Winterbehandlung auslassen

  • OT an:

    Was wollt ihr mit Genetik / Gentechnik werkeln anstatt der Natur ihre Errungenschaften zu lassen

    Keiner "werkelt" hier an Genen rum, wir machen KEINE Genmanipulation! Wir sprechen über Gene und Genetik in Zusammenhang mit "ZUCHT" - das ist ganz was anderes! Pinky69 ich empfehle Dir Dich erst einmal über diesen Unterschied zu informieren! ;-(


    Das ist eine Frage des Wissens!

    Richtig! Weiterbildung über das Theme Zucht (oder über die "Zucht der Honigbiene" im speziellen) ist zu empfehlen... :-)


    Hohen Neuendorf wird in naher Zukunft die technische Ausstattung haben, um Genanalysen durchzuführen.

    Na, nach 30 Jahren Varroaforschung einmal ein richtiger notwendiger Schritt... ;-)


    OT off:


    Ziel sollte für Imker sein nicht die Winterbehandlung weglassen zu können, sondern die Sommerbehandlung... - aber Züchter haben da evtl. andere Ziele...


    Gruß

    Franz

  • Da muss ich Dir widersprechen. Wenn Bienengene von einer auf eine andere Biene übertragen werden, passiert das bisher normalerweise nicht auf eine Art, dass diese Gene den entsprechenden Platz und die identische Funktion wie im Ursprungsorganismus haben. Dafür ist das ganze immer noch zu komplex. Zumal wir hier von mehreren Genen reden.

  • Und von welchem körpeigenen Material der Prinzessin wird die Genanalyse gemacht? - Fühler, Flügel, Körperflüssigkeit?

  • Und von welchem körpeigenen Material der Prinzessin wird die Genanalyse gemacht? - Fühler, Flügel, Körperflüssigkeit?

    Puppenhaut, soweit ich weiß. Ein Stück vom Flügel ist aber wohl auch schon für diesen Zweck verwendet worden.


    https://www.researchgate.net/p…bee_Apis_mellifera_queens

    https://www.researchgate.net/p…ifying_DNA_from_bee_wings


    Die beiden oben genannten Arbeiten sind schon älter. Ich bin mir sicher, dass es da inzwischen deutliche Fortschritte gegeben hat.


    Grüße,

    Robert

  • Danke Robert für die Versachlichung. Darüber reden ist noch lange nicht machen. Und worum geht es beim Thema Züchtung?

    Letztlich geht's um die gezielte Vermehrung phänotypischer Merkmale. Diese entsprechen ganz bestimmten genotypischen Konstellationen und die Identifizierung derartiger positiver Konstellationen auf molekularer Ebene ist nichts anderes als gezielt zu züchten. Risiken sind in keinem Fall auszuschließen.

    Da muss ich Dir widersprechen. Wenn Bienengene von einer auf eine andere Biene übertragen werden, passiert das bisher normalerweise nicht auf eine Art, dass diese Gene den entsprechenden Platz und die identische Funktion wie im Ursprungsorganismus haben. Dafür ist das ganze immer noch zu komplex.

    Infolge der hohen Spezifität der Basensequenzen ist exakt das gewährleistet: Einfügen an der Stelle im Genom, wo die ehemaligen analogen Genabschnitte saßen. Aber das führt hier zu weit...


    Schau Dir mal den aktuellen Artikel in der NZZ (14.12.18) an, wo über das Klonen von Rennpferd berichtet wird und abschließend die "Verbesserung" des Genoms über die vorgenannte Crispr/Cas9 Technik durch eine Fa. Kheiron beschrieben wird.


    Um es nochmals klarzustellen - wie man das bewertet, ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Jede Sache hat viele Seiten - positiv wie negativ. Es passiert aber in der Realität und dem kann man sich nicht entziehen. Vielmehr sind verbindliche Regelungen zwingend!


    Meine Meinung


    Rainer

  • Und wie überall hinkt die Ethikdiskussion dem Fortschritt hinterher.

    Ja, es ist noch schlimmer: Sie findet gar nicht statt. Und dann taucht unvermittelt einer auf, der ins humane Genom eingreift. Große Entrüstung... Den Rest kennt man.


    Darum ist es m. E. auch für Imker wichtig, dass wir eine Position dazu haben, statt es per se nicht anzuschauen und sachlich darüber reden. Das wird auf anderer Ebene zu diskutieren sein, ist aber nötig. Wer von uns weiß denn, was alles so gemacht wird ? ...