Winterbehandlung auslassen

  • Irgendwie hatte ich immer gedacht das die Menschen die imkern und sich für Bienen und Honig interessieren auch etwas für die Natur und die Umwelt übrig haben, was aber hier ganz und garnicht durchdringt. Was wollt ihr mit Genetik / Gentechnik werkeln anstatt der Natur ihre Errungenschaften zu lassen und diese zu akzeptieren. Das man versucht die Auswirkungen Milben/Viren in Schach zu halten ist auch ganz in Ordnung nur eben nicht an Genen der Lebewesen rumzupfuschen.

    Dann sollte man lieber mal die kriminelle Ader aus den menschlichen Genen entfernen. Aber damit könnt ihr ja wohl besser Leben, nur die Bienen haben keine Meinung.


    Sorry, aber das musste ich den Gentechnik freudigen jetzt mal schreiben.


    Gruß

    Chris

    Man kann sich für Genetik/Gentechnik interessieren und sie auch Befürworten UND für Natur und Umwelt etwas übrigen haben. Das steht in keinem Widerspruch! Hat nicht alles mit Monsanto zu tun...

  • Ich war vor ein paar Wochen bei einem Lehrgang in Hohen Neuendorf zum Thema Zucht und Zuchtwertschätzung. Laut Prof. Bienefeld sind bereits etliche Gene bekannt, die für eine Varroaresistenz eine Rolle spielen. Das Problem ist, dass mehrere davon zusammen wirken müssen.

    Das passt zu Aussagen, die ich anderswo gelesen habe.


    Hohen Neuendorf wird in naher Zukunft die technische Ausstattung haben, um Genanalysen durchzuführen.


    Dann könnten sie bei Königinnen schon sehr frühzeitig prüfen, welche Gene in dem jeweiligen Tier vorhanden sind. Sie könnten also z.B. aus hundert konventionell erzeugten Prinzessinnen die beste herausfinden, noch bevor die auf Hochzeitsflug war. Das würde eine sehr viel schnellere Zuchtauslese ermöglichen.


    Möglicher Bonus: Prof Bienefeld zufolge haben etliche der für die Varroaresistenz förderlichen Gene bei anderen Tierarten etwas mit dem Geruchssinn zu tun. Es ist daher wahrscheinlich, dass diese Bienen auch mehr Resistenz gegen andere Brutkrankheiten haben werden. Einfach, weil erkrankte Larven schneller ausgeräumt werden.


    Grüße,

    Robert

  • Das ist eine Frage des Wissens!

    Auch da ist Vielfalt besser als Einfalt.

    Mancher lernt das im Beruf.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Mglw. kann die Aufstellung der 2er-Gruppen im Bogen bzw. Halbkreis Verflug reduzieren, ohne wesentlich mehr Platz wegzunehmen. Der Sonnenstand ist ja dann für jede Beute doch stärker abweichend vom Nachbar-Flugloch als bei Aufstellung in gerader Linie.

  • Hallo,

    seit Beginn orientierte ich mich an den Verhältnissen wie sie wildlebende Völker vorfinden / hatten.

    Da gibt es sehr große Abstände, auch weil die entsprechenden Bäume mit genügend großen Höhlen nicht sehr dicht stehen. In Studien ist festgestellt worden, dass Schwärme von wild lebenden Völkern etwa 700m in den Wald hinein wandern.

    Ganz so groß habe ich die Abstände nicht. Es sind aber wenigstens 200 und mehr Meter.

    Im kommenden Jahr werde ich schwärmen lassen. Dazu platziere ich Kästen in etwa 200 bis 500m von den Völkern entfernt. Bestückt mit alter Wabe und Propolisduft ab Mitte April.Aufgehängt wird im Winter, da sie neu sind.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo,

    seit Beginn orientierte ich mich an den Verhältnissen wie sie wildlebende Völker vorfinden / hatten.

    Da gibt es sehr große Abstände, auch weil (...)

    Im kommenden Jahr werde ich schwärmen lassen. Dazu platziere ich Kästen in etwa 200 bis 500m von den Völkern entfernt. Bestückt mit alter Wabe und Propolisduft ab Mitte April..

    Ersteres ist völliger Quatsch, ich kenne Häuser, da leben in einer Zwischendecke vier Völker - Fluglöcher ziemlich eng beieinander. Das ist denen schlicht egal. Aber Teil zwei Deiner Ausführung ist hanebüchen, so Leute wie Du sind wirklich brandgefährlich. Frag mal jemand der schon länger imkert und zwar nach den Regeln guter imkerlicher Praxis, was der von einem Sperrbezirk hält, weil irgendwelche ranzigen Schwärme, die eine fucking Zwischendecke geiler fanden als Deine Gutmenschenhippikisten mit 'Propolisduft' an AFB erkranken, nicht zu lokalisieren sind, aber nach ihrem abnippeln alle Völker im Umkreis (die von den kack Säureimkern, die immer überleben) anstecken und dann vom Amtsvet gehimmelt werden. Und Du dann so: Das is Natur! ....- neues Hobby.


    Ich hoffe, der Imkerboom ist bald durch und Du züchtest dann Tomaten oder Rennmäuse oder WAS AUCH IMMER.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja vielleicht sollte man die letzten Seiten in einen neuen Faden kopieren.


    Ich bin mir immer noch nicht im Klaren, wie das praktisch durchzuführen sein soll. Selbst, wenn man einen günstigen Gentest entwickelt.

    Also sagen wir mal ich habe 200 Völker und kaufe eine 100% resistente Königin dazu und mache mit den Töchtern Standbegattung. Dann habe ich bei der hiesigen Bienendichte vielleicht wieder eine von 2-300, die 100% restistent ist. Oder wäre der Anteil höher? Also wie kann ich dann ohne künstliche Besamung realistisch mit resistenten Bienen imkern?

    Auslese ist doch da gar nicht möglich.


    Ich imkere in der Schweiz, gibt es hier jemanden, der eine Belegstelle für sowas plant oder schon unterhält? Ich wäre durchaus motiviert, da mitzumachen und kenne auch Kollegen, die interessiert sind.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von JCD ()

  • Hallo Schweizer,

    einfach im Internet suchen. Varroatoleranzzucht usw. Hier die „Spinner“ von den seriösen „altmodischen zurückgebliebenen“ Züchtern trennen.

    Mir ist aber in deiner Gegend nichts bekannt. Die Buckfastimker haben hier etwa 20 Jahre Vorsprung gegenüber den anderen Vereinigungen.

    Leider ist bis jetzt noch keine dominante Vererbung bekannt, immer nur rezessive Vererbung.

    Irgendwann klappt es.

    Mit Grüßen aus Nürnberg

    ThomasK

  • ❓❓❓

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?