Winterbehandlung auslassen

  • ribes

    Hier stehts doch in Deinem Link:

    Die "Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel" (VO 1829/2003/EG) regelt die Kennzeichnungspflicht. Danach ist alles, was aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt ist, GVO enthält oder selbst gentechnisch verändert ist, kennzeichnungspflichtig.


    Weiter unten steht dann, dass nur unvermeidbare Verunreinigungen unter dem Grenzwert ausgenommen sind, aber nicht, wenn man Gentechnik bewusst einsetzt.

  • (Zu dem Thema hatte ich schon viele interessante Gespräche mit informierten Mitmenschen. "Ich würde nie eine Tomate mit Genen drin essen!")

    Ich auch nicht - Gene in Tomaten sind widerlich ;)


    Nochmal: Milbenresistenz per implantierter Genabschnitte in Kö's - wie bei Züchtung, nur per Crispr/Cas...


    Ich denke, das wird nicht nur überlegt!

  • Nochmal: Milbenresistenz per implantierter Genabschnitte in Kö's - wie bei Züchtung, nur per Crispr/Cas...

    Mit Verlaub, wie soll denn das praktisch gehen? Welche Allele sollen denn durch welche Allele ausgetauscht werden? ... wir wissen doch noch gar nix von den genetischen Grundlagen einer irgendwie gearteten Varroatoleranz/-resistenz. Selbst beim gegenwärtig favorisiertem VSH-Verhalten weiß man noch nix genaues nicht. Man muß erstmal die phänotypischen Grundlagen schaffen, bevor man mit gentechnischen Methoden an den Bienen experimentiert.

  • Soweit ich verstanden habe, könnte man mit CISPR/CAS9 gezielt die erforderlichen Genabschnitte von verschiedenen Herkünften in einem Genom zusammentragen. Das wäre aber durch Fachleute zu beurteilen, die auf diesem Gebiet arbeiten.

    Falls das ginge, könnte man das gleich für mehrere Linien und Mellifera-Unterarten durchführen, um Inzucht zu vermeiden.

    Gruß Ralph

    Du hattest es genannt - darum meine Frage. Wenn's aufgrund der Komplexität nicht so einfach ist, um so besser. Ich halte diesen Weg aber nicht für utopisch, auch wenn davor noch viel Arbeit steht.

  • Hallo,

    ein anderes (wirkliches) Problem ist die Tatsache, dass das Werkzeug Genschere nicht genau und somit punktuell „schneidet“. Sie „orientiert“ sich an der Ähnlichkeit der Basensequenz. So schneidet sie an analogen Stellen mehrerer DNA-Stränge. Somit sind die Folgen für das Individuum unabsehbar.

    Und es kommt hinzu, dass die Veränderung in aller Zeit Bestandteil der Bienengenetik bleibt. Mit der Ausnahme, dass das eine Exemplar nicht lebensfähig ist.

    Es sollte (vorläufig) bei den bewährten Zuchtmethoden bleiben.

    Und nachgefragt: Warum kann nur ab einer bestimmten Völkerzahl gezüchtet werden können?

    Und worin besteht der Zuchtfortschritt wenn von einem ausgewählten Volk umgelarvt wird und diese 10 oder 20 Königinen in Völker eingeweiselt werden? U.U. hat jede einen anderen Vater und auch die Mutter produziert zwei unterschiedliche Eizellen. Eine hohe Varianz ist gegeben.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ich versteh nicht, was Ihr neu genmanipulieren wollt, die resistenten Bienen mit den entsprechenden Genen gibts doch schon! Soweit ich verstanden habe, ist die weitere Zucht und flächendeckende Etablierung das Problem?

  • Ein technischer Vorteil wäre natürlich, dass man dann an die Gene gekoppelt gleichzeitig ein paar neue Farben als Marker anbringen könnte.

    Wenn die Bienen Pink mit neongrünen Kringeln wären und im Dunkeln leuchten, bräuchte man nicht immer teuer auf die Gene testen. :lol:

  • Kann mir bitte jemand den Zusammenhang zwischen den hellen und den dunklen Varroen verlinken. Ich möchte es gern nach vollziehen, habe auf die schnelle jedoch nichts adäquates gefunden.

    Dunkle Varroen sind adulte und die hellen mit rötlichem Rand, junge geschlechtsreife. Was das Auszählen und den Zusammenhang der dunklen und der hellen, jungen Varroen zu der Milbenbelastung an sich aussagt, bin ich mir aber nicht sicher.


    Vielen Dank und Gruß

  • Ich habe ja keine Ahnung. Aber ich vermute es geht nur darum, dass bei einem Volk mit Brut wesentlich weniger Milben fallen dürfen/sollen, als bei einem Volk ohne Brut. Ob das Volk Brut hat oder nicht, erkennt man im Winter z.B. an den hellen Milben.

    4 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Hallo,

    ein anderes (wirkliches) Problem ist die Tatsache, dass das Werkzeug Genschere nicht genau und somit punktuell „schneidet“. Sie „orientiert“ sich an der Ähnlichkeit der Basensequenz. So schneidet sie an analogen Stellen mehrerer DNA-Stränge. Somit sind die Folgen für das Individuum unabsehbar.

    Und es kommt hinzu, dass die Veränderung in aller Zeit Bestandteil der Bienengenetik bleibt.

    Das Besondere an der Crispr/Cas9 Technik ist ja gerade die hohe Spezifitätig, sprich Zielgenauigkeit; das aber nur als Randbemerkung.

    Um einem mögl. Missverständnis vorzubeugen - ich denke, dass es möglich werden wird, mit dieser Technik auch gezielte genetische Veränderungen in Bienen vorzunehmen, bin aber dagegen - aus folgendem Grund:

    Dies eröffnet eine Schraube zur Herstellung bestimmter "Sorten", ganz ähnlich wie im Getreide- oder Gemüseanbau. Die Anbieter würden analog eine hohe Hürde für jegliche Nachzucht setzen, abgesehen von den Schwierigkeiten einer solchen, speziell bei Bienen (s.o. Die Aussage von @Kleingartenndrohn). Dennoch - nix ist unmöglich, siehe den jüngsten Fall humaner Genveränderungen des chin. Wissenschaftlers He Jiankui...

  • Aber nicht alles sollte ermöglicht werden!!!!!!

    Siehe China!

    Wem

    Mm diese Zwillinge gesund sind werden sie eine Familie gründen wollen. Den Rest kann sich jeder ausmalen.

    Andererseits sollte man Tiere und Pflnzen in dieser Thematik nicht in einem Zusammenhang betrachten.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.