Winterbehandlung auslassen

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    Es gilt jedoch ein gesundes und ausgewogenes Verhältnis zwischen möglich, machbar und vertretbar zu finden...



    :u_idea_bulb02:

    Das ist der Punkt , Danke !

    Den einige die in diese Trickkiste greifen offenbar zu unterdrücken versuchen .

    Von meinem Blickwinkel aus , weitermachen mit dem Faden und selbstkritisch auch in der Zuchtarbeit . Toi Toi Toi - in 2019 !

    Selber bin ich wohl ein Skeptiker vom Vorhaben - So wenig an " Einwand-Ergänzung " sollte noch erlaubt wenn nicht gar erwünscht sein .


    Gruss Markus

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Wer erklärt's ? Was ist schlecht an Inzucht mit Ansammlung/Festigung bestimmter Genotypen und nachfolgend gezielter Anpaarung heterotischer Genträger?


    Ich will's nur verstehen - vielen Dank!

  • Für das Gedeihen von Populationen in der Natur ist ein vielfältiger Genpool - also keine Inzucht – vorteilhaft. Eine Vielzahl unterschiedlicher Gene ist wie ein Werkzeugkasten mit vielen verschiedenen Werkzeugen. Bei sich ändernden Umweltbedingungen kann ggf. reagiert (und selektiert) werden.


    Steile genetische Entwicklungen beruhen aber oft auf dem umgekehrten Effekt: Eine kleine Population wird isoliert (Inzucht) und innerhalb des kleinen Genpools können sich dann auch größere Veränderungen (Mutationen) schnell durchsetzen.

  • Wer erklärt's ? Was ist schlecht an Inzucht mit Ansammlung/Festigung bestimmter Genotypen und nachfolgend gezielter Anpaarung heterotischer Genträger?

    So wie Du es beschreibst ist nichts falsch daran.


    Aber, um die Negativen Auswirkungen (Inzuchtschäden, nicht überlebensfähige Nachkommen, o.ä.) zu vermeiden wird in der Bienenzucht meistnicht mit "Mutter-Mutter" Anpaarungen sondern mit "Tante-Neffen" Anpaarungen gearbeitet. Man kann so auch 2 bis 3 Generationen in die Inzucht gehen zum Festigen von Eigenschaften, aber dann muss man auch wieder in die Breite gehen um genetische Flaschenhälse zu vermeiden, dabei wird dann oft mit mehreren Geschwistergruppen auf der Drohnenseite gearbeitet. Man muss aber auch beachten das bei Inzucht nicht nur positive Eigenschaften verstärkt werden, sondern auch Negative! Daher muss man dabei genau testen und auslesen... ;-) - nur soviel zum Überblick - es lohnt sich immer genaueres, aus dbem Fundus der Publikationen zur Vererbungslehre, nachzulesen oder durch Studium von Stammbäumen versucht rauszufinden wie es andere gemacht haben. - Wenn man züchtet, sollte die Vererbungslehre schon präsent sein :-) ;-) ...


    kleinen Genpools können sich dann auch größere Veränderungen (Mutationen) schnell durchsetzen

    Naja, "Mutationen" brauchen Jahrtausende, das ist was anderes! Bei Zucht geht es um das Festigen oder Verstärken/Hervorheben von genetisch vorhandenen Eigenschaften...



    Gruß

    Franz

  • Somit sind isolierte, durch spezifische Kombinationen erreichte zielgerichtete Entwicklungen (Ausprägung von bestimmten gewünschten Phänotypen) mglw. von Vorteil. Die selektive Beurteilung der Nachkommenschaft bringt es an den Tag.


    Steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass andere vorteilhafte Eigenschaften zwingend verloren gehen ? Sie sind ja immanent im Genom noch vorhanden und bieten den Genpool für flexible Reaktion auf externe Veränderungen in nachfolgenden Generationen. Das erkennt man am immer wieder sich durchsetzenden phänotypischen Eigenschaften wie z. B. Schwarmneigung in Fx-Generationen von guten Kö's, oder ?


    Zu einfach gedacht ??

  • - es lohnt sich immer genaueres, aus dbem Fundus der Publikationen zur Vererbungslehre, nachzulesen oder durch Studium von Stammbäumen versucht rauszufinden wie es andere gemacht haben. - Wenn man züchtet, sollte die Vererbungslehre schon präsent sein :-) ;-) ...

    Danke, Franz, für die Erläuterungen. Ich strebe keine Zucht an, bestenfalls Selektion von angebotenen Königinnen.


    Die immer wieder versteckten Andeutungen zur Aussichtslosigkeit für die Züchtung einer Biene mit Fähigkeiten einer dauerhaften Koexistenz mit der Milbe bzw. wenn das unmöglich ist, mit einer Erkennung und dauerhaften Beseitigung derer verstehe ich wohl, nur nicht die Begründung dazu.

  • Steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass andere vorteilhafte Eigenschaften zwingend verloren gehen ?

    Schon, durch "Zucht" können auch Eigenschaften wieder verschwinden - daher muss man nach allen gewünschten Eigenschaften gleichzeitig auswerten/selektieren. Rein rechnerisch, wenn man nach 10 Eigenschaften gleichzeitig selektiert, wird nur eine von 1024 Nahzuchten die gewünschte Eigenschaftskombination haben - diese Rechnung berücksichtige aber keine rezessiven oder additiven Vererbungsgänge! Das ist auch der Grund warum Züchter wie luffi immer betonen das man zum Züchten viele Völker benötigt ;-) ... - Auch Bruder Adam hat in seinen Publikationen des Öfteren erwähnt das nur eine von 1200 oder 1400 Geschwisterköniginnen "brauchbar" waren für die Nachzucht (sein Anspruch war aber auch sehr hoch).


    Die immer wieder versteckten Andeutungen zur Aussichtslosigkeit für die Züchtung einer Biene mit Fähigkeiten einer dauerhaften Koexistenz mit der Milbe bzw. wenn das unmöglich ist, mit einer Erkennung und dauerhaften Beseitigung derer verstehe ich wohl, nur nicht die Begründung dazu

    Ich halte das nicht für aussichtslos, sondern nur für schwierig und daher beteilige ich mich daran. Nur in Gruppen hat man die notwendige Völkerzahl für eine erfolgreiche Auslese mit breit genugem Genpool...



    Gruß

    Franz

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von FranzXR ()

  • Wie es in der Natur geschieht ist das Eine. Das Menschengemachte ist das andere.


    Draußen in der Natur sind menschliche Kreationen wie 7000L-Kühe, Pekinesen, Hochleistungsmais und dgl. schwer im Nachteil. In der Natur geht es ums Überleben.

    Und da hat der Mensch meines Wissens noch nichts geschaffen, was den wild lebenden Exemplaren überlegen (in Bezug aufs Überleben) wäre. Wenn das den Resistenzzüchtern gelingt: Hut ab!

    Meiner Meinung nach sollte man bei der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Milbe und Biene versuchen, die Natur zu unterstützen.

    Ich verstehe nicht, warum die vorhandenen Nicht-Behandler so hartnäckig ignoriert werden. Da ist das Freilandlabor Natur doch schon zu Ergebnissen gekommen!

    Gruß vom Harry

  • Danke, Harry, es führen viele Wege nach Rom; wichtig ist es, dort anzukommen.

    Dies sage ich immer wieder, weil ich einen Bien-Stand kenne, welcher bereits über 25 Jahre ohne jede Behandlung auskommt. Allein Bien und Milb wissen es, was dort wie läuft. Und mit Sicherheit wird es weitere derartige Stände geben.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Ich verstehe nicht, warum die vorhandenen Nicht-Behandler so hartnäckig ignoriert werden.

    Danke, Harry, (...)Dies sage ich immer wieder, weil ich einen Bien-Stand kenne, welcher bereits über 25 Jahre ohne jede Behandlung auskommt. Allein Bien und Milb wissen es, was dort wie läuft.

    Und deshalb lieber Harry, wirst DU nie erfahren, was an der Story dran ist, geschweige denn, daß irgendjemand was von der Genetik abbekommen wird. Weil ist voll geheim Harry! Sonst würde sich die Gene vielleicht verbreiten, und dann wäre das schöne Alleinstellungsmerkmal vom Manne weg 😂


    Oder schau mal, der Kaiser ist ja nackt!?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    und Manne weiß es nicht und da es ev. nicht Mannes Stand ist weiß es auch der Besitzer nicht so genau.

    Es kann funktionieren. Ev. nur an dieser Stelle! Oder auch an anderen Stellen?

    Wer weiß? Ich nicht, andere nicht, einige doch!

    Neidvoll dahin blicken, ja. Genützt hat es oftmals nicht.

    Es wird ja auch schnell der "Lacher" für die Schadenfreude beworben.

    So wird Schweigen. Verständlich!

    Einen erfolgreichen Frühlingsbeginn nach einem Winter, der für manchen nicht leichter ist als der vergangene Sommer.

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?