Haben Bienen mit Propolis Gore-Tex erfunden?

  • Ich hab's noch nicht probiert, möchte aber nächstes Jahr bei einige Beuten vorne im oberen Bereich - auf jeden Fall NICHT mittig - des Brutraumes ein Loch bohren (3-4 cm) und unten das Flugloch zumachen.


    Jonas

    Ich habe gelernt das sie sich solche Behausungen nur sehr ungern ausgesucht haben. War wohl immer nur eine Notlösung und teilweise wurden diese oberen Fluglöcher auch mit Propolis wieder verschlossen wenn z. B. zwei Fluglöcher vorhanden waren.

  • Es macht einen Unterschied ob das Wasser die Waben runterläuft oder auf der Innenseite der Beutenwand.

    Tut es ja nicht, bzw. bei den stärker gedämmten Segebergern eher als bei den Holzkisten: weil bei den Holzkisten die Wand deutlich kälter ist als die Traube, kondensiert vorrangig auch da das Wasser. Wenn innen alles gleich warm/kalt ist bei Übersättigung, fällt das überschüssige Wasser auch ebenso gleichmäßig aus. Deswegen, Kopf warm gedämmt, Seiten kalt und der Boden auf. Dann ist evtl. anfallendes Kondensat 123 wieder außerhalb der Kiste und tropft nie von oben auf die Traube.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe gelernt das sie sich solche Behausungen nur sehr ungern ausgesucht haben.

    ... das ist ja interessant. Wo hast Du das gelernt. Bei wem und wie? Eigene Versuche ?

    Mein Hintergrund ist, dass ich davon ausgehe, dass die Honigbienen - in den kälteren Gegenden - über Jahrtausende nichts anderes gehabt haben.


    Jonas

  • Es macht einen Unterschied ob das Wasser die Waben runterläuft oder auf der Innenseite der Beutenwand.

    Tut es ja nicht, bzw. bei den stärker gedämmten Segebergern eher als bei den Holzkisten: weil bei den Holzkisten die Wand deutlich kälter ist als die Traube, kondensiert vorrangig auch da das Wasser. Wenn innen alles gleich warm/kalt ist bei Übersättigung, fällt das überschüssige Wasser auch ebenso gleichmäßig aus. Deswegen, Kopf warm gedämmt, Seiten kalt und der Boden auf. Dann ist evtl. anfallendes Kondensat 123 wieder außerhalb der Kiste und tropft nie von oben auf die Traube.

    Das ist zu einfach. Das kann nicht stimmen!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich habe gelernt das sie sich solche Behausungen nur sehr ungern ausgesucht haben.

    ... das ist ja interessant. Wo hast Du das gelernt. Bei wem und wie? Eigene Versuche ?

    Mein Hintergrund ist, dass ich davon ausgehe, dass die Honigbienen - in den kälteren Gegenden - über Jahrtausende nichts anderes gehabt haben.


    Jonas

    Man hat sogar herausgefunden das wenn es nur das obere Flugloch gibt, die Bienen es wohl die meiste Zeit mit einem Bienenteppich abdichten damit nicht unnötig Wärme entweicht.

  • ...Deckel... Dieser besteht aus eine Holzfaserweichplatte und wurde von den Bienen verkittet, aber es werden immer wieder Teile davon abgetragen...heuer bauen wir neue, eingerahmt in einer soliden Holzumrandung.

    Die Vogtlandwerkstätten hier hatten sich ähnliche Gedanken gemacht. Sie hatten das Abnagen der HFWP dadurch verhindert, daß sie die HFWP in ein "Kuchenblech" (Alu-Lochblech) eingelegt und mit 3 Holzleisten eingefaßt haben. Das funktioniert schlecht:

    - Schwitzwasser scheidet sich am propolisierten Lochblech ab

    - Holzleisten schimmeln auf der beutenzugewandten Unterseite an

    Die HFWP allerdings ließen den Dampf (im unpropolisierten Neuzustand jedenfalls, Experiment wurde nach 1 Jahr abgebrochen) passieren. Man konnte auf ihrer Unterseite tlw. Kondenswassereinwirkung erkennen (helle Verfärbung, etwas Auflockerung vermutlich durch punktuelles Aufquellen).

    Ich vermute als Hauptursachen für Kondens- und Schimmelerscheinungen:

    - Materialmix, v.a. die Kältebrücke durch das Alu-Lochblech

    - HFWP zu dünn (geschätzt nur 1,5cm stark, Taupunktberechnung wurde von der Behindertenwerkstatt nicht durchgeführt; Bernhard Heuvel hatte für Warre´-Beuten 10cm Kissen aus Kleintierstreu + 2 cm Holzplatte angegeben und noch auf ausreichende Dach-Hinterlüftung hingewiesen- bei ihm ganzflächig vom Trauf-Lüftungsschlitz bis zur Dachfirst-Querlüftung)


    Ich würde daher die geplante Holzumrahmung keinesfalls breiter als die Beutenwandstärke wählen. Wie stark sind Eure HFWP? Wie habt Ihr die Hinterlüftung ausgeführt?

  • Es macht einen Unterschied ob das Wasser die Waben runterläuft oder auf der Innenseite der Beutenwand.

    Tut es ja nicht, bzw. bei den stärker gedämmten Segebergern eher als bei den Holzkisten: weil bei den Holzkisten die Wand deutlich kälter ist als die Traube, kondensiert vorrangig auch da das Wasser. Wenn innen alles gleich warm/kalt ist bei Übersättigung, fällt das überschüssige Wasser auch ebenso gleichmäßig aus. Deswegen, Kopf warm gedämmt, Seiten kalt und der Boden auf. Dann ist evtl. anfallendes Kondensat 123 wieder außerhalb der Kiste und tropft nie von oben auf die Traube.

    Nein. Das ist nicht richtig. Ungedämmte Seitenwände haben eben zur Folge, dass der Taupunkt bereits im Wabenbau erreicht wird. Und dann kondensiert das Wasser eben auch schon hier. Die Problematik eines zu weit innen liegenden Taupunktes ist aus dem Häuserbau bekannt, daher versucht man in der Regel die Dämmung aussen anzubringen und nicht auf der Innenseite der Wand. Die Lage der Dämmung beeinflusst eben die Lage des Taupunktes.
    Die offenen Böden sind ungünstig für den Wärmehaushalt der Bienen. Hierdurch wird die Wärmedämmwirkung des Wabenbaus ausgehebelt. Bei geschlossenen Böden ist der Wabenbau mit seinen ruhenden Luftschichten eine ausgezeichnete Dämmung.

  • Klar. Der Taupunkt verlagert sich bei 22mm Wandstärke 15cm ins Beuteninnere ;)


    Das ist rechnerisch Quark und meiner Erfahrung nach auch. Zumindest bei starken Völkern. Mit Dreiwabenablegern in einer riesen Kiste kenn ich mich auch nicht aus. Aber langsam wird's OT

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lüneburger Stülper hatten das Flugloch oben. Ob das nun jahrhundertelanger Bockmist war, entzieht sich meinen bescheidenen Kenntnissen.

    Hat eigentlich mal jemand den Dämmwert dieser Stülper gemessen?

    Wenn man dann noch einen Reißverschluß an die Waben näht, damit sie mobil werden, kommen die vielleicht wieder in Mode...:)

  • Schade, nur gegen Gebühr lesbar. Aber tatsächlich ist schon die Überschrift interessant, und Daumen hoch für so viel junges Talent mit Blick für vermarktbare Nischen!:thumbup::thumbup::thumbup:

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    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive