraums. Funktion/Grund: Thermoregualtion.


    (hat auch nix mit Gore-Tex zu tun...)

  • "Modifiziert" heißt für einige Zeitgenossen, ihre Meinungen, Ansichten und Überzeugungen dem gerade herrschenden Trend anzupassen, um einen möglichst großen "Zipfel vom Mantel der Geschichte" zu erhaschen.

    Woher der Wind grad weht, ist denen doch piepegal.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Klar. Der Taupunkt verlagert sich bei 22mm Wandstärke 15cm ins Beuteninnere ;)


    Das ist rechnerisch Quark und meiner Erfahrung nach auch. Zumindest bei starken Völkern. Mit Dreiwabenablegern in einer riesen Kiste kenn ich mich auch nicht aus. Aber langsam wird's OT

    Solche Zahlen nenne ich nicht. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, man kann natürlich nicht den genauen Ort des Tauwasseranfalls vorhersagen. Die physikalischen Zusammenhänge sind aber eindeutig, ob das nun deiner Erfahrung entspricht oder nicht: Wenn unter ansonsten gleichen Bedingungen die Wärmedämmung der äußeren Hülle erhöht wird, dann wandert der Taupunkt nach außen.
    Aber du hast Recht, ich würde auch lieber wieder zu Propolis und dem Märchen von Gore-Tex kommen...

  • Es spielen viele Faktoren eine Rolle, man kann natürlich nicht den genauen Ort des Tauwasseranfalls vorhersagen.

    Moin, das verdeutlicht aber gut mein mein 'Problem' mit der 'alternativen' Fraktion: doch, kann man. Den Tauwasserfall kann man genau vorhersagen, weil man den Taupunkt exakt berechnen kann. Man kann dann drüber streiten, was das in der Praxis bedeutet, aber der Raum für Mutmaßungen ist nicht halb so groß wie immer getan wird.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es spielen viele Faktoren eine Rolle, man kann natürlich nicht den genauen Ort des Tauwasseranfalls vorhersagen.

    Moin, das verdeutlicht aber gut mein mein 'Problem' mit der 'alternativen' Fraktion: doch, kann man. Den Tauwasserfall kann man genau vorhersagen, weil man den Taupunkt exakt berechnen kann. Man kann dann drüber streiten, was das in der Praxis bedeutet, aber der Raum für Mutmaßungen ist nicht halb so groß wie immer getan wird.

    Bei der Berechnung des Tauwasseranfalls liegen eine Menge Annahmen und Vereinfachungen zu Grunde:

    Selbstverständlich kennt man nicht den exakten Wasserausstoss, die exakte Temperaturverteilung im Raum, die exakten Materialeigenschaften usw.

    Es ist also immer nur eine Näherung, auch wenn bei der Berechnung ein Wert mit zig Stellen hinter dem Komma herauskommt. Es ist dennoch sinnvoll soche Berechnungen durchzuführen, weil man gefährdete Bereiche erkennen kann und die anfallenden Wassermengen abschätzen kann.

  • Ich würde daher die geplante Holzumrahmung keinesfalls breiter als die Beutenwandstärke wählen.

    ....ähhh ???? wir sind doch keine Anfänger!


    Wie stark sind Eure HFWP? Wie habt Ihr die Hinterlüftung ausgeführt?

    30-40 mm oder auch stärker, da wir diese aus unserer Zimmerei aus den Reststücken verwenden.

    Die Hinterlüftung erfolgt über den Außendeckel, indem wie dort innen einfach 2 Holzkötzchen an einer Seite unterlegt haben - sollten aber nicht höher als 10 mm sein, da sonst evt. Spitzmäuse/Mäuse drunterkriechen könnten.

    Man hat sogar herausgefunden das wenn es nur das obere Flugloch gibt, die Bienen es wohl die meiste Zeit mit einem Bienenteppich abdichten damit nicht unnötig Wärme entweicht.

    ...mit Verlaub, dass kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und nachvollziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bienen bei Minusgraden die Traube verlassen um das Flugloch abzudichten. Das wäre Selbstmord.

    Deshalb eine Frage: Wo / Wer hat das rausgefunden?

    Deswegen, Kopf warm gedämmt, Seiten kalt und der Boden auf. Dann ist evtl. anfallendes Kondensat 123 wieder außerhalb der Kiste und tropft nie von oben auf die Traube.

    ....bis auf 'Boden auf', kann ich Dir folgen. Falls Du aber mit 'Boden auf' meinst, dass das ganze Boden unten offen ist, folge ich Dir nicht. Davon halte ich nichts. In einigen Situationen kann es aber gut sein z.B. wenn man ich Herbst/ Spätherbst die Brut eindämmen will, im Hochsommer oder zu/nach Behandlungszwecken. Bei uns ist der Boden grundsätzlich zu. Auch deshalb, weil ich es für nicht gut halte, wenn z.B. bei Wind und Kälte dieser von unten reinbläst und die ganze Kiste auskühlt. Ich glaube auch nicht, dass unsere Honigbienen eine Behausung die unten offen ist, 'freiwillig' wählen wurde.

    Und im Frühjahr sollte - aus meiner Sicht - der Boden IMMER und grundsätzlich zu sein, damit die KÖ auch in die unteren Bereiche legt. Andernfalls liegt sie dort nicht und es gibt weniger Frühjahrsbienen, so wie wir das hier beobachtet haben.


    Jonas

  • Mich würde allerdings viel mehr interessieren, ob hier bereits jemand seine Beuten mit einer Lupe nach Löchern im Propolis untersucht hat. Vielleicht kann ja jemand die Theorie von Torben Schiffer bestätigen?

    Mit eine Lupe gehe ich vielleicht mal suchen wie viele Zelldeckel aufgebissen wurden...aber einen Deckel habe ich noch nie in dieser Weise angeschaut. Ich werde aber mal nachschauen.

    Aus unseren Erfahrungen: auch propolisierte Dämmdeckel sind wasserdampfdurchlässig. Z.B. haben wir früher unsere Papier-Stockzettel in Folie auf die Dämmplatten gelegt (damit sie nicht so schnell wegfliegen). Die Folge war, das an dieser Auflagestelle die komplette Dämmplatte durchnäßt und sich Schimmel gebindet hat. Jetzt machen wir das anders und die Stockkarten sind immer trocken.


    Jonas

  • Hallo Jonas, du "hälst" zwar nichts vom offenen Boden, die Bienen (meine jedenfalls) sind begeistert.


    @ Roland, Chelifer, Siebenschläfer

    Das Thema scheint dich ja echt umzutreiben, wenn du es in allen möglichen Foren zur Diskussion stellst.

    Warum nimmst du nicht selbst eine Lupe und siehst selbst nach?

    Irgendwie beschleicht mich bei Dir das Gefühl, Du spielst mit ein Spiel mit gezinkten Karten hier.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Hallo Jonas, du "hälst" zwar nichts vom offenen Boden, die Bienen (meine jedenfalls) sind begeistert.

    ... das könnte auch daran liegen, das wir hier zwischen 800 - 1000 m unsere Bienen halten.

    Frage: wie erkennt man 'begeisterte' Bienen?


    @ Roland, Chelifer, Siebenschläfer

    Das Thema scheint dich ja echt umzutreiben, wenn du es in allen möglichen Foren zur Diskussion stellst.

    Warum nimmst du nicht selbst eine Lupe und siehst selbst nach?

    Irgendwie beschleicht mich bei Dir das Gefühl, Du spielst mit ein Spiel mit gezinkten Karten hier.

    ...da liegst Du sicherlich nicht gänzlich daneben. Ich gehe mal davon aus - rückschließend aus der Art und Weise wie er fragt - dass wir es wahrscheinlich hier mit einem Internet-Imker zu tun haben, dem die realen Objekte fehlen um den Sachen selbst auf den Grund zu legen.


    Jonas